Palickap, CC BY-SA 4.0

Süße Südstadt

Geschichte und Gegenwart eines bunten Viertels

Die Kölner Südstadt ist Künstler-, Ausgeh- und Studentenviertel, Zentrum der kulinarischen Vielfalt Kölns, aber auch gentrifiziertes Viertel mit noch immer altkölschen Zügen. Das Freizeitangebot reicht vom deftigen Brauhaus über die Künstlerkneipe bis hin zu Lokalen mit Michelin-Stern. Die mittelalterliche Vergangenheit wurde durch die mächtige Stadtbefestigung, die Klöster und ihre vielen Kirchen geprägt. Im 19. und 20. Jahrhundert bestimmte die Industrialisierung, vor allem die Schokoladenproduktion, den Charakter dieses Viertels, das innerhalb der Ringe vor allem Arbeitergegend und außerhalb des Ringes Lebensraum des wohlhabenderen Mittelstandes war. Die Südstadt war Wohnort Heinrich Bölls und ist Geburtsort des Sängers Wolfgang Niedecken.

Donnerstag, 20. August 2020
Treffpunkt am Severinstor in Köln (9.30 Uhr).

Kartause St. Barbara
Erzbischof Walram von Jülich bestimmte den Bereich des sogenannten Martinsfeldes 1334 als Bauort für eine Kartause. Heute erinnert daran eine Figur im Straßenzug der Kartäusergasse. Die auf dem Bauland befindliche Barbara-Kapelle gab der neuen gotischen Kirche ihren Namen.

Denkmal an der Ulrepforte und St. Maria vom Frieden
1268 wurden in der Schlacht an der Ulrepforte entscheidende Weichen auf dem Weg zur Unabhängigkeit Kölns vom Erzbischof gestellt. An dieses historische Ereignis erinnert ein 1378 erstmals bezeugtes Denkmalrelief. Ebenfalls auf dem Martinsfeld entstand ab 1643 die Klosterkirche der Unbeschuhten Karmelitinnen nach dem Vorbild der Barockkirche Il Gesù in Rom.

Rechts und links der Severinstraße…
Unter St. Severin, eine der größten romanisch-gotischen Kirchen Kölns, befand sich in römischer Zeit ein Friedhof. Eine bewegte und das Viertel prägende Geschichte hat das Gelände der ehemaligen Stollwerck-Schokoladenfabrik. Der kölsche Liedermacher Karl Berbuer, dem als Denkmal ein Platz und das „Narrenschiff“ gewidmet sind, stiftete eine „deutsche Nationalhymne“. Den Fremden ist dagegen die Kirche St. Gregorius gewidmet, die noch heute der einst aus den Niederlanden geflohenen Familie de Groote gehört.

Schokoladenmuseum
1839 eröffnete Franz Stollwerck in Köln ein Werk zur Hustenbonbon-Produktion. 1860 wurde diese um Schokolade, Marzipan und Printen erweitert. Das Museum verweist auch auf den Verkaufsboom von Schokolade im 19. Jahrhundert.

Ende der Veranstaltung am Schokoladenmuseum (ca. 18.00 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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