Dieric Bouts, gemeinfrei, via wikimedia commons„Ach Herr, laß dein lieb Engelein…“
Engel in der Kunstgeschichte
In der Popkultur sind Engel derzeit allgegenwärtig. Bei der Akademietagung nähern wir uns dem längst nicht mehr allein von den Weltreligionen besetzten Thema jedoch – jenseits von Esoterik und Weihnachtskitsch – auf den manchmal verschlungenen Pfaden der Kunst- und Kulturgeschichte. Dabei werden die antiken Wurzeln christlicher Engelsvorstellungen ebenso in den Blick genommen wie die Spekulationen mittelalterlicher Theologen über die Neun Chöre der Engel. Einen Anstoß zur Beschäftigung mit Engeln in der diesjährigen Osterakademie bietet der ergreifende Schlusschoral der Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach, „Herr, laß Dein lieb Engelein …“. In diesem Text wird die Funktion von Engeln als Seelengeleiter angesprochen. Dies ist aber nur eine der vielen Rollen, in denen diese himmlischen Wesen auftreten. Engel sind ein überaus reizvolles Thema der Kunst, gilt es doch, etwas eigentlich Unsichtbares den Betrachtenden sichtbar vor Augen zu stellen.
Zu einer Beschäftigung mit diesem Thema und dem Besuch der Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach in der Kölner Philharmonie laden wir Sie herzlich ein.
Geleitet und gestaltet wird diese Akademietagung in den Kar- und Ostertagen von der Kunsthistorikerin Dr. Elisabeth Peters. Wir freuen uns auf Ihr Interesse!
Judith Uebing
Akademiereferentin
Ihr/e Referent/in
Gründonnerstag, 2. April 2026
15.00 Uhr
Begrüßung und Einführung bei Kaffee und Tee
15.15 Uhr
Viktorien, Genien und Eroten
Flügelwesen der Antike
Der Trösterengel von Gethsemane
Und: Kein Engel auf Golgotha?
„Engelspieta“
Die Erfindung eines Andachtsbildes
Dr. Elisabeth Peters, Kunsthistorikerin und Studienreiseleiterin, Bonn
18.00 Uhr
Abendessen
19.30 Uhr
Gelegenheit zum Besuch der Gründonnerstagsliturgie in der Edith-Stein-Kapelle
Zelebrant: Prof. Dr. Michael Seewald, Lehrstuhlinhaber für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
Karfreitag, 3. April 2026
ab 7.00 Uhr
Frühstück für Übernachtungsgäste
9.45 Uhr
Engelsmusik?
Eine kleine Geschichte der geistlichen Musik
Prof. Dr. Wolfram Steinbeck,
Musikwissenschaftliches Institut, Universität zu Köln
11.15 Uhr
Kaffee- und Teepause
11.30 Uhr
Johann Sebastian Bachs
„Johannes-Passion“
Eine Einführung in das Konzert am Abend
Prof. Dr. Wolfram Steinbeck
13.00 Uhr
Mittagessen
15.00 Uhr
Gelegenheit zum Besuch der Feier der Karfreitagsliturgie in der Edith-Stein-Kapelle
Zelebrant: Prof. Dr. Michael Seewald
16.15 Uhr
Kaffee- und Teepause
16.45 Uhr
Fahrt zur Kölner Philharmonie
18.00 Uhr
Johannes-Passion
Konzert in der Kölner Philharmonie
Johann Sebastian Bach
Johannes-Passion BWV 245
Oratorium für Soli, Chor und Orchester
Mitwirkende
Shira Patchornik, Sopran; Sara Mingardo, Mezzosopran; Andrew Staples, Tenor; Mirko Ludwig, Tenor; Christian Wagner, Bass; La Cetra Vokalensemble; Gürzenich-Orchester Köln, Andrea Marcon, Dirigent
anschließend Rückfahrt nach Bensberg
20.30 Uhr
Abendessen
Karsamstag, 4. April 2026
ab 7.00 Uhr
Frühstück für Übernachtungsgäste
9.30 Uhr
Himmlische Hierarchien
Die Neun Chöre der Engel
Engel im Alten Testament
Im Fokus: die Geschichte Jakobs Dr. Elisabeth Peters
11.00 Uhr
Kaffee- und Teepause
11.30 Uhr
Sankt Michael
Kultbilder und Kultorte
Dr. Elisabeth Peters
13.00 Uhr
Mittagessen
14.30 Uhr
Engelssturz
Wie kam das Böse in die Welt?
Kultgerät in Engelsgestalt
Von Taufengeln und Leuchterengeln
Dr. Elisabeth Peters
16.00 Uhr
Kaffee- und Teepause
16.30 Uhr
Ach Herr, laß Dein lieb Engelein …“
Engel als Seelengeleiter
Dr. Elisabeth Peters
18.00 Uhr
Abendessen
21.30 Uhr
Gelegenheit zum Besuch der Feier der Osternacht in der Edith-Stein-Kapelle
Zelebrant: Prof. Dr. Michael Seewald
Ostersonntag, 5. April 2026
ab 7.00 Uhr
Frühstück für Übernachtungsgäste
9.30 Uhr
Engel der Moderne
Von Paul Klee bis Antony Gormley
Dr. Elisabeth Peters
11.00 Uhr
Kaffee- und Teepause
11.30 Uhr
„Fürchtet euch nicht“
Engel am Ostermorgen
Dr. Elisabeth Peters
13.00 Uhr
Mittagessen
14.00 Uhr
Ende der Veranstaltung
Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.


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Peter Weidemann, Pfarrbriefservice
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