© Felix
Nussbaum Haus, Angela von Brill
© Felix Nussbaum Haus, Angela von Brill

Wider das Vergessen!

Felix Nussbaum und Erich Maria Remarque

Vor nunmehr über 370 Jahren wurde in Osnabrück und Münster der Westfälische Frieden ausgehandelt. Osnabrück nennt sich aus diesem Grund Friedensstadt und unterhält ein eigenes Büro zur Friedenskultur. Diesem Büro sind Dutzende von gesellschaftlichen und institutionellen Akteuren angeschlossen, die mit Gedenkveranstaltungen, künstlerischen Aktionen, Ausstellungen und vielem mehr konstruktive und konzertierte Beiträge zur Fortentwicklung des Friedens leisten. Mit dem Museum Felix-Nussbaum-Haus und dem Erich Maria Remarque-Friedenszentrum bestehen zwei Institutionen, die sich in ganz besonderer Weise der Kultur des Erinnerns widmen.

Leistungen

Der Preis für die Erkundung beträgt 135,00 € und umfasst:

  • Fahrt mit der Deutschen Bahn (2. Klasse) von Köln Hbf. nach Osnabrück Hbf. und zurück;
  • Zwei-Gänge-Mittagessen im Restaurant Weinkrüger in Osnabrück;
  • Führung durch das Felix-Nussbaum-Haus;
  • Führungen und Eintritte.
Ablauf

Mittwoch, 30. Januar 2019
Bahnfahrt ab Köln Hbf. (8.09 Uhr) mit dem IC nach Osnabrück Hbf.

Erich Maria Remarque-Friedenszentrum
Das 1996 eröffnete, von Stadt und Universität Osnabrück gemeinsam betriebene Friedenszentrum beherbergt die Dauerausstellung „Unabhängigkeit – Toleranz – Humor“ zu Leben und Werk Erich Maria Remarques (1898-1970), dem in Osnabrück geborenen Autor von „Im Westen nichts Neues“. Dem Friedenszentrum gehört zudem das Erich Maria Remarque-Archiv mit der angeschlossenen Forschungsstelle Krieg und Literatur an. Die aktuelle Sonderausstellung ist dem expressionistischen Lyriker und Pazifisten Armin Theophil Wegner (1886-1978) gewidmet.

Felix-Nussbaum-Haus
„Wenn ich untergehe – lasst meine Bilder nicht sterben“. Wie kein anderer Künstler hat der 1904 ebenfalls in Osnabrück geborene und 1944 in Auschwitz ermordete Maler Felix Nussbaum alle Erfahrungen der Jahrzehnte nach dem Ersten Weltkrieg in seinen Bildern festgehalten und als Teil seiner eigenen Situation als Jude im nationalsozialistischen Deutschland reflektiert. Osnabrück bewahrt mit über 200 Werken die weltgrößte Sammlung von Bildern Nussbaums. Der 1998 eröffnete Museumsbau des amerikanischen Architekten Daniel Libeskind verschafft den Bildern einen räumlichen Kontext, in dem die tragische Verknüpfung von Leben und Schaffen Felix Nussbaums zum bestimmenden Eindruck wird. Libeskind bezeichnete seinen Entwurf als „Museum ohne Ausgang“; der „Gang der ungemalten Bilder“ ist auf die Villa Schlikker ausgerichtet, die von 1932 bis 1945 einen Sitz der NSDAP beherbergte.

Rückreise mit dem IC von Osnabrück Hbf. nach Köln Hbf. (19.46 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.