Am Ende der Welt beginnt das Denken
Der Kölner Stadt-Anzeiger porträtierte am 12. Februar 2026 den großen Filmemacher Werner Herzog als einen Künstler, der von einer jungen Generation neu entdeckt wird – als kompromissloser Denker genauso wie als poetischer Grenzgänger.
Dass ein 83-Jähriger die Generation Z fasziniert, liegt nicht zuletzt an der zeitlosen Kraft seiner Bilder und Gedanken. Im Rahmen unseres Seminars „Die literarische Vermessung der Welt“ zeigen wir Herzogs eindrucksvollen Film „Begegnungen am Ende der Welt“.
Der Film führt in die eisige Weite der Antarktis – doch wer eine klassische Naturdokumentation erwartet, wird überrascht: Herzog interessiert sich weniger für spektakuläre Tier- oder Landschaftsaufnahmen als für die existenziellen Fragen dahinter.
- Was treibt Menschen an die äußersten Ränder der Welt?
- Was sagt uns die Stille des Eises über unsere Zivilisation?
- Und warum berührt uns der „wahnsinnige Pinguin“, der scheinbar ziellos ins Nichts läuft, so sehr?
Herzog verbindet Naturbeobachtung, Philosophie und literarische Reflexion zu einer dichten, poetischen Erfahrung. Seine unverwechselbare Erzählstimme verleiht dem Film eine fast essayistische Qualität – zwischen Melancholie, Staunen und subtilem Humor.
Herzogs unverwechselbare Bildsprache macht die Filmsichtung zu einem intensiven ästhetischen Erlebnis – das wir gemeinsam erschließen und diskutieren werden. Gerade im Kontext unseres Seminars wird deutlich: Die „Vermessung der Welt“ ist nicht nur ein geographisches, sondern ein kulturelles und existenzielles Projekt. Herzogs Blick auf das Ende der Welt wird so zum Spiegel unserer eigenen Fragen.
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Quelle KStA vom 12.2.26
Felicitas Esser, Referentin Kunst, Kultur und Literatur



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