Traditionsreiches Prag

Facetten der böhmischen Metropole

Majestätisch fließt die Moldau durch die tschechische Hauptstadt und bildet das Band zwischen den beiden Teilen der Stadt: auf der einen Seite die Kleinseite, überstrahlt von den Türmen und Zinnen des Hradschin, in dessen Zentrum der Veitsdom gen Himmel ragt, auf der anderen Seite die Altstadt zwischen Wenzelsplatz, Pulverturm und Josephstadt, wo sich die Zeugnisse bürgerlicher Kultur die Hand reichen. Verbunden durch die Karlsbrücke ist beiderseits des Flusses böhmisch-tschechische Geschichte an jeder Straßenecke präsent, von den glorreichen Zeiten Karls IV. bis in die Gegenwart.
Herzlich laden wir Sie ein, mit dem Kunsthistoriker Dr. Andreas Thiel die Stadt an der Moldau zu entdecken.

Leistungen

Die Ferienakademie umfasst:

  • Flug nach Prag sowie zurück inkl. Steuern und Gebühren;
  • 6 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad oder Dusche/WC im Lindner Hotel Prague Castle**** inkl.
  • Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
  • Drei-Gänge-Abendmenü an drei Tagen im Hotelrestaurant;
  • Drei-Gänge-Mittags- oder Abendmenü an zwei Tagen in verschiedenen Restaurants;
  • Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren;
  • Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
  • Transfers mit einem Reisebus vom/zum Flughafen Prag;
  • Mehrtagesfahrkarten für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel;
  • Reiseleitung der Thomas-Morus-Akademie Bensberg ab/bis Düsseldorf unter Mitwirkung einer örtlichen deutschsprachigen lizenzierten Fachkraft;
  • Reiseinformationen;
  • Reisepreissicherungsschein.

Hotel
Das Lindner Hotel Prague Castle**** (138 Zimmer) befindet sich in einem historischen Gebäude aus dem 16. Jahrhundert in unmittelbarer Nähe zum Kloster Strahov auf dem Hradschin. Zu Fuß sowie mit der Straßenbahn sind die Sehenswürdigkeiten der Stadt gut zu erreichen.

Preis
Nähere Angaben entnehmen Sie bitte dem Einzelprogramm, das im März 2019 erscheint.

Hinweis
Ganztägige Spaziergänge erschließen die kulturhistorischen Facetten der Stadt an der Moldau. Fahrten vom Hradschin in die Stadt und zurück erfolgen mit der Straßenbahn.

Ablauf

Mittwoch, 23. Oktober 2019
Herzlich willkommen in der „Goldenen Stadt“!
Flug nach Prag und Transfer mit dem Reisebus zum Lindner Hotel Prague Castle**** auf dem Hradschin in Nachbarschaft von Kloster Strahov. Ein erster Orientierungs-Spaziergang zeigt, warum Prag auch die „Goldene Stadt“ genannt wird.

Donnerstag, 24. Oktober 2019
Die Kleinseite
Hoch über Burg und Kleinseite thront das Kloster Strahov und birgt überreiche barocke Bibliotheken, weiter hinab liegt über dem romantischen Wohnviertel „Neue Welt“ die Marienwallfahrtskirche Loreto, deren Kirchenschatz herausragende Werke des Rokoko birgt. Majestätisch strahlt Sankt Niklas, Prags wohl schönste Barockkirche von Vater und Sohn Dientzenhofer ausgestaltet. Von gänzlich anderer Schönheit sind die Gärten der Adelspalais auf der Kleinseite. Geschmückt mit Statuen und Brunnen ziehen sie sich zum Teil steil die Hänge zur Burg hinauf. Direkt an der Moldau liegt schließlich das Museum für einen der größten Literaten der Moderne und gebürtigen Prager: für Franz Kafka.

