© Christina Brück
© Christina Brück

„Schützt uns vor Armut, Pest und Stollenbruch!“

Feldkapellen im Bergischen Land

Im Zuge der Gegenreformation wurde die Heiligenfrömmigkeit sehr gefördert. Aber nicht nur deshalb entstanden in den katholisch verbliebenen Regionen des Bergischen Landes Dutzende von barockzeitlichen Feld- und Prozessionskapellen. Die Weihe der meisten dieser Bauten auf den hl. Rochus lässt vermuten, dass die häufigen Pestwellen Ursache für die privaten Gründungen waren. Der hl. Antonius Abbas ist Schutzheiliger der Bauern und Nutztiere, die hl. Barbara ist Schutzpatronin der Bergleute. Überraschend ist die häufig anzutreffende wertvolle historische Ausstattung dieser Kapellen.

Leistungen

Der Preis für die Erkundung beträgt 126,00 € und umfasst:

  • Busreise ab Köln und Bensberg sowie zurück;
  • Zwei-Gänge-Mittagessen im Hotel-Restaurant Zum Holländer in Lindlar;
  • Führungen und Eintritte.
Ablauf

Donnerstag, 12. September 2019
Busreise ab Köln (8.15 Uhr) und Bensberg (9.00 Uhr) nach Bergisch Gladbach.

Bergisch Gladbach-Sand
Die St. Rochus-Kapelle aus dem 17. Jh. gilt als der schönste sakrale Fachwerkbau des Bergischen. Der kleine Saalbau mit hölzerner Lauben-Portikus wurde für das Pumpenhaus der Zanders-Fabrik Alte Dombach kopiert.

Hohkeppel-Schmitzhöhe
Die alte 1646 auf die hl. Rochus und Sebastian geweihte Kapelle wurde 1923-24 durch einen schlichten Saalbau aus Grauwacke mit hoher geschweifter Haube auf dem Dachreiter ersetzt.

Lindlar
Die Kapelle St. Antonius Abbas in Waldbruch besteht aus einem älteren Chorbau und einem später angefügten Langhaus. Die Kemmericher Rochuskapelle ist noch im Wesentlichen barockzeitlich. An der Kapelle Heilige Familie in Oberbreidenbach von 1670 ist ein Steinbau aus Grauwacke mit einem Fachwerkgiebel kombiniert.

Engelskirchen
Die St. Rochus-Kapelle von 1674/82 in Loope wird regelmäßig zu Fronleichnamsprozessionen aufgesucht. Die sogenannte Weidenbachkapelle zum Hl. Kreuz in Ehreshoven wurde 1766 erstmalig erwähnt. Ihre Ausstattung ging im 2. Weltkrieg komplett verloren.

Morsbach-Kömpel
Die 2015 fertiggestellte Kömpeler Kapelle des Kölner Büros LHVA Architekten ist einer privaten Stiftung zu verdanken. Der organische Bau aus Bergischer Grauwacke umfängt den Besucher in Art eines Schutzmantelmotivs.

Rösrath-Hellenthal
Die kleine Fachwerkkapelle ist der heiligen Barbara geweiht. Denn Bergbau wurde in dieser Gegend noch im 20. Jh. betrieben. Seit 2012 befindet sich im LVR-Freilichtmuseum Lindlar ein originalgetreuer Nachbau.

Rückreise nach Bensberg (ca. 19.15 Uhr) und Köln (ca. 20.00 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.