Kulturreise-Dresden-Thomas-Morus-Akademie-Bensberg
© Frank Exß (DML-BY)

Dresdner Frühlingsblüte

Kunst und Musik in Elbflorenz

Dresden ist eine Kulturmetropole von europäischem Rang. In der Residenzstadt sammelten sich vor allem während des prunkvollen „Augusteischen Zeitalters“, dem 18. Jahrhundert, in deutschen Landen nie zuvor gesehene Schätze. Sächsisches Silber aus dem Erzgebirge machte den Ankauf von Juwelen und Schatzobjekten ebenso möglich wie die Anlage steinerner Festarchitekturen für die Hofhaltung. Zu den bildenden Künsten gesellten sich alsbald die darstellenden Künste mit Opernhäusern und Hofkapellen.
Allen Kriegen und Revolutionen zum Trotz blieb der Rang der Sächsischen Krone bis zum ersten Weltkrieg erhalten. Mit Richard Wagner und Gottfried Semper knüpft das 19. Jahrhundert an die kulturelle Blüte der Barockzeit an. Nach den Katastrophen des 20. Jahrhunderts ist es Dresden in den letzten drei Jahrzehnten gelungen, den alten Glanz wieder aufleben zu lassen. Seine vorzüglich präsentierten Sammlungen sind trotz vieler Verluste grandios, seine Oper und seine Orchester haben erneut europäischen Rang.
Zur schönsten Frühlingszeit werden die Facetten der Dresdner Kultur aufstrahlen und den Rahmen für ein hochkarätiges Kunst- und Musikprogramm bieten.

Ihr/e Reiseleiter/in

Donnerstag, 18. Mai 2023 (Christi Himmelfahrt)
Vom Rheyn an die Elbe
Individuelle Anreise nach Dresden zum Steigenberger Hotel de Saxe gegenüber der Frauenkirche.
18.00 Uhr I Begrüßung und Spaziergang durch die Altstadt mit anschließendem Abendessen in einem nahe gelegenen Restaurant.

Freitag, 19. Mai 2023
„Der festlichste und zierlichste Anblick von der Welt“
Ein ausführlicher Spaziergang erschließt vom Neumarkt aus die Innere Altstadt mit ihren architektonischen Wunderbauten: die „steinerne Glocke“ der Frauenkirche, die „Brühlsche Terrasse‘“ am Elbufer, die zierliche Katholische Hofkirche neben dem Renaissanceschloss der Wettiner und als Höhepunkt den steinernen Festsaal, den weltberühmten „Dresdner Zwinger“.
Nach einem leichten Mittagessen geht es ins „Allerheiligste der Schatzkünste“, das Historische Grüne Gewölbe im Residenzschloss. Wunderwerke aus Bernstein, Elfenbein, Gold, Silber, Bronze und jeder Art Edlen Gesteins sind - meist ohne störendes Vitrinenglas - fast zum Greifen nah.

19.00 Uhr I Besuch der Aufführung in der Semperoper
Giacomo Puccini „La Bohème“ (1896)
Mitwirkende: Tomislav Muzek (Rodolfo), Nikola Hillebrandt (Musetta), Ilya Silchuk (Schaunard) Markus Marquardt (Colline) u.v.a.
Musikalische Leitung: Stefano Ranzani, Regie: nach Christine Mielitz (1983), Bühne und Kostüme: Peter Heilein, Chor und Kinderchor der Semperoper Dresden, Sächsische Staatskapelle Dresden

Samstag, 20. Mai 2023
„Geschlagen von Türkischer Mode wie Porcellain Kranckheit“
Es war die Aufgabe einer ganzen Generation, das Dresdner Residenzschloss wieder aufzubauen und soweit als möglich im alten Stile herzurichten. Mit dem Riesensaal und den Paradezimmern Augusts II. ist diese Herkulesarbeit vor wenigen Jahren zu einem vorläufigen Abschluss gekommen. Aber auch die umfangreichen Textil- und Waffensammlungen sowie die barocken Prunkspielereien aus dem Neuen Grünen Gewölbe lohnen einen ausführlichen Besuch. Dieser wird am Nachmittag ergänzt durch einen Blick in die weltweit größte Porzellansammlung mit ostasiatischen Kunstwerken und sächsischen Meisterwerken aus Meißen.

19.30 Uhr I Besuch der Aufführung in der Frauenkirche
Ludwig van Beethoven „Missa solemnis“ in D-Dur, opus 123 (1823)
Mitwirkende: Rachel Redmond (Sopran), Olivia Vermeulen (Mezzosopran), Martin Platz (Tenor), Manuel Walser (Bariton), La Capella Nacional de Catalunya, Le Concert des Nations, Dirigent: Jordi Savall

Sonntag, 21. Mai 2023
Am Morgen Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Kapitelsamtes in der Hofkirche.
„Ich trat in dieses Heiligtum und meine Verwunderung überstieg jeden Begriff“
Raffaels „Sixtinische Madonna“ und Tizians „Zinsgroschen“, aber auch die „Schlafende Venus“ des Giorgione oder die Dresdner Stadtveduten des Bellotto sind Ikonen der Italienischen Abteilung in der Königlichen Gemäldegalerie. Die Niederländer bieten vortreffliche Rembrandts und Vermeers, die Altdeutschen Dürer, Cranach und Holbein vom Feinsten. Daneben sollte die Aufmerksamkeit auch kleineren Werken gelten, etwa dem einzigartigen Kabinett mit Portrait-Pastellen der Rosalba Carriera und Jean-Étienne Liotards „Schokoladenmädchen“.
19.30 Uhr I Besuch der Aufführung im Kulturpalast
Klavierrezital Hélène Grimaud
Werke von Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms und Robert Schumann

Montag, 22. Mai 2023
„Das Yaponnesische Palais machet mir viel Plajsier“
Mit einem historischen Schaufelraddampfer geht es morgens vom Brühlschen Ufer elbaufwärts bis nach Schloss Pillnitz. Ein ausgedehnter Spaziergang erschließt die schönsten Teile der barocken Gärten zwischen Wasser– und Bergpalais, die Orangerie und das große Kamelienhaus.
Anschließend bleibt Zeit zur Erholung in den Gärten, bis es am frühen Nachmittag wieder mit dem Schiff zurück nach Dresden geht.

20.00 Uhr I Besuch der Aufführung in der Semperoper
Gustav Mahler, Symphonie Nr. 3 in d-Moll (1896)
Mitwirkende: Christa Mayer (Alt), Damen des Sächsischen Staatsopernchores Dresden, Kinderchor der Semperoper Dresden, Dirigent: Christian Thielemann

Dienstag, 23. Mai 2023
„Au revoire, du sächsisches Schatzcabinet“
Nach dem Frühstück geht es von Dresden individuell zurück nach Hause

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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