Portrait von Annette von Droste-HuelshoffJohann-Sprick-Public-domain-via-Wikimedia-Commons
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Annette von Droste-Hülshoff

Eine literarische Ikone des 19. Jahrhunderts

Zwischen westfälischem Adelssitz und literarischer Moderne entfaltet sich das Werk einer Autorin, die wie kaum eine andere das literarische 19. Jahrhundert geprägt hat: Annette von Droste-Hülshoff. Wer ist diese Dichterin, deren Texte bis heute berühren und zugleich herausfordern? Unser Seminar lädt dazu ein, ihr Leben, Werk und Wirkung neu zu vermessen. Im Zentrum steht die berühmte Novelle „Die Judenbuche“ – gelesen als vielschichtiges Sittengemälde.

Doch Droste ist mehr als Westfalen. Am Bodensee entstehen Gedichte von existenzieller Wucht: „Am Turme“ oder „Lebt wohl“ zeigen eine Autorin zwischen Freiheitsdrang und gesellschaftlicher Bindung, zwischen Naturerfahrung, Religiosität und Selbstbehauptung.

Auch ihre ironischen Blicke auf Geschichte – etwa auf den Mythos der Varusschlacht im Teutoburger Wald – öffnen überraschend moderne Perspektiven. Das „Geistliche Jahr“ schließlich führt in poetische Grenzräume von Abschied und Neubeginn.

Wir laden Sie herzlich ein, diese Klassikerin neu zu entdecken!

Felicitas Esser
Akademiereferentin

Ihr/e Referent/in
Ihre Tagungsleitung

Samstag, 27. Juni 2026

14.00 Uhr
Wer ist Annette von Droste-Hülshoff?
Einführung in Leben, Werk und Wirkung

15.30 Uhr
Kaffee- und Teepause

15.45 Uhr
Vermessungen der Heimat
„Die Judenbuche“ als Sittengemälde zwischen Literatur und Ethnografie

18.00 Uhr
Abendessen

19.15 Uhr
Das Wunder vom Bodensee?
Annette von Droste-Hülshoff schreibt, lebt und liebt am Bodensee
Texte: „Am Turme“, „Lebt wohl“

21.30 Uhr
Ende des Veranstaltungstages


Sonntag, 28. Juni 2026

ab 7.00 Uhr
Frühstück für Übernachtungsgäste

8.00 Uhr
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes
in der Edith-Stein-Kapelle

9.45 Uhr
Ironische Blicke auf die Geschichte
Wie Annette von Droste-Hülshoff mit dem Mythos um die Schlacht im Teutoburger Wald umgeht

Texte: Westphälische Schilderungen aus einer westphälischen Feder, Drostes Beiträge aus „Das malerische und romantische Westphalen“

11.15 Uhr
Kaffee- und Teepause

11.30 Uhr
Schlussmachen. Oder auch nicht?
Das Gedicht „Am letzten Tage des Jahres (Sylvester)“ aus dem
„Geistlichen Jahr“

13.00 Uhr
Mittagessen

14.00 Uhr
Ende der Veranstaltung

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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