Portrait_of_a_Man_by_Jan_van_Eyck-small_Public domain, via Wikimedia CommonsPortrait_of_a_Man_by_Jan_van_Eyck-small_Public domain, via Wikimedia Commons

Von Jan van Eyck bis Lucian Freud

Geschichte der Portraitmalerei

Die Portraitkunst gehört zu den faszinierendsten und zugleich wandelbarsten Gattungen der Kunstgeschichte. Unser Seminar nimmt Sie mit auf eine Reise vom Spätmittelalter bis in die Moderne – von den feinsinnigen Beobachtungen Jan van Eycks bis zu den schonungslos direkten Darstellungen Lucian Freuds.

Beginnend mit dem Spätmittelalter beleuchten wir die Herausbildung individueller Physiognomien, die zunächst noch mit älteren Darstellungskonventionen verschmelzen. Herrscherportraits markieren erste, eindeutig identifizierbare Bildnisse, bevor in der Renaissance der Mensch als autonomes Individuum hervortritt und das Portrait auch im Bürgertum Verbreitung findet.

Fragen nach Charakterisierung, Idealisierung und der Beziehung zum Betrachter rücken ins Zentrum. Und auch die psychologischen Dimensionen der Bildnismalerei – die Dargestellte wie Künstler gleichermaßen betrifft – gewinnt an Bedeutung.

Im 16. und 17. Jahrhundert erreicht die Gattung eine besondere Blüte, während das 19. Jahrhundert durch philosophische Kritik und Fotografie neue Maßstäbe setzt. Das 20. Jahrhundert schließlich erschüttert tradierte Bildvorstellungen radikal – Farbe, Form und Ausdruck lösen sich zunehmend vom Primat der Ähnlichkeit. Antlitz und Identität, ja sogar unser eigenes Selbstbild werden – mitunter auf verstörende Art – neu ausgelotet.

Herzliche Einladung nach Bensberg, die Entwicklung der Portraitkunst intensiv nachzuverfolgen!

Ihr/e Referent/in
Ihre Tagungsleitung

Samstag, 25. April 2026

14.00 Uhr
Ursprünge des Antlitzes
Von mythologischen Archetypen zur individuellen Physiognomie in Antike und Mittelalter

15.30 Uhr
Kaffee- und Teepause

15.45 Uhr
Der Durchbruch des Individuums
Nord und Süd im Dialog: Innovationen der Renaissance und die Geburt des autonomen Portraits

18.00 Uhr
Abendessen

19.15 Uhr
Das Ich im Bild
Selbstbildnisse als Experimentierfeld von Identität, Rolle und künstlerischer Reflexion

21.30 Uhr
Ende des Veranstaltungstages


Sonntag, 26. April 2026

ab 7.00 Uhr
Frühstück für Übernachtungsgäste

8.00 Uhr
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes
in der Edith-Stein-Kapelle

9.45 Uhr
Macht im Angesicht
Herrscherporträts als politische Bildprogramme von Königen, Kaisern und Päpsten

11.15 Uhr
Kaffee- und Teepause

11.30 Uhr
Das zerbrechliche Gesicht der Moderne
Fotografie, neue Medien und die radikale Neuvermessung des Portraits im 19. und 20. Jahrhundert

13.00 Uhr
Mittagessen

14.00 Uhr
Ende der Veranstaltung

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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