Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0

Westfälische Sinfonien

Johann Conrad Schlaun in Münster

Der 1695 im Fürstbistum Paderborn geborene und 1773 in Münster verstorbene Johann Conrad Schlaun gilt als einer der bedeutendsten Baumeister des Barock. Schlaun stand ab 1729 in Diensten des Fürstbischofes Clemens August von Wittelsbach, der in Personalunion die Bistümer Münster, Paderborn, Osnabrück und Hildesheim sowie das Erzbistum Köln regierte. Der Dreiklang von beigem Sandstein, Rotbackstein und weißen Sprossenfenstern, der bei Schlaun typischerweise zu finden ist, ging unter der Bezeichnung „Westfälische Sinfonien“ in die Architekturgeschichte ein. Dank der Rekonstruktionsarbeit nach dem Zweiten Weltkrieg sind diese Gebäude weitgehend erhalten.

Dienstag, 6. Oktober 2020

8.00 Uhr
Abfahrt Köln, Gereonstraße, Haltestelle für Reisebusse

8.45 Uhr
Abfahrt Thomas-Morus-Akademie Bensberg / Kardinal-Schulte-Haus

Erbdrostenhof
Der für den fürstbischöflichen Amtmann Adolf Heidenreich Freiherr Droste zu Vischering in den Jahren 1753-57 erbaute Erbdrostenhof zählt aufgrund seines gekurvten Grundrisses und des konsequent daraus entwickelten dreieckigen Ehrenhofs zu den eigenständigsten Werken westfälisch-deutscher Rokoko-Architektur.

Clemenskirche
Ungewöhnlich auch der Grundriss der im Auftrag Clemens Augusts erbauten ehemaligen Hospitalkirche St. Clemens (1745-53). Italienischen Vorbildern folgend wurde der Zentralbau über einem kurvierten Sechseck gebildet. Dank erhaltener Originalpläne konnte die Kirche inklusive der von süddeutschen Meistern wie Johann Adam Schöpf vorgenommenen Ausmalung nach dem Krieg rekonstruiert werden.

13.00 Uhr
Mittagessen im Restaurant Ideal in Münster

Fürstbischöfliches Schloss und Schlossgarten
Die prachtvolle Dreiflügelanlage wurde erst unter Kurfürst Max Friedrich von Königsegg-Rothenfels begonnen. Der Tod Johann Conrad Schlauns erzwang dann die Fortführung des Projektes durch dessen Nachfolger Wilhelm Ferdinand Lipper. Der wie das Schloss auf der Zitadelle des 17. Jahrhunderts angelegte Schlossgarten erlebte erst im 19. Jahrhundert seine Vollendung.

St. Ägidii und Dyckburg
Beide Anlagen dokumentieren den Umgang des Historismus mit dem Schlaunschen Bauerbe. St. Ägidii wurde von Schlaun 1724-29 als Kapuzinerklosterkirche Maria zu den Engeln errichtet. Im Zuge der Umnutzung als Pfarrkirche erhielt der Wandpfeilersaal eine neue Innenraumfassung und Altäre vom neugotisch-nazarenischen Duo Vincenz Statz und Eduard Steinle. Von der außerhalb der Kernstadt Münster angelegten barocken Wasseranlage Dyckburg wurden zwischen 1735 und 1740 nur die Vorburg und eine Loreto-Kapelle realisiert. Die heute auf St. Mariä Himmelfahrt geweihte Kapelle wurde 1894 und 1914 von August Rincklake und Friedrich Stummel aus Kevelaer erweitert.

20.00 Uhr
voraussichtliche Ankunft in Bensberg

20.45 Uhr
voraussichtliche Ankunft in Köln

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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