„Wenn jemand sich das Leben nimmt …“

Suizid: Prävention, Intervention und Nachsorge

Der Tod durch Suizid stellt Lebenspartner und Angehörige, Unternehmen und Organisationen, aber auch Einsätzkräfte in Polizei und Bundeswehr vor besondere Herausforderungen. Die Frage, ob ein Suizid nicht im Vorfeld hätte bemerkt und verhindert werden können, belastet vielfach das Umfeld intensiv – und die damit aufbrechende Schuldfrage auch. Die Herausforderung, in der Trauer eine angemessene Würdigung des oder der Verstorbenen zu finden, entsteht in einer oft sehr belasteten Situation von Angehörigen, aber auch des beruflichen Umfeldes. Die Fachtagung soll internationale Studien zum Thema Suizid vorstellen und zum Austausch über Strategien zur Prävention und über Erfahrungen aus der Nachsorge anregen. Angesprochen sind Akteure aus der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) und Notfallseelsorge, der Beratungsarbeit, aber auch Mitarbeitende von Forschungseinrichtungen, Polizei und aus den europäischen Armeen.

Here you find the program in English.

Hier finden Sie das Anmeldeformular für den Fall, dass die Rechnung über den Teilnehmerbeitrag an Ihre Institution gestellt werden soll.

Leistungen

Der Tagungsbeitrag für die Fachtagung beträgt 309,00 €. Er beinhaltet:

  • Tagungsbeitrag,
  • Simultanübersetzung,
  • Abend- und Mittagessen als Buffet,
  • Mineralwasser im Tagungsraum,
  • Kaffee- und Teepausen,
  • zwei Übernachtungen im Einzelzimmer, Dusche /WC und Frühstück).

Das Kardinal-Schulte-Haus
Die Veranstaltung findet statt im Kardinal-Schulte-Haus, Sitz der Thomas-Morus-Akademie Bensberg und modernes Konferenzhotel des Erzbistums Köln, ruhig gelegen in einer 80.000 Quadratmeter großen Parkanlage, auf einer kleinen Anhöhe in Bensberg (20 km östlich von Köln). Bei klarem Wetter beeindruckt der Panoramablick vom „Bergischen Balkon“ über die Kölner Bucht. Das Haus verfügt über insgesamt 44 Einzelzimmer sowie 106 Doppel- und Zweibettzimmer, jeweils ausgestattet mit TV und Radio, Safe, kostenfreiem WLAN und Bad mit Dusche/WC und Fön. (www.k-s-h.de)

Veranstalter
Thomas-Morus-Akademie Bensberg
www.tma-bensberg.de
Bund Deutscher Kriminalbeamter, Berlin
www.bdk.de
Stiftung Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland
www.stiftung-notfallseelsorge.de

Ablauf

Sonntag, 24. Februar 2019

14.00 Uhr   
Begrüßung
Andreas Würbel, Referent, Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Hermann-Josef Borjans, Bund Deutscher Kriminalbeamter; Bundesvorstand; Sprecher Kriminalprävention und Opferschutz, Berlin  
Militärdekan Dr. Uwe Rieske, Evangelisches Militärpfarramt Bonn II, Hardthöhe (Bundesministerium der Verteidigung)

Grußwort und Einführung in Thematik
Herbert Reul, Minister des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf

15.00 Uhr    
Beobachtungen zur Hirnphysiologie bei Suizidalität
Erkenntnisse und Folgerungen für Therapie und Nachsorge bei Angehörigen
Dr. med. Alexander Jatzko, Chefarzt der Klinik für Psychosomatik, Kaiserslautern (D)

16.00 Uhr    
Kaffee- und Teepause

16.30 Uhr    
Leitlinien zur Unterstützung von Angehörigen und Betroffenen nach einem Suizid
Ertrag und Ergebnisse einer umfang­reichen nationalen Studie der Univer­sität Manchester
Dr. Sharon McDonnell, Managing Director, Suicide Bereavement (UK)

17.30 Uhr    
Suizid in Institutionen und Unternehmen
Aspekte zur Krisenintervention und Notfallseelsorge für betroffene Gruppen
Pfr. Albrecht Roebke Notfallseelsorge Bonn/Rhein-Sieg (D)

18.30 Uhr    
Abendessen

19.30 Uhr  
Suizid – das Leben verändert sich radikal
Gespräch mit Angehörigen und Einsatzkräften
Angela Samata, Präsentatorin BBC, Liverpool (UK)
Sergeant Stuart Charlesworth, Greater Manchester Police (UK)
Pfr. Albrecht Roebke, Bonn

