© LVR-ZMB, Dominik Schmitz
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Wo Loplop geboren wurde

Dada und Surrealismus in Brühl und Köln

Köln war Dada, als im November 1919 die erste Kölner Dada-Ausstellung stattfand. Mit dieser Anti-Kunst-Bewegung, die während des Ersten Weltkriegs mit der Eröffnung des legendären Cabaret Voltaire in Zürich ihren Anfang nahm, wandten sich die Künstler sowohl gegen die etablierte als auch die expressionistische Kunst sowie gegen die Verantwortlichen des massenhaften Sterbens auf den Schlachtfeldern. Einer der Hauptvertreter dieser provokanten und kurzlebigen Bewegung war der in Brühl geborene Max Ernst, der sich mit dem vogelähnlichen Loplop ein Alter Ego zulegte. Zusammen mit Hans Arp, Alfred F. Gruenwald alias Johannes Theodor Baargeld initiierte er den Kölner Zweig des Dadaismus. Nach weiteren skandalumwitterten Ausstellungen ging Ernst nach Paris, wo er im Kreis um André Breton zum Mitbegründer des Surrealismus wurde. In dieser Kunstrichtung verband sich das Provokante des Dadaismus mit dem psychoanalytischen Blick auf das Unbewusste.

Leistungen

Der Preis für die Erkundung beträgt 105,00 € und umfasst:

  • Zwei-Gänge-Mittagessen im Café Chez Max im Max Ernst Museum Brühl;
  • Fahrtkarte für Fahrt vom Bahnhof Brühl nach Köln Hbf.; 
  • Bereitstellung eines Funk-Kopfhörers;
  • Führungen und Eintritte.

Hinweise
Die Fahrt vom Brühl nach Köln erfolgt mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die restlichen Besichtigungs­ziele werden zu Fuß erreicht.

Ablauf

Mittwoch, 13. November 2019
Treffpunkt vor dem Bahnhof (Stadtseite) in Brühl (10.30 Uhr).

Brühl – Nähe und Distanz
Unweit des Schlosses Augustusburg steht das Geburtshaus von Max Ernst.Sowohl zu seinem Vater Philipp Ernst als auch zu seiner Geburtsstadt hatte Max Ernst ein gespanntes Verhältnis. Dennoch schuf er als arrivierter Künstler für den Marktplatz einen Skulpturenbrunnen. Seit 2005 besitzt die Stadt das einzige nach ihm benannte Museum der Welt. Hier lässt sich sein Werk von den Anfängen über Dada bis hin zum Surrealismus nachvollziehen.

Museum Ludwig – Surrealismus
Mit ihren Ausstellungen provozierten die Kölner Dadaisten das Publikum in der Domstadt. Dass ausgerechnet einmal im Kölner Museum Ludwig mit „Das Rendezvous der Freunde“ (1922) Max Ernsts Programmbild des Surrealismus hängen würde, war damals nicht abzusehen. Daneben lassen sich hier weitere herausragende Werke des Surrealismus finden.

Köln – eine surreale Großstadt
Für die Surrealisten war die Großstadt mit ihren Bauten, Schaufensterauslagen, Denkmälern und den schon damals allgegenwärtigen Wer­­beplakaten und -malereien ein Ort der Inspiration. Hier trafen Dinge zwischen großer Bedeutung und maßloser Banalität aufeinander und traten in eine spannende assoziative Beziehung. Ein Stadtspaziergang durch Köln zu Orten von Max Ernsts Wirken vervollständigt die Sicht auf Loplops Welt.

Ende der Veranstaltung am Kaiser-Wilhelm-Ring in Köln (ca. 18.00 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.