©  Tetris L, CC BY-SA 3.0
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Unter dem Schutz des Hercules Saxanus

Römische Steinbrüche in der Vulkaneifel

Die Eifel war in römischer Zeit ein wichtiger Siedlungs- und Wirtschaftsraum. Die von vulkanischer Tätigkeit in erd- und vorgeschichtlicher Zeit geprägte Landschaft bot nicht nur fruchtbare Böden, die landwirtschaftlich intensiv genutzt wurden, sondern auch begehrtes Steinmaterial, das an vielen Stellen gebrochen wurde. Dabei handelte es sich vornehmlich um Basalt, Basaltlava und Tuff. Sie wurden für den Haus- und Straßenbau, die Fertigung von Weihesteinen, Grabsteinen oder auch Mühlsteinen unterschiedlicher Größe genutzt.

Leistungen

Der Preis für die Erkundung beträgt 139,00 € und umfasst:

  • Busreise ab Bensberg und Köln sowie zurück;
  • Zwei-Gänge-Mittagessen in der Vulkan Brauerei in Mendig;
  • Führungen und Eintritte.

Hinweise

  • Wir empfehlen festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung.
  • Eine gewisse Ausdauer ist erforderlich.
Ablauf

Samstag, 29. Juni 2019
Busreise ab Bensberg (8.00 Uhr) und Köln (8.45 Uhr) nach Kretz.

Mayener Grubenfeld und Römerbergwerk Meurin
Mühlsteine aus Mayener Basaltlava waren zur Römerzeit ein begehrter Exportartikel und besonders weit verbreitet. Von Andernach aus gelangten sie auf dem Wasserweg bis ins Alpenvorland oder an den Niederrhein und über den Kanal sogar bis Britannien. Die Steingewinnung in der Vulkaneifel war bis weit ins 20. Jh. hinein ein lukratives Geschäft, jedoch wurden dadurch viele antike Abbauspuren zerstört. Umso eindrucksvoller sind die wenigen noch erhaltenen römischen Basalt- und Tuffbrüche bei Mayen bzw. Kretz. Das Mayener Grubenfeld, entstanden durch den Ausbruch des Bellerberg-Vulkans, dokumentiert ein wichtiges Kapitel römischer Technik-, Bau- und Wirtschaftsgeschichte. Aus dieser Zeit sind hier die Spuren der damals typischen Keiltaschenspaltung sichtbar. Durch den modernen Bimsabbau wurde im Römerbergwerk Meurin, dem größten unterirdischen Tuffbergwerk nördlich der Alpen, der antike Steinbruch freigelegt.

Katzenberg
Nach der Zerstörung des Limes wurde in spätrömischer Zeit auf dem Katzenberg im Bereich der heutigen Stadt Mayen eine Höhenbefestigung errichtet. Die als größte römische Fliehburg geltende Anlage war im Angriffsfall Rückzugsort für die Bevölkerung. Die an höchster Stelle stehende Warte diente der Beobachtung des Umlandes. Während die Befestigungsanlage an der Südseite hin zum Nettetal aus einer Wehrmauer mit zwei Rundtürmen bestand, erfolgte die Sicherung zur Nord- und Ostseite mit einem doppelten Wehrgraben und einer Trockenmauer. Die Anlage wurde ab 1997 teilweise rekonstruiert.
Rückreise nach Köln (ca. 19.15 Uhr) und Bensberg (ca. 20.00 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.