Pug Girl Assisi (CC BY 2.0)/flickr

Assisi, Perugia, Foligno, Spello …

Kunst und Kultur in Umbrien

Das landschaftlich herrliche Berg- und Hügelland Umbriens am Oberlauf des Tiber ist überreich an Kunst: Neben Assisi mit dem romanischen Dom und der weltberühmten, von Giotto ausgestalteten gotischen Grabkirche des Heiligen Franziskus gibt es Denkmäler aus etruskischer, römischer und langobardischer Zeit. Traditionsreiche Städte wie Foligno, Spoleto oder Perugia, die Hauptstadt der Region, beherbergen bedeutende Museen und Monumente. Aber auch kleinere Orte inmitten von Weinfeldern und Ölbaumhainen, etwa Bevagna, Montefalco oder Spello, hüten Schätze der Romanik, Gotik oder Frührenaissance.
Betrachten Sie gemeinsam mit Dr. Andreas Thiel ausgewählte Kunstschätze Umbriens. Ausgangspunkt der Erkundungen ist das Hotel Posta Donini**** nahe Perugia.

Samstag, 5. September 2020
In Italiens grünes Herz
Flug mit Eurowings von Köln/Bonn (11.20 Uhr) nach Rom (13.20 Uhr) und Fahrt mit dem Reisebus durch das Latium und das Tibertal zum Hotel Posta Donini****.

Sonntag, 6. September 2020
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes in Assisi.
Assisi – Stadt des Heiligen Franz
Geistiges und kulturgeschichtliches Zentrum der Region ist zweifelsfrei die kleine Bergstadt Assisi, wo Kunst- und Glaubenspilger gleichermaßen die Plätze und Sehenswürdigkeiten des Ortes beleben. Der Spaziergang führt zum einstigen römischen Forum (heute Markt), wo sich ein antiker Minerva-Tempel erhalten hat, den schon Goethe bewunderte. Durch das Gassengewirr der Altstadt geht es zum romanischen Dom mit der prunkvollen Tafelfassade. Während die Burg an den jungen Stauferprinz Friedrich II. erinnert, werden in der Kirche Santa Chiara die Gründerin des Klarissenordens und das „sprechende Kreuz“ von San Damiano verehrt, welches Franziskus – so die Überlieferung – einst aufforderte, „die Kirche wiederaufzubauen“. Die kleine, von ihm erneuerte Kapelle von San Damiano befindet sich als geistlicher Kern eines kleinen Klosters in den nahen Ölbaumgärten unterhalb der Stadt. Im Tal schließlich, bei der mächtigen Kuppelkirche Santa Maria degli Angeli, sind die Portiuncula-Kapelle und der Garten mit dem dornenlosen Rosenstock Anziehungspunkte.

Montag, 7. September 2020
Spello, Bevagna, Montefalco
Sehr reizvoll liegt das Bergstädtchen Spello am Südhang des gewaltigen Massivs des Monte Subasio, der das Tibertal bei Assisi, dominiert. Antike Tortürme und mittelalterliche Paläste lassen den gepflegten Ort glänzen, der in Santa Maria Maggiore einen großen Schatz birgt: Die erzählfreudigen und farbenfrohen Fresken Pinturiccios sind wahre Meisterwerke der römischen Hochrenaissance (evtl. in Restaurierung). Auch jenseits der Tiberebene lohnen Besuche in kleinen Städten: Während in Bevagna die Schönheit der Piazza mit ihren bedeutenden romanischen Kirchen beeindruckt, hat in Montefalco der Florentiner Benozzo Gozzoli einen prachtvollen Freskenzyklus zum Leben des Heiligen Franziskus ausgeführt.

Dienstag, 8. September 2020
Perugia: Zentrum der Macht
Auf einem weiten Bergrücken thront das ein wenig düster wirkende Perugia, die wehrhafte Hauptstadt der Region Umbrien. Dom, Palazzo Pubblico und die Fontana Maggiore bilden ein beeindruckendes gotisches Ensemble im Zentrum der lebhaften Universitätsstadt. Raffaels Lehrer Perugino hinterließ hier bedeutende Werke wie etwa die allegorischen Malereien zu den Tugenden im Zunftraum der Wechsler. Von Raffael selbst birgt das Kloster San Silvestro ein sehr frühes Fresko, gleichsam eine Vorstudie zu den Stanzen im Vatikan. Die mit Werken reich ausgestattete Nationalgalerie Umbriens zeigt im Stadtpalast die Skulpturen und Malerei der Region vom Mittelalter bis in das Zeitalter des Barocks.

Mittwoch, 9. September 2020
Assisi – prachtvolle Fresken
Weltberühmt ist die Mutterkirche des Franziskanerordens mit der Grablege des Heiligen und dem Kloster. Bald nach dem Tod von Franziskus begonnen, wurde die Kirche zwischen 1280 und 1350 von den besten Künstlern Italiens ausgemalt: Cimabue und Giotto kamen aus Florenz, die Brüder Lorenzetti und Simone Martini aus Siena. So wurde San Francesco zu einem „Schatzhaus“ italienischer Gotik. Nirgendwo sonst lässt sich diese Kunst in vergleichbarer Vielfalt und theologischer Tiefe bewundern. In Foligno sind neben der romanischen Domfassade auch Fresken mit riesenhaften „bedeutenden Männern“ und Allegorien der „Sieben Freien Künste“ im spätmittelalterlichen Palazzo Trinci sehenswert.

Donnerstag, 10. September 2020
Ein Abstecher nach Arezzo
Auch wenn Arezzo zur Region Toskana gehört, steht die Stadt heute im Mittelpunkt. Denn hier schuf Piero della Francesca in San Francesco den Bildzyklus „Legende vom wahren Kreuz“, der zu den thematisch wie stilistisch wichtigsten Bildzyklen in ganz Italien zählt. Mit seinerzeit revolutionären Farben und Formen steht das Werk für die absolute „Moderne“ um 1460. Selbst Florenz staunte. Auch in den kleinen Orten Monterchi und Borgo Sansepolcro finden sich Fresken und Tafelbilder des großen Neuerers. Daneben bietet Arezzo weitere Schönheiten, wie die romanische Pieve und den wundervollen Stadtplatz unterhalb des Domhügels. Die Landschafts-eindrücke der Fahrt nach Piero reichen von der Weite des Trasimenischen Sees bis zu den Gebirgen bei La Verna und dem lieblichen Tal am Oberlauf des Tiber.

Freitag, 11. September 2020
Sehenswertes Spoleto
Im Schatten steiler Berge ragen der Dom, die mächtige Burg und die römisch geprägte Altstadt von Spoleto auf. Die Baudenkmäler dieser einst bedeutenden Stadt reichen zurück bis ins früheste Mittelalter als hier die Herzöge der Langobarden Kirchen mit vielen antiken Fragmenten schufen. Am Glanz dieser Architektur orientierten sich später auch die Baumeister des Domes, die Rosenfenster und Bildreliefs der Fassaden sind einzigartig.

Samstag, 12. September 2020
Vom Tibertal ins Rheintal
Fahrt nach Rom und Flug mit Eurowings (14.00 Uhr) nach Köln/Bonn (16.00 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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