Am Anfang steht Mut

Auftakt zur Misereor Fastenaktion mit neuem Hungertuch: „Weg ins Ungewisse“

Was geschieht mit einer Gesellschaft, wenn über die Vergangenheit nicht gesprochen wird?
In Burundi haben Jahrzehnte von Gewalt und Vertreibung tiefe Spuren hinterlassen. Viele Familien leben mit schmerzlichen Erinnerungen, über die nie gesprochen wurde. Eine junge Generation wächst mit diesem Schweigen auf. Um gemeinsam zu gestalten, was kommt, will sie verstehen, was war. Doch oft fehlen die Worte und Orte, um ins Gespräch zu kommen. Die Misereor-Partnerorganisation Buja sans tabou schafft solche Orte. Im Projekt ABAHIZI setzen sich junge Menschen im Theater und mit Comics mit der Geschichte ihres Landes auseinander. Sie sprechen über das, was bis heute nachwirkt – und darüber, wie ein neues Miteinander wachsen kann. Das braucht Mut. Dieser ist im Mittelpunkt der Fastenaktion 2027 mit dem Leitwort „Am Anfang steht Mut“.
Durch die Fastenzeit 2027 begleitet auch das neue Misereor-Hungertuch „Weg ins Ungewisse“. Der Künstler und Menschenrechtsaktivist Bruce Clarke gestaltet darin die Frage: Was hält Menschen zusammen, wenn Sicherheiten brüchig werden, bewaffnete Konflikte die Welt erschüttern, autoritäre Kräfte stärker werden und die Polarisierung von Gesellschaften zunimmt?
Manchmal beginnt ein gemeinsamer Weg dort, wo Menschen den ersten Schritt wagen, einander wahrnehmen, zuhören und sich nicht von Angst bestimmen lassen. Das Hungertuch lädt ein, diesen Fragen nachzugehen: Was gibt Halt, wenn der Weg offen ist? Was macht Mut, aufeinander zuzugehen? Wie kann aus Unsicherheit ein Miteinander wachsen?
Wir laden Sie ein, während der Fastenzeit mit Aktionen, Gottesdiensten und Veranstaltungen in Ihrer Gemeinde, Schule oder Ihrem Verband aktiv zu werden. Welche Hintergründe, Materialien und Anregungen Misereor dazu bietet, erfahren Sie in dieser Veranstaltung.

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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