© Stefan Didam, CC BY-SA 3.0
© Stefan Didam, CC BY-SA 3.0

Zwischen Wald und Wiesen, Berg und Tal

Adelssitze im Bergischen Land

Keine andere europäische Landschaft besitzt auf vergleichbar engem Raum eine so große Anzahl von Wasserburgen wie die Region zwischen Bonn, Aachen und Köln. Weit über 100 Burgen und Schlösser, auch rechts des Rheins, geben Kunde vom Leben und Herrschen in der Feudalgesellschaft des Mittelalters bis zum Absolutismus. Viele dieser Anlagen befinden sich nach wie vor in Familienbesitz. Die Frage ihrer öffentlichen Nutzung und damit ihres dauerhaften Erhalts wird von den Eigentümern recht unterschiedlich beantwortet.

Leistungen

Der Preis für die Erkundung beträgt 147,00 € und umfasst:

  • Busreise ab Köln und Bensberg sowie zurück;
  • Zwei-Gänge-Mittagessen im Hotel-Restaurant Zum Holländer in Lindlar;
  • Führungen durch das Archiv­depot der Vereinigten Adels­archive im Rheinland e.V. durch Herrn Dr. Hans-Werner Langbrandtner;
  • Führung durch Freiherr Peter von Fürstenberg (Außenanlage Schloss Gimborn);
  • Führung durch Hubertus Prinz zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg oder seine Gattin Sema Meray (Schloss Strauweiler);
  • Exklusiver Zugang zu den Anwesen;
  • Führungen und Eintritte.
Ablauf

Mittwoch, 15. Mai 2019
Busreise ab Köln (8.15 Uhr) und Bensberg (9.00 Uhr) nach Engelskirchen.

Schloss Ehreshoven in Engelskirchen
Das wohl im 14. Jh. gegründete Anwesen befand sich bis 1920 im Besitz der Grafen von Nesselrode. Gräfin Marie von Nesselrode-Ehreshoven (1853–1920) vererbte es der Rheinischen Ritterschaft, um dort ein weltliches Fräuleinstift für adlige Damen einzurichten. Die aus dem 14./15. Jh. stammende Wasserburg mit renaissancezeitlicher Kapelle wurde Ende des 17. Jh. barock umgebaut. In Schloss Ehreshoven befindet sich das Depot der Vereinigten Adelsarchive im Rheinland.

Schloss Heiligenhoven in Lindlar
Das Schloss wurde 1363 erstmals erwähnt. Die Gebäude selber entstammen dem Spätbarock (1758-60). Der englische Landschaftspark wurde um 1800 angelegt. Die Nutzung des Schlosses liegt seit 1928 in öffentlicher Hand. Zurzeit wird dort von einem privaten Investor eine Klinik eingerichtet.

Schloss Gimborn in Marienheide
Die ehemals wasserumwehrte Anlage entstammt im Wesentlichen Baumaßnahmen ab 1602. Damals war sie im Besitz des mainfränkischen Geschlechts von Schwarzenberg. Der brandenburgische Minister Adam von Schwarzenberg hatte bis 1621 die Landeshoheit im vormaligen Amt Neustadt (Bergneustadt) erobert und führte innerhalb seiner Herrschaft auch gegen seinen Landesfürsten eine straffe Rekatholisierung durch. Heute befindet sich das Anwesen im Privatbesitz des Freiherrn Peter von Fürstenberg und dient als Tagungs- und Begegnungsstätte.

Schloss Strauweiler in Odenthal
Den ältesten Baubestand der vier Anlagen bietet Schloss Strauweiler. Lediglich der Südtrakt (1665) und eine Remise (18. Jh.) des sonst aus dem 15.-17. Jh. gebauten Komplexes entstammen späterer Zeit. Seit 1955 ist das Anwesen im Besitz der Familie Sayn-Wittgenstein-Berleburg, die es bis heute ausschließlich privat nutzt.
Rückreise nach Bensberg (ca. 18.30 Uhr) und Köln (ca. 19.15 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.