Ferienakademie - Caspar David Friedrich - Hamburg - Thomas-Morus-Akademie
© Hamburger Kunstsammlungen, Foto: Elke Walford

Nebelmeer und Wellendach

Hamburg zwischen Romantik und Moderne

Vielleicht hätte Caspar David Friedrich die „Elphi“ gemalt. Mit seiner spektakulären Elbphilharmonie ist Hamburg endgültig ein Hafen der Moderne geworden. Aber die Ursprünge der Moderne reichen unter anderem in die Romantik zurück. In dieser Epoche setzte Caspar David Friedrich neue Maßstäbe mit seinen Gemälden, die in der großangelegten Ausstellung der Hamburger Kunsthalle zu bewundern sind. Die Entwicklung zur modernen Großstadt haben die Hamburger im 19. Jahrhundert vorangetrieben. Wobei eine neue gotische Hauptkirche und ein Rathaus in Renaissanceformen keinen Widerspruch bilden mussten. Selbst moderne Kontorhäuser, wie das berühmte expressionistische Chilehaus, spielen ebenso wie die Werke im Ernst Barlach Haus auf das romantisch verklärte Mittelalter an. Ein modernes Wellendach kann so auch als ein Spiegel romantischer Meeressehnsucht interpretiert werden. Schließlich sind museale Sammlungen von Kunsthalle, Museum für Kunst und Gewerbe sowie der Ausstellungsort Bucerius Kunst Forum unter anderem aus dem romantischen Geist kulturbürgerschaftlichen Engagements erwachsen.

Ihr/e Reiseleiter/in

Montag, 25. März 2024
Moin, Hamburg!
Individuelle Anreise ins Reichshof Hotel**** Hamburg.

14.00 Uhr
Kirchen und Kommerz - Stadtrundgang
Bereits beim Hineinfahren in die Elbmetropole begrüßen einen die monumentalen Eintürme der Hamburger Hauptkirchen. Bei einem ersten Stadtrundgang wird klar, wie der Turm des Rathauses, die Hochhäuser der Nachkriegszeit und die turmartige Elbphilharmonie ihr Ensemble ergänzen. Das vielfältige Stadtbild vervollständigen große Geschäftsbauten, Passagen und nicht zuletzt das allgegenwärtige Wasser von Elbe und Alster.
Moderne in alter Hülle - Bucerius Kunst Forum
Im internationalen Ausstellungshaus sind hinter historischer Fassade nach Plänen von Gerkan, Marg und Partner völlig neu gestaltete Räume für die Künste entstanden. Seit Juni 2019 werden jährlich vier Ausstellungen zu Themen von der Antike bis zur Gegenwart gezeigt. Im Frühjahr 2024 präsentiert die Ausstellung „Mythos Spanien. Ignacio Zuloaga (1870-1945)“ rund 90 Werke des großen spanischen Künstlers.

Dienstag, 26. März 2024
Hafen mit Musik - HafenCity und „Elphi“
Seit 2001 entsteht, teilweise auf dem Gebiet der Speicherstadt, die HafenCity. Höhepunkt des neuen Quartiers und neues Wahrzeichen der Stadt ist die Elbphilharmonie. Der als Sockel dienende ehemalige Speicher schlägt mit seiner Klinkerfarbe den Bogen zu den historischen Bauten der Stadt. Dagegen stehen die in Glas und Stahl gehaltenen und an Segel oder Wellen erinnernden Aufbauten für den architektonischen Neuanfang. Bei der Besichtigung und im Konzert bereitet der Große Saal ein besonderes Raum- und Hörerlebnis.
Expressiver Klinker - Kontorhausviertel
Hamburgs Aufstieg zur modernen Wirtschaftsmetropole am Beginn des 20. Jahrhunderts verkörpert das Kontorhausviertel im Stil des Backsteinexpressionismus und anderer damals moderner Stilrichtungen. Ein Höhepunkt des 2015 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärten Viertels stellt das Chilehaus von Fritz Höger dar.
Biedermeier, Bauhaus und SPIEGEL - Museum für Kunst und Gewerbe
Im 1874 gegründeten Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg kann man die Lebenswelten des 19. Jahrhunderts vom Biedermeier bis zum Jugendstil versammelt finden. Die Moderne ist mit Werken des Expressionismus sowie mit Möbeln des Bauhauses vertreten. Höhepunkt der Designabteilung ist Verner Pantons orangefarbene SPIEGEL-Kantine von 1969.

Mittwoch, 27. März 2024
„Kunst für eine neue Zeit“- Große Ausstellung zu Caspar David Friedrich in der Hamburger Kunsthalle
Zum 250. Geburtstag des bedeutendsten Malers der deutschen Romantik präsentiert die Kunsthalle die Jubiläumsausstellung „Caspar David Friedrich. Kunst für eine neue Zeit“. Zentrales Thema dieser seit langem umfangreichsten Werkschau ist sein Impulse setzendes, neuartiges Verständnis des Verhältnisses von Mensch und Natur. Die Romantik mit Friedrichs Werk stellt neben Hamburger Kunst des Mittelalters und dem Impressionismus bis hin zur klassischen Moderne - mit Werken von Edouard Manet, Max Liebermann, Edvard Munch und Franz Marc - einen der Schwerpunkte der 1869 eröffneten Hamburger Kunsthalle dar.
Nur Geschichte allein ist zeitgemäß – Das Hamburger Rathaus
Mit dem Neurenaissance-Rathaus und seinem 112 m hohen Turm setzten die Hamburger von 1886 bis 1897 ein markantes Element neben die historischen Türme der Hauptkirchen. Statuen aller Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches verknüpften im romantischen Sinne die neue Zeit mit der ruhmvollen Vergangenheit, die Dimensionen verweisen auf den wirtschaftlichen Erfolg der Stadt im 19. Jahrhundert.
Altstadt zwischen Romantik und Abrissbirne
Den bis heute nachwirkenden zwiespältigen Geist des 19. Jahrhunderts zwischen Romantik und Moderne spiegelt die Hamburger Altstadt: Die mittelalterliche Domkirche wurde abgerissen und der Stadtbrand bot die Gelegenheit, mit St. Nikolai eine neue monumentale Hauptkirche im Stil der französischen Gotik zu errichten. Gerade noch vor der Abrissbirne retten konnten die Bürger den letzten Straßenzug althamburgischer Häuser in den 1970er Jahren.

Donnerstag, 28. März 2024
Park-Kultur – Der Jenischpark und das Ernst Barlach Haus
Wie gut moderne Architektur und Kunst in einen Landschaftsgarten der Zeit um 1800 passen, beweist das Museum im Jenischpark. Der geradlinige Bau von Werner Kallmorgen setzt die Tradition klassizistischer Architektur in den von einem neuen romantischen Naturgefühl geprägten Park fort. Im Inneren sind zahlreiche Bronzeplastiken Barlachs in hellen Räumen um einen verglasten Innenhof gruppiert. Sie verweisen neben ihren modernen Momenten nicht zuletzt auf Barlachs eigene von der Romantik geprägte Mittelaltersicht.
14.00 Uhr
Individuelle Rückreise.

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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