Hafen in Maltacalin-stan-Marsaxlokk-unsplash
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Malta

Mediterraner Knotenpunkt des Abendlandes

Obwohl vergleichsweise klein, ist Malta seit alters her strategisch bedeutend. Am Kreuzungspunkt des westlichen und östlichen Mittelmeeres begegneten sich über Jahrtausende Handelswege, Kulturen und Religionen. Hier verdichtet sich die Geschichte des Mittelmeerraumes. Rätselhafte Tempel aus der Jungsteinzeit zählen zu den ältesten monumentalen Bauten der Menschheit; Phönizier, Römer, Araber und Normannen hinterließen ebenso ihre Spuren wie der Johanniterorden, der Malta fast drei Jahrhunderte prägte und zur Festung gegen das Osmanische Reich ausbaute. Später wurde die Insel britische Kolonie, bevor sie 1964 ihre Unabhängigkeit erlangte. Bis heute erzählen mächtige Festungen und barocke Kirchen, honiggelbe Paläste, schmale Gassen und stille Buchten von dieser bewegten Geschichte. Im milden Frühjahr verbindet die Reise die bedeutendsten Zeugnisse der Inselgeschichte mit Küstenlandschaften, mediterranen Städten und einem Ausflug auf die Nachbarinsel Gozo.

Ihr/e Reiseleiter/in

Sonntag, 11. April 2027
Willkommen auf Malta!
Flug mit Lufthansa von Frankfurt (13.40 Uhr) nach Malta (16.15 Uhr). Fahrt zum AX The Victoria Hotel**** im Zentrum von Sliema. Ein erstes gemeinsames Abendessen stimmt auf die kommenden Tage ein.

Montag, 12. April 2027
Barocke Pracht und militärische Macht: Valletta
Hoch über dem Grand Harbour erstreckt sich die im 16. Jahrhundert von den Johannitern planmäßig angelegte Inselhauptstadt Valetta, die heute zum UNESCO-Welterbe gehört. Von den Upper Barrakka Gardens öffnet sich der Blick auf Hafenbecken, Festungen und die gegenüberliegenden „Drei Städte“. Im Archäologischen Nationalmuseum führen Funde zunächst weit in die Frühgeschichte Maltas zurück. Wenige Schritte weiter entfaltet die Johannes-Kathedrale eine ganz andere Welt: farbige Marmorböden, reiche Ausstattung und die Kunst des Barock bestimmen den Innenraum. Zu ihren bedeutendsten Werken zählt Caravaggios „Enthauptung Johannes des Täufers“. Auch der Großmeisterpalast verweist auf die einstige politische und gesellschaftliche Stellung des Ordens. Einen besonderen Blick auf die militärische Vergangenheit Maltas eröffnet schließlich das Museum im Fort St. Elmo.

Dienstag, 13. April 2027
Im Bann der Tempel: Hagar Qim, Marsaxlokk und Tarxien
An Maltas Südwestküste begegnet man Zeugnissen einer Kultur, die lange vor den Pyramiden Ägyptens monumentale Bauten errichtete. Die Tempel von Hagar Qim und Mnajdra liegen auf einer Anhöhe über dem Meer und beeindrucken gleichermaßen durch ihre Lage wie durch ihre mächtigen Steinsetzungen. Vieles über die Menschen, die diese Heiligtümer schufen, ist bis heute ungeklärt. Einen deutlichen Kontrast bildet Marsaxlokk. Fischerboote liegen im geschützten Hafen, entlang des Ufers reihen sich Restaurants und Marktstände – ein Bild, das bis heute eng mit der maritimen Tradition Maltas verbunden ist. Die Tempelanlage von Tarxien lässt mit ihren gerundeten Raumfolgen, sorgfältig bearbeiteten Steinblöcken und erhaltenen Reliefs die komplexen religiösen Konzepte der Erbauer erahnen.

Mittwoch, 14. April 2027
Von Insel zu Insel: Gozo
Schon die Überfahrt nach Gozo verändert die Perspektive. Die kleinere Nachbarinsel wirkt vielerorts offener und grüner. Auf einer Anhöhe bei Xaghra stehen die gewaltigen Tempel von Ggantija, die zu den frühesten monumentalen Steinbauten Europas gehören. Im Zentrum der Insel liegt Victoria. Über der Stadt erhebt sich die befestigte Zitadelle mit der barocken Kathedrale Mariä Himmelfahrt. Danach führt der Weg an die Westküste nach Dwejra, wo Wind und Meer eine eindrucksvolle Felslandschaft geschaffen haben. Bei geeigneter Witterung bietet eine Bootsfahrt Gelegenheit, Küste und Gesteinsformationen vom Wasser aus zu erleben.

Donnerstag, 15. April 2027
Im Spiegel der Geschichte: Vittoriosa und Maltas Süden
Der Hauptstadt gegenüber liegen die „Drei Städte“. Zu ihnen gehört Vittoriosa, die Siegreiche. Im Fort St. Angelo wird die Geschichte der „Großen Belagerung“ von 1565 lebendig; der Inquisitorenpalast erzählt von einem dunkleren Kapitel der Inselgeschichte. Bei Limestone Heritage rückt anschließend jener helle Kalkstein in den Mittelpunkt, der das Gesicht der Insel bis heute prägt. Rätselhaft bleiben die prähistorischen „Karrenspuren“ bei Clapham Junction. Den Abschluss bilden die Dingli Cliffs mit weitem Blick über das Mittelmeer.

Freitag, 16. April 2027
Historische Spuren und Paläste: Mdina und Rabat
Palazzi und Klöster prägen Mdina, die einstige Hauptstadt aus arabischer Zeit. Heute dominiert die barocke St. Paulus-Kathedrale das Bild; das benachbarte Kathedralmuseum bewahrt bedeutende Kunstschätze. Vor den Mauern liegt Rabat. Die Domus Romana mit ihren Mosaiken führt in die römische Vergangenheit, während die weitläufige St. Pauls-Kirche an das frühe Christentum auf Malta erinnert. Am Nachmittag zeigt sich eine weitere Seite der Inselkultur: Bei einer Weinprobe lassen sich Weine aus heimischem Anbau kennenlernen.

Samstag, 17. April 2027
Im Herzen Maltas: Naxxar und Mosta
In Naxxar überrascht der Palazzo Parisio mit prunkvollen Innenräumen und barocken Gärten - nicht ohne Grund wird er bisweilen als „Versailles Maltas“ bezeichnet. Auf dem Weg nach Sliema fällt in Mosta die monumentale Kuppel der Pfarrkirche ins Auge, deren Architektur an das römische Pantheon erinnert. Am Nachmittag eröffnet eine Hafenrundfahrt noch einmal neue Perspektiven auf Valletta, die „Drei Städte“ und ihre Festungsanlagen – ein eindrucksvolles Panorama jener strategischen Lage, die Maltas Geschichte entscheidend geprägt hat.

Sonntag, 18. April 2027
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes in Sliema.
Auf Wiedersehen Malta!
Zeit für einen letzten Spaziergang entlang der Strandpromenade, bevor der Transfer zum Flughafen erfolgt. Rückflug mit Lufthansa von Malta (17.05 Uhr) nach Frankfurt (19.50 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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