Sehnsuchtsort Istanbul? Akademie im Schauspiel Köln

Sehnsuchtsort Istanbul? Akademie im Schauspiel Köln

Nuran David Calis, deutsch-armenische Regisseur, geht mit seinem Stück „Istanbul“ auf die Konflikte zwischen Erdogananhängern und Gegnern ein. Doğan Akhanlı, kürzlich erst in Madrid wieder freigelassen, übernahm während des Abends seine Rolle wieder ein, die sein Sohn vertretungsweise während seiner Inhaftierung ausgefüllt hatte. Ein starker dramaturgischer Moment. „Istanbul“ beendet nun die Trilogie mit ihrem partizipativen Ansatz: Laien und Betroffene begegnen Ensemble-Mitgliedern in einer offen angelegten Diskussion mit Live-Erzählungen. Und zum Abschluss des Abends eine Gesprächsrunde mit dem Publikum. In Vertretung für den verhinderten Regisseur Nuran David Calis diskutierte als Einführung in das Theaterstück der Kölner Theater- und Medienwissenschaftler Professor Peter W. Marx mit den Teilnehmenden der Akademietagung. (Is, 3.11.2017)

© Wolfgang Isenberg