© pixabay, gemeinfrei
© pixabay, gemeinfrei

Streitschlichtung durch Schülerinnen und Schüler

Konfliktbewältigung in der Sekundarstufe I – Modul 2

Konflikte sind auch in Schulen nicht abzuschaf­fen. Sie gehören zum Leben dazu. Die eigent-liche Herausforderung be­steht jedoch im U­mgang mit Konflikten. Es geht um eine neue Streitkultur. Dafür ist das Streitschlichter-Programm (Mediation in der Schule) ein erprobter Ansatz, den in Konflikten zu beobachtenden Kreis von Gewalt und Gegengewalt zu unterbrechen und Wege aus dem Kon­flikt zu zeigen. Ziel ist eine neue Kul­tur für den Umgang mit Konflikten in der Schule.

Ziel der Basisqualifikation nach dem Bensberger Mediations-Modell ist es, zu lernen, im Unterricht und im Schulleben Erfah­rungsfelder für die Entfaltung von Sozialkompetenz bereitzustellen, nach einem bestimmten Vermitt­lungs­verfahren Konflikte zu lösen, Schüler so ausbilden zu können, dass diese selbst vermitteln können (Peer-Mediation).

Diese Anliegen werden in drei Modulen verwirklicht.
Modul 1:    Anders streiten
Modul 2:    Streit schlichten
Modul 3:    Streitschlichtung durchführen

Die Module bauen aufeinander auf. Zwischen den einzelnen Workshops werden die Erfahrungen in der Praxis erprobt und im folgenden Modul besprochen.

Die Zielübung „Anders streiten“, die im Klassenverband vorbereitet wird, rundet das Klassenprogramm für die Klassen 5 bis 7 ab.
Das gesamte Konfliktgespräch wird durch Lehrkräfte in diesem Training entwickelt und in Rollenspielen eingeübt. Dafür stehen feste Strukturen zur Verfügung, die eigenständiges, selbstverantwortliches und gewaltfreies Handeln (der Schüler) ermöglichen. Die Lehrerinnen und Lehrer lernen schlichten.

Erprobte Strategien für die Einführung in der Schule sorgen dafür, dass Streitschlichtung in der Schule keine Eintagsfliege bleibt. „Handwerkszeug“ zur Einführung bzw. zur Weiterführung in bestehenden Systemen bilden einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt dieses Kurses.

Die Veranstaltung setzt die Teilnahme am ersten Modul voraus.

Leistungen

Der Preis für den Workshop beträgt 206,00 € und umfasst:

  • Tagungsbeitrag,
  • Materialien,
  • Mineralwasser im Tagungsraum,
  • Ver­pfle­gung,
  • Übernachtung.

Tagungsort
Die Veranstaltung findet statt im Kardinal-Schulte-Haus, Sitz der Thomas-Morus-Akademie Bensberg. Das Kardinal-Schulte-Haus ist ein modernes Konferenzhotel des Erzbistums Köln, ruhig gelegen in einer 8 ha großen Parkanlage, auf einer kleinen Anhöhe in Bensberg (20 km östlich von Köln). Bei klarem Wetter beeindruckt der Panoramablick vom „Bergischen Balkon“ über die Kölner Bucht. Das Haus verfügt über insgesamt 44 Einzelzimmer sowie 106 Doppel- und Zweibettzimmer, jeweils ausgestattet mit TV und Radio, Safe, kostenfreiem WLAN und Bad mit Dusche/WC und Fön. (www.k-s-h.de)

Ablauf

Themen
Austausch von Erfahrungen aus der eigenen Praxis
Merkmale und Gelingensbedingungen von Schulmediation
Kennenlernen und Anwenden des Leitfadens für ein mediatives Konfliktgespräch. Konfliktgespräch im Rollenspiel, Schritte 1 und 2
Entwicklung von Konflikt- und Sozialkom­petenz durch „Anders streiten“, Bausteine 1 bis 5 mit dem Hosentaschenbuch
Konfliktintervention „Erst-Hilfe“, Schritte 1 bis 6
Implementierung des Bensberger Mediations-Modells in der Schule
Entwicklung von nonverbaler Kommunikation: Gefühle wahrnehmen und verbalisieren lernen
Individuelle Beratung
Ausbildungswege im Bensberger Mediations-Modell

Methoden
Gruppenarbeit, Rollenspiel, Übungen nach dem Grundsatz „learning by doing“

Zielgruppe
Lehrerinnen und Lehrer, Pädagoginnen und Pädagogen, Sozialarbeiterinnen und Sozial­arbeiter an weiterführenden Schulen

Veranstaltungsdauer
Freitag, 29. März 2019,
15.00 Uhr bis ca. 21.00 Uhr

Samstag, 30. März 2019,
9.00 Uhr bis ca. 18.00 Uhr

Feste Zeiten
  8.00 Uhr     Frühstück
13.00 Uhr    Mittagessen
18.00 Uhr    Abendessen

Kaffee- und Teepausen nach Vereinbarung

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.