© Hotel Waldhaus Sils

Hesse, Dürrenmatt, Einstein …

Zu Gast im Hotel Waldhaus

Ob Thomas Mann mit Familie, Hermann Hesse, Albert Einstein, Friedrich Dürrenmatt, C. G. Jung oder Richard Strauss, ob Thomas Bernhard, David Bowie und Gerhard Richter: Auf der Gästeliste vom Hotel Waldhaus***** in Sils Maria im Oberengadin stehen zahlreiche Persönlichkeiten aus Literatur, Kunst und Musik. Viele von ihnen wandelten einst auf den Spuren des Philosophen Friedrich Nietzsche, der an diesem reizvoll zwischen Bergen und Seen gelegenen Ort über viele Jahre hinweg die Sommermonate verbrachte und an seinem „Zarathustra“ schrieb. Andere folgten Richard Wagner in die Bergwelten um Pontresina, wo auch einer der wichtigsten Vertreter des realistischen Symbolismus, der Künstler Giovanni Segantini, seine Hauptwerke schuf.
Das Hotel Waldhaus, das 1908 auf einem Hügel über dem Silser See erbaut wurde und sich bis heute in Familienbesitz befindet, übt mit seiner unvergleichlichen alpinen Lage, mit den weiten Blicken und der inspirierenden Atmosphäre eine besondere Anziehungskraft aus. Wir freuen uns daher sehr, Ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, im Hotel Waldhaus zu wohnen und von hier ausgewählten Spuren zu folgen, sich vom Flair dieses Hauses, von der Landschaft und dieser Region inspirieren zu lassen.

Sonntag, 13. September 2020
Individuelle Anreise nach Zürich Hauptbahnhof.
14.07 Uhr
Zugfahrt von Zürich Hauptbahnhof via Chur über die Albulalinie (UNESCO-Welterbe, eine der landschaftlich und bautechnisch spektakulärsten Bahnstrecken) nach St. Moritz (18.00 Uhr). Von dort Transfer mit dem Hotelbus nach Sils Maria zum Hotel Waldhaus*****.
Willkommen im Waldhaus!
Nach der Ankunft begrüßt Sie bei einem Apéro Patrick Dietrich, der mit seinem Bruder das Hotel Waldhaus in fünfter Generation führt. Im Anschluss an das Abendessen bietet sich Gelegenheit, das Haus kennenzulernen, den Musikern in der großen Halle zu lauschen, durch die großen Fenster die Landschaft zu betrachten …

Montag, 14. September 2020
Sils: Inspiration für freie Geister
Wenige Gehminuten entfernt, liegt unterhalb des Waldhauses die Gemeinde Sils Maria/Segl zwischen dem Silser See und dem Silvaplanersee. Nach einem Vortrag zu Friedrich Nietzsches Aufenthalten in Sils führt der Weg zunächst zu seiner ehemalige Pension, in der er zentrale Gedanken seiner Philosophie während vieler Sommermonate formulierte. Das heute als Museum eingerichtete Haus macht deutlich, wie wichtig Sils als inspirierender Kraftort für ihn war. Doch auch auf Kunstschaffende der Gegenwart übt das Haus eine hohe Anziehungskraft aus, wie die reiche Innenraumausstattung zeigt. Der weitere Spaziergang durch Sils Maria macht mit dem malerischen Ort, der traumhaften Lage zwischen den Seen und natürlich mit seinen berühmten Gästen bekannt.
nachmittags | Vortrag und Führung
Sehr interessant ist es, einmal den Blick auf die besondere Verbindung von Literatinnen und Literaten mit „ihren“ Hotels, in denen Weltliteratur entstand, zu werfen – natürlich mit einem besonderen Fokus auf das Hotel Waldhaus! Dann erwartet Sie der Seniorchef des Hauses, Felix Dietrich, zu einem Blick hinter die Kulissen des Hotels.
abends I Konzert in der Hotelhalle
„Es trippelet und schnüüfelet“.
Schweizerdeutsche Kunstlieder der Romantik. Sybille Diethelm (Sopran) und Fabienne Romer (Klavier) laden mit ihren Ehepartnern Basil Vollenweider und David Schwarb zu einer Entdeckungsreise ins vergessene Land des Mundart-Kunstlieds ein.

Dienstag, 15. September 2020
Pontresina, Segantini und das mondäne St. Moritz
Nach einem Vortrag zum Künstler Giovanni Segantini, der ein Hauptvertreter des realistischen Symbolismus ist und wie kein zweiter Licht, Farbe und Natur des Oberengadins kongenial in seine Kunst integrierte, startet ein Ausflug nach Pontresina. Hier beeindruckt die Kirche Santa Maria mit kostbaren mittelalterlichen Fresken: Ihre Wände sind durchgehend mit byzantinisch-romanischen Fragmenten aus dem 13. Jahrhundert und einem lombardischen Bilder-Zyklus von 1495 ausgeschmückt. Bei einem Ortsrundgang durch Pontresina wird auch vom Schweizer Dichter C. F. Meyer und von Wilhelm Conrad Röntgen die Rede sein, die mehrmals den Ort besuchten; es bleibt Zeit für eigene Erkundungen und eine Mittagspause. Nachmittags empfängt das Segantini-Museum – ein prägnanter Rundbau oberhalb von St. Moritz – die Besucherinnen und Besucher mit einer neu konzipierten Ausstellung.

Mittwoch, 16. September 2020
Hoch zu Muottas Moragl und hinein ins Fextal
Mit der traditionellen Standseilbahn – der ältesten Bergbahn des Engadins – geht es heute hinauf nach Muottas Moragl (2 448 m). Interessante Blicke bietet hochoben der „Philosophen-Panoramaweg“, von dem sich bei klarem Wetter wunderbare Blicke bieten (ca. 30 Minuten).
nachmittags I Wanderung
Das Fextal in der Literatur
Wenige Schritte vom Waldhaus entfernt, öffnet sich mit dem Fextal eines der schönsten Seitentäler des Engadins. In den literarischen Texten von C. F. Meyer bis Karl Kraus, von Kurt Tucholsky bis Hermann Hesse spiegelt sich eine tiefe Faszination vom Tal wider, ihre Stimmen werden die Wanderung (ca. 3 Std.) durch die einmalige Berg- und Kulturlandschaft begleiten. Ein besonderes Juwel ist hier das Kirchlein im Weiler Crasta mit beeindruckenden gotischen Fresken. Auf dem Friedhof ist der Dirigent Claudio Abbado bestattet.

Donnerstag, 17. September 2020
Auf Wiedersehen, Sils!
Transfer mit dem Hotelbus nach St. Moritz und Fahrt mit der Bahn (10.02 Uhr) via Chur zum Hauptbahnhof Zürich (Ankunft 13.53 Uhr). Verabschiedung und individuelle Weiterreise.

Vorträge und Wanderungen

  • Dr. Mirella Carbone, Sils Maria
    Kunsthistorikerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Nietzsche-Hauses und Kuratorin des Segantini-Museums in St. Moritz
  • Joachim Jung, Sils Maria
    Germanist, Historiker, Philosoph, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Nietzsche-Hauses

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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