© Whgler (CC BY-SA 4.0)
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Toleranz und Akzeptanz

Religionsfreiheit in Neuwied

Die Grafen von Wied gehörten im hohen Mittelalter zu den bedeutendsten Geschlechtern am Rhein. Mit Arnold von Wied stellte die Familie sogar eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der frühen Stauferzeit. Unter dem Eindruck des Dreißigjährigen Krieges ließ Graf Friedrich III. zu Wied den Stammsitz von Altwied an den Rhein verlegen. 1662 erließ er ein Stadtrechtprivileg, das den Bürgern Neuwieds außer ökonomischen Freizügigkeiten auch eine für die damalige Zeit völlig ungewöhnliche religiöse Toleranz gewährte. Wegen dieser Freiheiten zogen fortan Mitglieder verschiedener Religionsgemeinschaften wie Mennoniten, Lutheraner, Katholiken, Herrnhuter oder Juden in die Stadt.

Leistungen

Der Preis für die Erkundung beträgt 144,00 € und umfasst:

  • Busreise ab Bensberg und Köln sowie zurück;
  • Zwei-Gänge-Mittagessen im Café-Restaurant „MonAppétit“ im Schloss Monrepos;
  • Führung durch die Dauerausstellung „MenschlICHes VERSTEHEN“ und zum thematischen Schwerpunkt zur Entstehung von Glaube, Heimat und Weltreisen im Museum für menschliche Verhaltens­evolution (Schloss Monrepos);
  • Führungen und Eintritte.
Ablauf

Mittwoch, 25. September 2019
Busreise ab Bensberg (8.00 Uhr) und Köln (8.45 Uhr) nach Altwied.

Altwied
Die 1129 von Metfried von Wied er­baute und bis 1690 von der Grafenfamilie Wied bewohnte Burg be­findet sich auf einem Felsgrad an der Wied. Aus dem 12. Jh. stammt der wohnturm­artig ausgebaute Bergfried. Später diente die Burg als Steinbruch für den Bau von Schloss Monrepos. Die gotische St. Antonius-Kirche, heute evangelische Gemeindekirche, war zeitweise Grab­lege der Grafen von Wied.

Schloss Monrepos
Als Sommersitz der fürstlichen Familie wurde 1757-62 Schloss Mon­repos („Meine Ruhe“) im Auftrag von Graf Alexander von Wied-Neuwied in der Nähe der Hanhöfe oberhalb der Stammburg Altwied erbaut. In der Villa Waldheim, dem „Palais der Prinzessinnen“ von 1909, ist seit 1986 das „Archäologische Forschungszentrum und Museum für menschliche Verhaltensevolution“ beheimatet. Spitzenforschung auf dem Gebiet der Erforschung der Ursprünge der menschlichen Verhaltensentwicklung und der Vermittlung der Ergebnisse sind hier untrennbar miteinander verbunden.

Neuwied
Unmittelbar nach dem Dreißigjährigen Krieg hatte Graf Friedrich III. zu Wied den Stammsitz der Familie von Altenwied an den Rhein verlegt. Das neue Schloss wurde jedoch schon 1694 durch Ludwig XIV. von Frankreich zerstört und musste durch den heute noch bestehenden spätbarocken Bau ersetzt werden. In der 1768 erbauten Mennonitenkirche und im Gemeindesaal der Herrnhuter Brüdergemeinde von 1783-85 haben sich geschichtlich herausragende Zeugnisse der religiösen Toleranzpolitik der Grafen von Wied zur Zeit des Absolutismus erhalten.

Rückreise nach Köln (ca. 19.00 Uhr) und Bensberg (ca. 19.45 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.