© Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0
© Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0

Sehen. Hören. Riechen. Schmecken. Fühlen.

Der Dom in seinen ästhetischen Dimensionen

Im Sinne des 19. Jh. ist der Kölner Dom ein Gesamtkunstwerk, eine Einheit von Architektur, Malerei und Plastik. In den räumlich vom Licht durchfluteten Glasfenstern kommt diese Einheit besonders stark zur Geltung. In geistiger Hinsicht war die Kathedrale als Analogie zur Gesamtschöpfung und zum Schöpfergott gedacht. Aber so wie die Schöpfung sich auch im Materiellen und sinnlich Erfahrbaren manifestiert, so ist auch die sinnliche Wahrnehmung der Kathedrale präsent. Auch lyrische Betrachtungen tragen dazu bei, dass der Kölner Dom als ein Zusammenspiel mit allen Sinnen wahrgenommen werden kann:

„Deine zwei gotischen Türme erheben sich in der Mitte
Eines modernen Platzes umgeben von vergoldeten Tafeln
Dennoch blutest Du jeden Abend durch deine Fenster
Bis zum goldtrunkenen Rhein und durch den ständigen Wind
Das Blut des Sonnen-Christus und des guten Pelikan

Aber sei modern und dass deine Gott-Priester
Zwischen den Türmen Telegraphenkabel aufhängen
Und du wirst dann zur Laute und der Sturm
Lässt die Kabel eine außergewöhnliche Hymne seufzen
Du verbirgst die Fäulnis der Heiligen Drei Könige
Dein Atem ist Weihrauch deine Seufzer Wolken.“
Guillaume Apollinaire: Der Kölner Dom (1902)

Leistungen

Der Preis für die Erkundung beträgt 105,00 € und umfasst:

  • Zwei-Gänge-Abendessen im Restaurant Consilium im „Spanischen Bau“ am Rathaus;
  • Orgelvorführung durch den Stellvertretenden Domorganisten Ulrich Brüggemann;
  • Führungen und Eintritte.
Ablauf

Freitag, 8. März 2019
Treffpunkt vor dem Domforum in Köln (14.15 Uhr).

Fühlen und schmecken: Innenraum und Triforium
Der Wind außen kommt innen zur Ruhe. Der Widerstand des Steines steht im Gegensatz zur Milde des geweihten Wassers. Fenster und Flügelaltäre zeigen auf dramatische Weise das Göttliche.

Riechen und sehen: Domschatzkammer
Der Geruch der Heiligen soll sich verströmen. Ihre Leiber zeigen sich in glasklarer Transparenz, ihre Kostbarkeit in Glanz und Spiegelglätte ihrer Hüllen. Nichts trübt den Blick aufs Allerheiligste. Der Stab zeigt das Wort, das Anzurühren sich verbietet.

Hören: Glocken und Orgeln
Der Klang der Glocken gibt uns die Stunde. Sie aus nächster Nähe zu sehen und zu hören, geht durch Mark und Bein. Trompeten und ein Saxophon des Jüngsten Gerichts, ein zweites, ein drittes Jüngstgericht, ein Engelskonzert und die gewaltigen Orgeln des Domes füllen den Raum.
Ende der Veranstaltung am Kölner Dom (ca. 21.00 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.