Mondrian – zum 150. Geburtstag
Der niederländische Maler Piet Mondrian ist eine Schlüsselfigur der Moderne. Aus Anlass seines 150. Geburtstages lädt diese Ferienakademie zur Spurensuche in das Land seiner Herkunft ein. Seine frühen Jahre in den Niederlanden prägten Mondrian entscheidend. Als Sohn eines Lehrers erwarb er zunächst selbst die Lehrbefähigung als Zeichenlehrer für höhere Schulen, bevor er sich für die Künstlerlaufbahn entschied. Zunächst arbeitete er, angeleitet durch Vater und Onkel, als Landschaftsmaler in der Tradition der Haager Schule. Bei seinem ersten Aufenthalt in Paris vor dem Ersten Weltkrieg kam Mondrian mit dem Kubismus in Berührung. Nach seiner Rückkehr in die Niederlande gehörte er 1917 zu den Mitbegründern der bahnbrechenden Künstlervereinigung De Stijl, die nicht zuletzt auch das Weimarer Bauhaus beeinflusste. Wieder in Paris entwickelte Mondrian seine Idee der „Nieuwe Beelding“ (neue Gestaltung), die er dann in den berühmt gewordenen abstrakten Kompositionen bis zu seinem Tod 1944 in New York realisierte. Aus streng calvinistischem Hause stammend, beschäftigte sich Mondrian intensiv mit religiösen Fragen. Seine Neigung zur Theosophie fand Niederschlag in seinem Werk. Mondrians faszinierende Werke sind in einigen bedeutenden Sammlungen der Niederlande präsent. Auf dieser Reise werden daher einerseits die niederländischen Schauplätze von Mondrians Leben besucht und andererseits in den Museen ein umfassender Einblick in sein Œuvre und das seiner Zeitgenossen gewonnen.
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