© W. Horsch (CC BY-SA 3.0), commons.wikimedia.org

Immer wieder Maria

Marienbildnisse – alt, neu, sakral, profan

Da ist sie – immer wieder! Die Darstellungen der Jungfrau und Gottesmutter gehören seit frühchristlicher Zeit in den kirchlichen Raum. Aber auch an den Außenbauten der Kirchen und als Hausmadonnen sind sie im heiligen Köln noch immer allgegenwärtig. Dabei wurde das Bild der Maria den stilistischen, aber auch dem emotionalen Wandel der Epochen angepasst. Von den strengen Madonnen der Romanik über hoheitsvolle und liebevolle der Gotik und den verklärten des Barocks spannt sich der Bogen hin zu den Neuinterpretationen der bekannten Typen im 19. Jahrhundert und in der Moderne. Und schließlich wurden die gewohnten Bilder Marias auch Vorbild für profane Gestalten oder in der Kunst der Moderne verfremdend oder ironisch aufgegriffen.

Freitag, 16. Juli 2021
Treffpunkt an St. Georg am Waidmarkt (10.00 Uhr).

Von Immaculata bis Colonia – Madonnen in St. Georg, St. Maria im Kapitol und der Stadt
Barock verklärt steht Maria als Unbefleckte auf einem Wolkensockel. Fast byzantinisch streng dagegen erscheint sie in der modernen Mosaikfassung Johan Thorn Prikkers, der auch die Fenster für St. Georg geschaffen hat. Dem Patrozinium entsprechend gibt es eine Vielzahl von Marien in der Kapitolskirche. Aber neben romanischen Versionen findet sich vor dem Chor der Kirche eine Skulptur von Marcks, die sich auf Maria in freier Form bezieht. Die Mutter Colonia am Spanischen Bau zeigt ähnliche Tendenzen, ist aber auch mit den Hausmadonnen in der Stadt verwandt.

Von der Frau mit Artischocke bis zur gelähmten Pietà – Marienmotive in der modernen Kunst
Die traditionellen Mariendarstellungen lieferten die Vorlage für die Madonnen des 19. Jahrhunderts, wie sie am Kölner Dom zu sehen sind. Aber auch die Moderne setzt sich mit der Bildtradition auseinander, wenn auch die Ergebnisse im Museum Ludwig nicht unbedingt als fromm zu bezeichnen sind. Einen neuen religiösen, wenn auch teilweise drastischen Bildentwurf liefert dagegen Markus Lüpertz in seinen Fenstern von St. Andreas.

Ende der Veranstaltung an der Basilika St. Andreas, wenige Gehminuten vom Kölner Hauptbahnhof entfernt (ca. 18.00 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

.