Ein geistlicher Abend im Kölner Dom

Der Dom als Mitte der Stadt. Ein geistlicher Abend im Kölner Dom

Als Wahrzeichen Kölns überragt der Kölner Dom die Wohn- und Geschäftshäuser zu seinen Füßen. Und dennoch ist er nicht ein Fremdkörper zwischen den schmalen Häusern und engen Gassen: Der Dom als Mittelpunkt des Lebens in der alten Stadt prägt nicht nur das Stadtbild, sondern auch das Lebensgefühl der Menschen. So begann der geistliche Abend im Kölner Dom mit einer Orgelimprovisation über das Lied aus dem Gotteslob „Eine große Stadt ersteht“. Domdechant Robert Kleine widmete sich in seinem geistlichen Impuls der Frage, auf welche Weise der gotische Dom Abbild des himmlischen Jerusalem sein will. Prof. Dr. Hans-Joachim Höhn, Professor für Katholische Theologie an der Universität zu Köln, stellte Überlegungen an, wie die moderne Stadt, wie der von den Hochhäusern in der Ferne sichtbare Horizont als modernes Bild für die Gottsuche des Menschen zu verstehen sei. Dr. Joachim Oepen vom Historischen Archiv des Erzbistums Köln warf einen Blick auf das Domumfeld, das in der Geschichte der Stadt Köln immer von Brüchen und Gegensätzen gekennzeichnet war. Domorganist Winfried Bönig rahmte die Wortbeiträge des Abends mit Werken von Johann Pachelbel, Charles Tournemire, Camille Saint-Saens und Charles Marie Widor ein. (Wü, 25.10.2018)