© unsplash.com, J. Boot, gemeinfrei
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„Siehe, ich mache alles neu!“

Leben in der Hoffnung auf Veränderung und Erfüllung

Der Advent verweist in besonderer Weise darauf, dass Christen an einen Gott glauben, der als Begleiter seiner Schöpfung künftiges Heil verheißt, einen „Unterwegs“-Gott, der auf allen verschlungenen Lebenspfaden mitgeht. Gleichzeitig erleben wir Menschen immer wieder, dass sich die an Gott gerichteten Hoffnungen meistens ganz anders erfüllen als nach unseren menschlich-allzumenschlichen Erwartungen: Deshalb erscheint die Welt manchmal als dunkler Ort, obwohl seine Zusage uns überall trägt. Das ist eine menschliche Grunderfahrung im Verhältnis zu Gott, die bereits die Bibel in ihren Erzähungen immer wieder deutlich macht und hinterfragt.

Wie gelingt es, in diesem Spannungsbogen aus der Hoffnung auf einen zugewandten Gott und seiner bleibenden Zusage den Advent als Zeit der ruhigen Orientierung für das Leben und den eigenen Weg fruchtbar zu machen? Wie ist sinnvoll umzugehen mit der eigenen Sehnsucht nach göttlichen Beistand und dem Wunsch, seine Handschrift in unserer Biographie lesen zu können?

Leistungen

Der Preis für die Besinnungstage im Advent beträgt 110,00 € und umfasst:

  • Tagungsbeitrag;
  • Abend- und Mittagessen als Buffet,
  • Mineralwasser im Tagungsraum;
  • Kaffee- und Teepausen;
  • Übernachtung und Frühstück.
Ablauf

Samstag, 16. Dezember 2017

14.00 Uhr    
Begrüßung

Erwartung, Enttäuschung und Verheißung
Wie es denen ergeht, die mit Gott unterwegs sind
Gottes Eingreifen in die Welt ist für Menschen mit Ambivalenzen verbunden. Das Unterwegssein mit ihm kann die Erfahrung von Rettung aus der Not und im Zeichen des Kreuzes die Nähe seines Reiches bedeuten – aber die Geschehnisse in der Welt wie im eigenen Leben verdeutlichen, dass die Heilsgeschichte noch unvollendet ist. Das Eingreifens Gottes vertrauensvoll zuzulassen, auch wenn es zuerst fremd oder unverständlich erscheint – das ist eine zentrale Botschaft des Advents.

15.30 Uhr    
Kaffee- und Teepause

15.45 Uhr    
Hoffend auf sein Kommen? Irritiert von seinem Schweigen? Getragen von seiner Verheißung?
Wir und Gott – eine Bilanz
Der Lebensweg des Prohpeten Elija steht stellvertretend für unsere eigenen Erfahrungen mit Gott. Vertrauensvolle Phasen der Gottesbeziehung wechseln sich ab mit Phasen des tiefen Zweifels und der Furcht vor dem Scheitern. Das blinde Vertrauen und die stete Hoffnung auf Gott kann nicht alles lösen, aber doch bereitmachen für sein Eingreifen, so unerwartet es manchmal auch sein mag.

18.00 Uhr    
Abendessen

19.00 Uhr    
Von „Siehe, es war sehr gut“ (Gen 1,31) bis „Seht, ich mache alles neu“ (Offb 21,5)
Der Zuspruch Gottes mit und gegen eigene Erfahrungen
Der Schöpfungsbericht und die Offenbarung des Johannes sind die „Buchdeckel“ der Bibel: Die Hoffnung auf ein gutes Ende in der Gottesbeziehung spiegelt sich auf den Anfang zurück, und umgekehrt. Die Konsequenz – auch gegen die eigene Erfahrung: Christen können in der Hoffnung auf die Vollendung leben, weil im Tiefsten und von Beginn an ein guter Gott die Welt will.

20.30 Uhr    
„Gott schied das Licht von der Finsternis“ (Gen 1,4)
Lichtfeier in der Edith-Stein-Kapelle

21.15 Uhr     
Ende des Veranstaltungstages

Sonntag, 17. Dezember 2017

ab 7.00 Uhr Frühstück für Übernachtungsgäste

 8.00 Uhr     
Einladung zur Mitfeier der Eucharistie in der Edith-Stein-Kapelle

 9.30 Uhr    
„... das heißt übersetzt: Gott mit uns.“ (Mt 1,23)
Die Texte der Weihnachtsnacht mit anderem Blick gelesen
Die Weihnachtserzählungen erscheinen oft als abgegriffene Texte, die ihr sinnstiftendes Geheimnis verloren haben. Wie kann ein Blick in ihre (Un-)Tiefe gelingen, wie ihre Perspektive der Hoffnung für die Fragen des Menschen der Gegenwart und seine Sehnsüchte erschlossen werden?  

11.00 Uhr   
Kaffee- und Teepause

11.30 Uhr    
Hoffnung, Zweifel und Gnade
Schlussbetrachtung: Die christliche Spannung aushalten und leben    
Wie die großen Verheißungen von Weihnachten in Spannung zu stehen scheinen zum Bild eines Säuglings in einem ärmlichen Stall, so leben wir in Spannungen von Hoffen auf Gott und Zweifeln an ihm, Erfahrungen der Erfüllung und der Enttäuschung, Müdigkeit und neuer Kraft. Wie lässt sich mit dieser Dynamik unseres Glaubens umgehen? Welche Vorbilder können uns möglicherweise helfen?

13.00 Uhr
Mittagessen und Ende der Veranstaltung

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.