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Goldene Wundertafeln

Antwerpener Altäre in Dortmund und Schwerte

Auf recht engem Raum versammeln sich in Dortmund und im benachbarten Schwerte Antwerpener Altäre des 16. Jahrhunderts und laden zum staunenden Bewundern ein. Diese Altäre stellen ein erfolgreiches Exportgut sakraler Kunstproduktion der südlichen Niederlande dar. Bis heute hat sich im Rheinland wie auch in Westfalen eine Vielzahl solch kleinteilig gearbeiteter Altäre erhalten. In Dortmund und Schwerte nehmen wir exemplarisch die sicherlich bedeutsamsten ihrer Art in Westfalen in den Blick.

Freitag, 30. April 2021
Bahnfahrt ab Köln Hbf. mit dem ICE 545 nach Dortmund Hbf. (8.28 Uhr).

Das goldene Haus von St. Reinoldi
St. Reinoldi war und ist bis heute die Hauptkirche Dortmunds. Ursprünglich Stadt- und Ratskirche und dementsprechend vor allem von vermögenden Dortmunder Bürgern reich mit Stiftungen bedacht, finden sich trotz Reformation und kriegerischen Auseinandersetzungen in ihr eine Vielzahl besonderer Ausstattungsgegenstände. Darunter ist auch das Altarretabel im Chor zu zählen, welches strenggenommen nicht zu den Antwerpener Altarretabeln zu zählen ist, aber eine wichtige Vorstufe brabantisch-flämischer Altarschnitzkunst aus dem 15. Jahrhundert darstellt.

Das goldene Wunder von St. Petri
Zusammen mit der Reinoldi- und Marienkirche ist die Petrikirche eine weitere mittelalterliche Kirche im Zentrum Dortmunds, gelegen am Westenhellweg, einer wichtigen mittelalterlichen Handelsstraße. In ihr befindet sich der größte noch erhaltene Antwerpener Altar, das goldene Wunder von Westfalen aus dem Jahr 1521. Mit 36 Gefachen präsentiert es in seiner prächtigen Schauseite eine theologisch durchkomponierte Darstellung von Passion und Auferstehung Jesu, Kreuzesnachfolge, -opfer und -verehrung und steht in direktem Bezug zu den eucharistischen Themen der gemalten Alltagsseite.

Der goldene Schatz von St. Viktor
Auch die im Verlauf des ausgehenden 15. Jahrhunderts zum Wohlstand gekommene Hansestadt Schwerte leistet sich einen prächtigen Antwerpener Altar, der 1523, also nur wenig später als der in St. Petri aufgestellte Altar, seinen Platz in der Viktorskirche erhält. Der von Malern und Bildhauern der Antwerpener Lukasgilde aus Eichenholz geschaffene Altar zeigt Szenen aus der Kindheit und Passion Jesu sowie weitere theologisch darauf abgestimmte Darstellungen.

Rückreise mit dem RE 7 von Schwerte Bf. nach Köln Hbf. (17.38 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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