Vermögend. Vernetzt. Erfolgreich.

Auf den Spuren der „Malerfürsten“ Lenbach, Kaulbach und Stuck

Franz von Lenbach, Friedrich August von Kaulbach und Franz von Stuck sind als die „Münchner Malerfürsten“ bekannt. Sie waren nicht nur erfolgreich, sondern verfügten auch über außergewöhnliche Netzwerke, die sie mit allen wichtigen Akteuren der Epoche – mit Kunsthändlern, Kunstverlegern, Neureichen, Politikern, Adeligen – verbanden. Sie inszenierten sich selbst und ihre Familien in der Öffentlichkeit, die wiederum gerne einen regen Anteil an ihrem Leben nahm. Lenbach, Kaulbach und Stuck lebten in prunkvollen Residenzen, die Menschen standen Schlange, um sich von ihnen malen zu lassen. Die Münchner Malerfürsten: ein Phänomen!
Folgen Sie mit der Kuratorin der Bonner Ausstellung „Malerfürsten“, Dr. Katharina Chrubasik, in München den Spuren dieser legendären und prägenden Persönlichkeiten: in Künstlerhäuser, Museen und bei Spaziergängen. Sie werden Antworten finden auf Fragen wie: Welche Rahmenbedingungen bot München im späten 19. Jahrhundert für diese Entwicklungen? Und wie war es überhaupt möglich kometenhaft aufzusteigen, in einer Stadt mit so vielen Künstlern? Welche Strategien haben Lenbach, Kaulbach und Stuck dafür entwickelt?

Mittwoch, 21. November 2018
Individuelle Anreise zum Kardinal Wendel Haus, Tagungszentrum der Katholischen Akademie Bayern, am Englischen Garten gelegen. (vgl. Anreisehinweise)

16.00 Uhr |Begrüßung bei Kaffee, Tee und Gebäck

16.30 Uhr |Einführungsvortrag und Gespräch in der Bibliothek des Kardinal Wendel Hauses
Vermögend. Vernetzt. Erfolgreich.
Die „Münchner Malerfürsten“
Dr. Katharina Chrubasik, Bonn
Kunsthistorikerin, Kuratorin der Ausstellung „Malerfürsten“ in der Bundeskunsthalle Bonn
19.30 Uhr | Abendessen in einem örtlichen Restaurant

Donnerstag, 22. November 2018
Franz von Lenbach: Der große Porträtist
Der Tag ist vor allem Franz von Lenbach gewidmet, der am Ende des 19. Jahrhunderts eine wichtige Rolle in der Münchner Gesellschaft und der Kunstszene spielte. Wir blicken auf den Beginn seiner Karriere in der Schack Galerie, in der zahlreiche Kopien von Lenbach nach Alten Meistern präsentiert werden und besichtigen seine prächtige Villa am Königsplatz, die er sich als Malerfürst baute. Aber auch den Verbindungen zu seinen Künstlerfreunden Friedrich August von Kaulbach und Franz von Stuck sowie der Münchner Vereinigungen der Künstler wie die Künstlergenossenschaft und die Allotria gilt das Interesse.

10.00 Uhr |Besuch und Führung in der Schack Galerie mit Kopien nach Alten Meistern von Franz von     Lenbach

11.30 Uhr |Besuch und Führung in den historischen Räumen des Lenbachhauses

13.00 Uhr |Gelegenheit zur Mittagspause im Museums-Restaurant und Zeit für individuelle Besuche ausgewählter Bereiche der Städtischen Galerie im Lenbachhaus

15:00 Uhr |Spaziergang auf den Spuren der Münchner Künstlergenossenschaften mit einem Besuch im Münchner Stadtmuseum

19.30 Uhr |Abendessen in einem örtlichen Restaurant

Freitag, 23. November 2018
Kaulbach und Stuck: Die letzten Malerfürsten
Die Malerfürsten Kaulbach und Stuck erlebten die Spätzeit und den Fall des Malerfürstentums. Während sich Kaulbach aus der Öffentlichkeit nach Ohlstadt bei Murnau zurückzog, positionierte sich Franz von Stuck, der jüngste der Malerfürsten, neu. Der Tag ist sowohl den Residenzen dieser letzten Malerfürsten gewidmet, als auch einer der Münchner Secession, zu deren Gründern Franz von Stuck gehörte. Deutlich wird auch, warum der Malerfürst schon am Anfang des 20. Jahrhunderts kaum noch eine Daseinsberechtigung hatte.

10.00 Uhr |Spaziergang zur Kaulbach-Villa am Englischen Garten (heute Historisches Kolleg)

11.30 Uhr |Besuch und Führung im Museum Villa Stuck

13.00 Uhr |Gemeinsamer Mittagsimbiss im Museums-Café der Villa Stuck

15.00 Uhr |Spaziergang auf den Spuren der Münchner Secession

Samstag, 24. November 2018
Die Malerfürsten heute
Ein Besuch in der Neuen Pinakothek schließt die Betrachtungen zu den Malerfürsten ab. Dabei wird ihre Bedeutung in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts diskutiert und der Frage nach den Gründen für die erst spät erfolgte Rezeption dieser Künstler nachgegangen.

10.00 Uhr |Besuch und Führung in der Neuen Pinakothek

12.30 Uhr |Gemeinsamer Mittagsimbiss im Café der Neuen Pinakothek

14.00 Uhr |Verabschiedung und individuelle Rückreise

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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