© pixabay, gemeinfrei
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Streithelfer in der Grund- und Förderschule

Konflikte lösen im Vormittags- und Nachmittagsbereich

Viele Schulen haben das Bensberger Mediations-Modell eingeführt und damit den Kindern „Handwerkszeug“ vermittelt, ihre Konflikte konstruktiv und gewaltfrei zu lösen. Sie haben nicht nur mit den Kindern auf der präventiven Ebene mit den Bausteinen des Trainingsprogramms gearbeitet, sondern ihnen auch Handlungsmuster für den Ernstfall vermittelt, als Prävention und Intervention.

Das Bensberger Mediations-Modell bietet nun für den Ganztagsschulbereich ein neues Trainingsprogramm an. Gerade im Ganztagsbereich hat sich in den letzten Jahren zunehmend gezeigt, dass viele Konflikte unter nicht immer einfachen zeitlichen und räumlichen Bedingungen geklärt werden müssen. Dazu sind viele verschiedene Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, die in der Regel wenig Zeit für gemeinsamen pädagogischen Austausch haben. Um so wichtiger ist es, dass sie bei Streitigkeiten der Kinder lernen, eine „gemeinsame Sprache“ zu sprechen.

Darüber hinaus erfahren die Kinder im Ganztagsschulbereich in einem Ausbildungskurs für Streithelfer, dass sie selbst unterstützend tätig werden können. Sie vermitteln bei Streitigkeiten und lernen – falls notwendig – Hilfe zu holen. Auf diese Weise erfahren die sozialen Kompetenzen aller Beteiligten eine Stärkung im Miteinander.

Der komplette Ausbildungskurs umfasst abwechslungsreiche und lebendig gestaltete Trainingseinheiten für Kinder der Klassen 3 und 4, die beispielsweise in Randstunden, im Anschluss an den Unterricht, als zusätzliche AG am Nachmittag oder als Ferienkurs angeboten werden können. Das Modell ist flexibel, auch klassen- und jahrgangsübergreifend einsetzbar, je nach den vorhandenen organisatorischen, zeitlichen und personellen Ressourcen der eigenen Schule.

Ablauf

Ziele
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in die Lage versetzt,

  • Konflikte nach einem bestimmten Vermittlungsverfahren zu lösen (Ersthilfe im Streit);
  • Kindern Wege zu zeigen, möglichst selbstständig ihre Konflikte zu regeln;
  • einen Ausbildungskurs für Streithelfer in der eigenen Schule anzubieten;
  • notwendige organisatorische Voraussetzungen zu schaffen;
  • den Einsatz der Streithelfer zu evaluieren und zu begleiten.

Inhalte

  • Theoretische Grundlagen der Mediation
  • Konfliktbearbeitung mit der Ersthilfe im Streit
  • Übungen zur Sozialkompetenz
  • Aufgaben und Einsatz der Streithelfer
  • Implementierung: Organisation, Werbung, Evaluation

Methoden
Es wird praxisorientiert in Übungen und Rollenspielen gearbeitet. Theorie findet statt, wenn diese zum Verständnis beiträgt.

Zielgruppe
Diese Veranstaltung richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer sowie an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Vormittags- und Nachmittagsbereich an Grund­schulen und Förderschulen tätig sind.

Veranstaltungsdauer
Freitag, 24. Mai 2019,
15.00 Uhr bis ca. 21.00 Uhr

Samstag, 25. Mai 2019,
9.00 Uhr bis ca. 18.00 Uhr

Feste Zeiten
  8.00 Uhr     Frühstück
12.30 Uhr    Mittagessen
18.30 Uhr    Abendessen
Kaffee- und Teepausen nach Vereinbarung

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

Leistungen

Der Kostenbeitrag für die Veranstaltung beträgt 206,00 € und umfasst:

  • Tagungsbeitrag,
  • Materialien,
  • Mineralwasser im Tagungsraum,
  • Verpflegung und Übernachtung.

Tagungsort
Die Veranstaltung findet statt im Kardinal-Schulte-Haus, Sitz der Thomas-Morus-Akademie Bensberg. Das Kardinal-Schulte-Haus ist ein modernes Konferenzhotel des Erzbistums Köln, ruhig gelegen in einer 8 ha großen Parkanlage, auf einer kleinen Anhöhe in Bensberg (20 km östlich von Köln). Bei klarem Wetter beeindruckt der Panoramablick vom „Bergischen Balkon“ über die Kölner Bucht. Das Haus verfügt über insgesamt 44 Einzelzimmer sowie 106 Doppel- und Zweibettzimmer, jeweils ausgestattet mit TV und Radio, Safe, kostenfreiem WLAN und Bad mit Dusche/WC und Fön. (www.k-s-h.de)

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