Freitag, 25. Oktober 2019
Dom und Burg: Der Hradschin
Wie Herrschaft und Kirche in früheren Jahrhunderten aufs Engste verbunden sein konnten, das zeigt der Spaziergang über den Prager Hradschin. Regierte und repräsentierte der König von Böhmen unter den Sterngewölben des Wladislaw-Saales in der Burg, zeigte nebenan der Erzbischof von Prag im Veitsdom kirchliche Präsenz. Sein Domizil einschließlich der berühmten Wenzelskapelle verantwortete die Baumeisterfamilie Parler. Entlang der Burghöfe liegen die Palais des Adels bis hin zum Sitz des Staatspräsidenten, während uralte Klöster, historische Sammlungen und das romantische Goldmachergässchen Einblicke in die Geschichte des Ortes gestatten. Erholung und herrliche Ausblicke bieten die königlichen Gärten auf beiden Seiten des Hügels.

Samstag, 26. Oktober 2019
Das moderne Prag
Vom Historismus über die Klassische Moderne bis zur zeitgenössischen Kunst vereint das Nationalmuseum im alten Messepalast großartige Sammlungen. Die frühe tschechische Republik zu Beginn des 20. Jahrhunderts war gegenüber der französischen Kunst aufgeschlossen und so besitzt Prag bedeutende Werke des Impressionismus (Renoir), der Skulptur (Rodin) und des Kubismus (Picasso, Braque). Die Zusammenschau von Malerei, Design, Architektur und darstellenden Künsten macht den Messepalast so zu einem spannenden Ort, sich den Kunst-Strömungen des 20. Jahrhunderts zu widmen. Nachmittags lassen sich in der Altstadt und am Wenzelsplatz die Fassaden und Schmuckdetails bewundern, deren Entwürfe und Modelle am Morgen im Messepalast zu sehen waren. Etliche der berühmten Prager Kaffeehäuser bieten dem Flaneur Süßes in historischem Ambiente …

Sonntag, 27. Oktober 2019
Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes.
Historisches Prag in der Altstadt
Herzstück der Bürgerstadt ist der Altstädter Ring, beherrscht vom Altstädter Rathaus mit der berühmten Astronomischen Uhr aus dem 16. Jahrhundert, der Nikolaus- und der Teynkirche, mit Bürgerhäusern und Palais und dem Jan-Hus-Denkmal. Hier pulsiert das Leben, hier laufen die Verkehrswege der Stadt zusammen. Als ältester Theaterbau Prags gilt das 1781 bis 1783 erbaute Ständetheater, in dem 1787 Mozarts „Don Giovanni“ uraufgeführt wurde. Im frühgotischen Klarissenkloster St. Agnes präsentiert die Nationalgalerie ihre Sammlung mittelalterlicher Kunst, die größtenteils aus böhmischen Kirchen stammt und in welcher Maler wie Meister Theoderich oder der Meister von Hohenfurth mit ihren Altarwerken Akzente setzen.

Montag, 28. Oktober 2019
Das jüdische Prag
Über Jahrhunderte war die Prager Josephstadt das Viertel der jüdischen Bevölkerung. Heute noch prägen viele Synagogen, unter anderem die prächtige Spanische Synagoge, ebenso das Bild wie der beeindruckende jüdische Friedhof.
Zwischen Historismus und Jugendstil
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfreute sich die Stadt eines wirtschaftlichen Wohlstandes, der sich auch in der Architektur ablesen lässt: Durch die Sanierung des jüdischen Viertels entstanden reiche Stadthäuser in vielfältigen Stilformen. Bald nach 1900 wird die stolze Epoche durch den Bau des nationalen Repräsentationshauses in reinem Jugendstil gekrönt. Hier zeigt sich Nationalstolz der tschechischen Republik mit der Tradition böhmischer Geschichte.

Dienstag, 29. Oktober 2019
Kaiserliche Sammlung
Der Aufenthalt in Prag schließt mit einem Besuch im Palais Sternberg auf dem Hradschin. In der Nationalgalerie werden „alte Meister“ gezeigt, wie etwa Albrecht Dürers „Rosenkranzfest“, ein Werk, das unter anderen gleichsam strahlender Mittelpunkt des Hauses ist.
Na shledanou Praha!
Nach letzten Spaziergängen und Blicken auf die „Goldene Stadt“ Transfer mit dem Reisebus zum Flughafen und Rückflug.

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.