© Kardinal- Schulte-Haus, Bensberg;

„Dass keines von ihnen verloren gehe“

Zum 130. Geburtstag von Edith Stein

Am 12. Oktober 1891 wurde Edith Stein als jüngstes von elf Kindern einer jüdisch-orthodoxen Familie geboren. Sie studierte Psychologie, Philosophie, Geschichte und Germanistik in Breslau, Göttingen und Freiburg i. Br. Ihre Auseinandersetzung mit der Spiritualität Teresa von Ávilas führte sie 1922 zur Annahme der christlichen Taufe und zum Eintritt in den Kölner Frauenkarmel. Angesichts der zunehmenden Bedrohung der Juden in Deutschland floh sie 1938 in die niederländische Ordensniederlassung Echt bei Roermond. Dort wurden sie und ihre Schwester Rosa im August 1942 verhaftet und ins Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und ermordet.

Montag, 18. Oktober 2021
Busreise ab Köln (9.45 Uhr) nach Bensberg (10.30 Uhr).

Edith-Stein-Kapelle, Bensberg
Leid, Erlösung und der Wunsch nach Erkenntnis sind die Themen, unter denen Architektur und Ausstattung der 1987 erbauten Kapelle im Kardinal-Schulte-Haus mit Edith Stein verknüpft sind. Das Triptychon im Vorraum zeigt Szenen aus dem kontemplativen und aktiven Leben der Heiligen bis zu ihrer Ermordung. Auf den Portalflügeln und in den Tambourfenstern sind ihre wichtigsten geistlichen und philosophischen Lehrer dargestellt.

Karmel Maria vom Frieden, Köln
Im Oktober 1933 trat Edith Stein in den Kölner Konvent der Unbeschuhten Karmelitinnen ein. Fortan nannte sie sich Schwester Teresia Benedicta a Cruce. Damals befand sich der Kölner Karmel an der Dürener Straße in Lindenthal. 1947 zog er in sein ursprüngliches Domizil Vor den Siebenburgen in der Kölner Altstadt-Süd. Hier befindet sich auch der Sitz der Edith-Stein-Stiftung und des Edith-Stein-Archivs.

Edith-Stein-Denkmal, Köln
Das 1999 von Bert Gerresheim gestaltete Denkmal vor dem Priesterseminar thematisiert den langen Prozess des Zweifelns und der Reflexion der Heiligen. Es lädt den Betrachtenden auf eine geradezu physische Weise ein, sich den geistigen Werdegang Edith Steins, aber auch deren erzwungenen Weg in das Vernichtungslager Auschwitz zu vergegenwärtigen.

Edith-Stein-Kapelle, Bilderstöckchen
1992 wurde im Kölner Vorort Bilderstöckchen unter Anleitung des Architekten Fritz Lill mitten im Wohnviertel die Kapelle erbaut. In den kleinen Bau wurde ein Stein aus dem Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau eingelassen.

Rückreise nach Köln (ca. 18.00 Uhr) und Bensberg (ca. 18.45 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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