Kreuz

Womit überzeugt das Christentum?

Der Richtungsstreit um die missionarische Aufgabe der Kirche und ihrer Gläubigen

An der Frage, wie sich die Kirche in einer weithin säkularisierten Welt verstehen und mit welcher Botschaft sie auf Menschen zugehen soll, ist in den letzten Monaten und Jahren ein immer schärfer geführter Richtungsstreit entbrannt. Zwar soll sich die Kirche dem 2. Vatikanischen Konzil zufolge als „ihrem Wesen nach missionarisch“ verstehen – aber was das unter den Bedingungen der Gegenwart und lange nach dem Ende der Volkskirche bedeuten soll, das scheint immer weniger klar zu sein.
Sollte sich die Gläubigen, wie von den zahlreichen Unterzeichnern des Anfang des Jahres erschienen „Mission Manifest“ gefordert, an freikirchlich-charismatischen Konzepten der aktiven Missionierungsarbeit orientieren und durch persönliche Begeisterung auf andere vorbildhaft wirken? Oder sollten die Christen den Auftrag zur Mission eher als persönliche Suche nach den Spuren Gottes in der Welt verstehen – auch unter der Gefahr der eigenen Sprachlosigkeit und eines immer weiteren öffentlichen Relevanzverlusts einer Kirche, die mit ihrer Botschaft doch eigentlich etwas zu sagen hätte? Oder sollten sie für ihren Glauben vor allem durch Mitgestaltung von Welt und Gesellschaft einstehen?
Vor Probleme im angemessenen Verständnis von Mission ist die Kirche aber auch im Dialog mit Menschen anderen Glaubens oder mit Nichtgläubigen gestellt. Mit welchem Selbstverständnis sollte sie ihren Glauben etwa vor Menschen vertreten, die nach Vertreibung und Flucht nach Deutschland kommen? Wie kann es gelingen, mit Überzeugung für den eigenen Glauben einzustehen, ohne dabei im schlechten Sinne zu „missionieren“? Welche Perspektiven auf Mission lassen sich außerdem durch Blicke auf andere Weltteile gewinnen?

Neu: Über den Button „Jetzt anmelden“ können Sie sich direkt online anmelden und den Kostenbeitrag sofort und sicher entrichten. Alternativ schicken Sie uns wie bisher eine E-Mail an akademie@tma-bensberg.de.

Leistungen

Der Preis für die Veranstaltung beträgt 120,00 € pro Person und umfasst:

  • Tagungsbeitrag;
  • Abend- und Mittagessen als Drei-Gänge-Buffet;
  • Mineralwasser im Tagungsraum;
  • Kaffee- und Teepausen mit Gebäck bzw. Kuchenangebot;
  • 1 Übernachtung im Einzel- oder Doppelzimmer zur Einzelnutzung;
  • reichhaltiges Frühstücksbüffet.

Tagungsort
Die Veranstaltung findet statt im Kardinal-Schulte-Haus, Sitz der Thomas-Morus-Akademie Bensberg. Das Kardinal-Schulte-Haus ist ein modernes Konferenzhotel des Erzbistums Köln, ruhig gelegen in einer 8 ha großen Parkanlage, auf einer kleinen Anhöhe in Bensberg (20 km östlich von Köln). Bei klarem Wetter beeindruckt der Panoramablick vom „Bergischen Balkon“ über die Kölner Bucht. Das Haus verfügt über insgesamt 44 Einzelzimmer sowie 106 Doppel- und Zweibettzimmer, jeweils ausgestattet mit TV und Radio, Safe, kostenfreiem WLAN und Bad mit Dusche/WC und Fön. (www.k-s-h.de)

in Zusammenarbeit mit:

Logo Uni Freiburg

Ablauf

Freitag, 14. Dezember 2018

14.00 Uhr    
Begrüßung und Einführung

Die Kirche und ihr missionarisches Profil
Die aktuelle Problemlage als Chance für die Zukunft?

Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer, Arbeitsbereich Christliche Gesellschaftslehre, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

15.30 Uhr    
Kaffee- und Teepause

15.45 Uhr    
Findet eine Evangelikalisierung des Christentums statt?
Blicke auf die Entwicklungen in Lateinamerika und anderswo
Prof. Dr. Jens Köhrsen, Fachbereich Religionswissenschaft, Universität Basel

18.00 Uhr    
Abendessen

19.00 Uhr    
Selbstverständnis – Botschaft – Außenwirkung
Auf der Suche nach einem tragfähigen Verständnis von Mission

Diskussion mit
JProf. Dr. Bernhard Spielberg, Freiburg
Prof. Dr. Jens Köhrsen, Basel
Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer, Freiburg
Dr. Werner Kleine, Citypastoral Wuppertal
Prof. Dr. Patrik Höring, Fachbereich Praktische Theologie, Philosophisch-Theologische Hochschule SVD, Sankt Augustin
Dr. Werner Höbsch, Brühl

21.15 Uhr    
Ende des Veranstaltungstages

Samstag, 15. Dezember 2018

Frühstück für Übernachtungsgäste ab 7.00 Uhr

9.30 Uhr    
Zeugnis sein – Zeugnis geben?
Dialog und Verkündigung im Gespräch mit Nichtglaubenden und Andersglaubenden
Dr. Werner Höbsch, ehem. Leiter des Referates Dialog & Verkündigung des Erzbistums Köln

11.00 Uhr     
Kaffee- und Teepause

11.30 Uhr    
Eindeutig christlich?
Christsein zwischen Gleichgültigkeit und Fundamentalismus
JProf. Dr. Bernhard Spielberg, Arbeitsbereich Pastoraltheologie, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

13.00 Uhr    
Mittagessen

14.00 Uhr    
Ende der Veranstaltung

Leitung und Moderation
Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer, Arbeitsbereich Christliche Gesellschaftslehre, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Dr. Michael Hartlieb, Thomas-Morus-Akademie Bensberg

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.