Januar-Lektüre (1/3): Viktor Frankl

Manchmal beginnt ein neues Jahr mit großen Erwartungen: produktiver, gesünder, strukturierter. Und manchmal beginnen wir mit einem Gefühl, das gar nicht nach Neuanfang klingt: Müdigkeit, Zweifel, Überforderung. Genau deshalb lohnt sich Viktor E. Frankl im Januar.

Frankl war Psychiater und hat erlebt, wie brüchig die Vorstellung ist, das Leben müsse „glatt“ sein, damit es Sinn hat. Sein berühmter Gedanke ist überraschend tröstlich: Sinn ist nicht nur etwas, das wir finden, wenn alles funktioniert. Sinn kann auch darin liegen, wie wir auf das antworten, was wir nicht geplant haben.

Worum geht es?

Frankl schreibt über Sinn als innere Ausrichtung. Nicht als „Motivation“, sondern als etwas, das tragfähig macht. Und er betont: Sinn ist oft verbunden mit Verantwortung – für Menschen, Aufgaben, für das, was uns anvertraut ist.

Warum passt das in den Januar?

Weil der Januar selten sofort glänzt. Und weil viele Menschen spüren: Es muss nicht alles neu werden – aber etwas darf klarer werden. Frankl hilft, den Blick auf das zu richten, was wirklich trägt.

Ein Satz zum Mitnehmen

Nicht der Druck, sondern die Frage zählt: Was erwartet das Leben von mir – heute?