Aschermittwoch: Ein Neuanfang in der Stille

Nach den ausgelassenen Tagen des Karnevals kehrt am Aschermittwoch eine spürbare Ruhe ein. „Alles hat seine Zeit“, heißt es im Buch Kohelet – und so markiert dieser Tag den Übergang von der fröhlichen Ausgelassenheit hin zu einer Zeit der Besinnung.

Das Symbol des Tages, die Asche, erinnert an Vergänglichkeit und zugleich an einen Neuanfang. „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehrst“ – diese Worte begleiten die traditionelle Ascheauflegung. Doch gerade darin liegt auch eine Botschaft der Hoffnung: Die Asche ist nicht nur Zeichen der Endlichkeit, sondern auch der Erneuerung. Sie verweist auf die Möglichkeit, Gewohnheiten zu überdenken, innezuhalten und neue Wege einzuschlagen.

Mit dem Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit, eine Periode der Vorbereitung auf Ostern. Fasten bedeutet heute nicht nur den Verzicht auf Genussmittel, sondern kann auch eine bewusste Entscheidung sein: weniger Ablenkung, weniger Konsum, mehr Raum für Stille, Gebet und Begegnung mit sich selbst und anderen. Was belastet mich? Was kann ich loslassen? Welche Werte möchte ich in den Mittelpunkt stellen?

Die Thomas-Morus-Akademie lädt dazu ein, diese Wochen als eine Zeit bewusster Auseinandersetzung zu nutzen. Vielleicht hilft es, einen Moment der Stille in den Alltag zu integrieren, das eigene Medienverhalten zu reflektieren oder ganz praktisch Gutes zu tun. Fasten kann bedeuten, sich von Altem zu lösen und Platz für Neues zu schaffen – sei es im eigenen Denken, Fühlen oder Handeln.

Aschermittwoch ist also nicht nur das Ende der bunten Karnevalszeit, sondern auch ein Aufbruch. Ein Innehalten, das Raum schafft für das Wesentliche.