OrgelKultur Rhein Sieg Konzert Beethoven
Katholisch Soziales Institut Siegburg, HGEsch

Abschlusskonzert Festival OrgelKultur

Abteikirche St. Michael, Siegburg

Die Abtei Michaelsberg war ein Kloster des Benediktinerordens, das 1064 vom Kölner Erzbischof Anno II. gegründet wurde. Das Kloster wurde im Zuge der Reformen von Cluny zu einer Reformabtei. Als Siegburger Reform fand diese Richtung eine weite Verbreitung. Nach dem Tod des Erzbischofs Anno 1075 wurde dieser in der Abtei beigesetzt. 1736, 1762 und 1772 kam es zu Bränden in der Abtei, woraufhin sie in ihre heutige Form umgestaltet wurde.

Die Abtei bestand bis zur Säkularisation im Jahr 1803 in dieser Form, danach wurde der Kirchenschatz der Pfarrkirche St. Servatius in Siegburg zugesprochen. Die Gebäude dienten nun unter anderem der „Ersten Rheinischen Irrenheilanstalt“. 1829 wurde die Abteikirche Simultankirche und auch von der neu gegründeten evangelischen Gemeinde genutzt, die erst 1879 eine eigene Kirche erhielt. Von 1879 bis 1914 diente das Gebäude als Gefängnis. Eine Wiedererrichtung der Abtei begann 1914. Mönche der benediktinischen Sublazenserkongregation aus dem Kloster Merkelbeek in den Niederlanden besiedelten die Abtei neu und führten das Klosterleben auch über die unruhige Zeit der beiden Weltkriege hindurch, in denen die Abtei u.a. auch als Lazarett diente. Im Jahr 2011 kam es zur Auflösung der Abtei.

Zwei Jahre später errichtete die Ordensgemeinschaft der Unbeschuhten Karmeliten auf dem Michaelsberg eine klösterliche Gemeinschaft. Seit 2017 werden weite Teile des ehemaligen Abteigebäudes durch das Katholisch-Soziale Institut als Tagungszentrum genutzt.

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Ablauf

Programm

Ludwig van Beethoven (1770-1827)

Kantate auf den Tod Kaiser Josephs II.
für Soli, gemischten Chor und Orchester (WoO 87)

Bei der Kantate auf den Tod Kaiser Josephs II., der von 1741-1790 lebte, handelt es sich um das erste größere Werk Beethovens. Er schrieb es im Alter von 19 Jahren in Bonn. Der Text stammt von Severin Anton Averdonk. In dem Werk wird der Tod des Kaisers beklagt, der zugleich als Aufklärer und Kämpfer gegen religiösen Fanatismus gewürdigt wird.

Messe in C, op. 86

Beethoven schuf diese Messe von März bis August 1807 im Auftrag des Fürsten Nikolaus II. von Esterházy. Es ist die erste der beiden Messvertonungen Beethovens. Sie wirkt in ihrer subjektiv-bekenntnishaften Tonsprache ausgesprochen modern und zukunftsweisend und erschließt dem liturgischen Text ganz neue Ausdruckswelten. Sie ist ein eigenständiges Werk, das für die Weiterentwicklung der Messenkomposition im 19. Jahrhundert Maßstäbe gesetzt hat. Ihre Neuartigkeit, die dem Komponisten bewusst war („Von meiner Meße wie überhaupt von mir selbst sage ich nicht gerne etwas, jedoch glaube ich, daß ich den text behandelt habe, wie er noch wenig behandelt worden“), eröffnete einen bis dahin nicht gekannten, zeitgemäßen Zugang zum Glauben, der noch heute aktuell ist.

Mitwirkende
Kantorei und Jugendkantorei an der Johanneskirche, Troisdorf
Projektsänger*innen aus dem Kreis
Neue Philharmonie Westfalen (angefragt)
Leitung: KMD Brigitte Rauscher, Kantorin der Evangelischen Kirchengemeinde Troisdorf, Kreiskantorin des Kirchenkreises An Sieg und Rhein, Vorsitzende des Chorverbands in der EKiR e. V.

Empfang
im Katholisch-Sozialen Institut Siegburg

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

Leistungen

Eintrittskarten
Preis: 15,00 €
Ermäßigungen: Jugendliche von 7-17 Jahren 7,50 €, Kinder bis 6 Jahre frei.

Veranstaltungsort
Abteikirche St. Michael, Bergstraße, 53721 Siegburg

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