Montag, 25. Februar 2019

 8.00 Uhr    
Frühstück für Übernachtungsgäste

 9.00 Uhr    
Hilfen und Unterstützung bei Suizidalität – was brauchen Betroffene?
Suizid und Prävention aus wissenschaftlicher Perspektive
Prof. Jenny Shaw, Forensic Psychiatrist, Manchester University (UK)

10.00 Uhr    
Zum Umgang mit Suiziden in der Polizei von Nordrhein-Westfalen
Erfahrungen, Leitlinien und Konsequenzen
KOR Robert Hermann, Landesamt für Aus- und Fortbildung der Polizei, Selm (D)

10.45 Uhr    
Kaffee- und Teepause

11.15 Uhr    
Erfahrungen mit Bahnsuiziden in Österreich und der Nachsorge für die Mitarbeiter/-innen
Dipl. Ing. Dr. Leopold Cecil, Vertreter ÖBB, PSNV Wien (A)

12.00 Uhr    
Zwischen Aggression und Schuldfragen
Leitlinien und Erfahrungen für die Nachsorge nach Suizid
Chris Paul, Trauerinstitut Deutschland, Bonn (D)

13.00 Uhr    
Mittagessen

14.30-16.30 Uhr
Parallele Workshops
Kaffee- und Teepause zwischendurch

1.    Psychosoziale Begleitung von Einsatzkräften
Stefanie Schramm, Institut Intakkt, Krefeld
Adele Owen, GM Suicide Prevention Programme Manager (UK)

2.    Krisenintervention nach Suiziden in Haft
Dietmar Hohmt, Justizvollzug NRW (D)  
Helen Bishton, Papyrus (UK)

3.    Unterstützung von Hinterbliebenen nach Suizid
Liz Koole, Bereavement Specialist, Suicide Bereavement (UK)
Chris Paul, AGUS, Bonn (D)

4.    Suizid und Kommunikation
Ina Strating, Expertin Krisenkommunikation (NL)
Hermann-Josef Borjans, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Berlin (D)

5.    Suizid in Uniform
N.N. Vertreter von Polizei aus D
Stuart Charlesworth (UK)

6.    Umgang mit Suizid im Bereich der Bahn
N.N., Krisenteam Tirol (A)
Christian Randegger, edyoucare, Fachstelle für Gewaltprävention, Krisenintervention und Trauerbegleitung, Elgg (CH)

7.    Kooperation am Einsatzort
Dr. Edith Gorlee, Gerichtsmedizin (NL)
Shirley Smith, Postvention Specialist, IUCareShare (UK)

17.00 Uhr    
Suizid als Tabu
Schuld, Scham und religiöse Perspektiven
Andrea Walraven-Thissen, Crisis Support Manager, Suicide Bereavement UK, Hellenthal (D)

18.00 Uhr    
Der Suizid meines Mannes
Ein Erfahrungsbericht
Angela Samata, BAFTA nominated BBC Documentary maker, Liverpool (UK)

19.00 Uhr    
Abendbuffet
anschließend Zeit für Gespräche und Begegnungen

Dienstag, 26. Februar 2019

 8.00 Uhr    
Frühstück für Übernachtungsgäste

 9.00 Uhr    
Krisenintervention nach Suiziden von Einsatzkräften in Feuerwehr und Rettungsdienst und in der Bundeswehr
Dipl.-Psych. Stefanie Schramm,
Institut intakkt, Krefeld (D)
Militärdekan Dr. Uwe Rieske, Evangelisches Militärpfarramt Bonn II (D)

9.45 Uhr    
Suizidprävention und moderne Medien
Die Bedeutung von Internet und Apps
Anke Wammes, 113online (NL)

10.30 Uhr    
Suizid – ein Blick aus der Sicht der Justiz
Peter Biesenbach, Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (angefragt)

11.15 Uhr    
Kaffee- und Teepause

11.45 Uhr    
„Wenn jemand sich das Leben nimmt …“
Podiumsgespräch und Resümee der Tagung u. a. mit Peter Biesenbach, Justizminister des Landes Nordrhein-Westafen, Düsseldorf (angefragt
Prof. Dr. Sharon McDonnell, Manchester (UK)0
Chris Paul, Dipl.-Psychologin, AGUS, Trauerinstitut Deutschland (D)

13.00 Uhr  
Mittagessen

14.00 Uhr    
Ende der Tagung

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.