Schlesien entdecken

Von Breslau ins Hirschberger Tal

Schlesiens Hauptstadt Breslau ist eine Stadt mit vielen Facetten! Gleich ob die „Europäische Kulturhauptstadt 2016“ einst Wrotizla – Wretslaw – Presslaw – Bresslau – Breslau oder Wrocław hieß, weckte die Stadt immer wieder das Interesse der Mächtigen und spiegelt wie kaum eine andere deutsch-polnische Geschichte wider. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und den durch Vertreibungen bedingten Bevölkerungstausch, hat sich Breslau neu erfunden und zählt heute zu den wichtigsten und schönsten Städten in Polen.
Ein Kontrastprogramm zur quirligen Stadt an der Oder bietet die romantische Landschaft des Hirschberger Tals, die schon seit dem späten 18. Jahrhundert Maler, Dichter und Kulturreisende anzog. Es folgten Mitglieder des preußischen Adels, die hier ihre Sommerresidenzen bauen ließen. Getragen vom Geist der Romantik entstand im Hirschberger Tal eine imposante Parklandschaft von europäischem Rang, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu den bevorzugtesten Reisezielen in Deutschland gehörte. Nach jahrzehntelanger Vernachlässigung erlebt diese Kulturlandschaft – dank der politischen Wende in Ost- und Mitteleuropa im 20. Jahrhundert eine Renaissance.
Die Ferienakademie führt Sie daher von Breslau zu den schönsten Schlössern und Residenzen des „Schlesischen Elysiums“, die Dank der zahlreichen polnischen und deutschen Initiativen im neuen Glanz erstrahlen. Seien Sie gespannt auf die Akzente, welche die Kunsthistorikerin Dr. Katharina Chrubasik für Sie setzt. Lassen Sie sich einnehmen vom reichen Erbe und der erfrischenden Atmosphäre Breslaus und den Schätzen des Hirschberger Tals.

Leistungen

Der Preis für die Ferienakademie beträgt 1.470,00 € pro Person im Doppelzimmer und umfasst:

  • Flug mit Eurowings von Düsseldorf nach Breslau und zurück inkl. Steuern und Gebühren u. a. für ein Gepäckstück bis 23 kg, das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich möglicher Änderungen; andere Flughäfen auf Anfrage und ggf. gegen Aufpreis);
  • 2 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad im The Granary - La Suite Hotel*****;
  • 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad im Schlosshotel Fischbach****;
  • Frühstücksbuffet;
  • Mittagsimbiss am 10.6.2019;
  • Mittagessen am 14.6.2019;
  • Drei-Gänge-Abendmenü am 10., 12., 13., 14. und 15.6.2019 im Hotelrestaurant;
  • Drei-Gänge-Abendmenü am 11.6.2019 in einem Restaurant in Breslau;
  • Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren;
  • Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
  • Transfers und Ausflüge mit einem Reisebus laut Programm;
  • Reiseleitung der Thomas-Morus-Akademie Bensberg ab/bis Düsseldorf unter Mitwirkung örtlicher lizenzierter deutschsprachiger Fachkräfte;
  • Reiseinformationen;
  • Reisepreissicherungsschein.

Hotels
Breslau: Das Le Granary Suite Hotel**** befindet sich in einem ehemaligen Getreidespeicher aus dem 16. Jahrhundert. Die 46 Zimmer sind individuell, in modernem Design eingerichtet und verfügen über Grandlits 1,80 x 2,00 m. (3 Übernachtungen)
Fischbach: Im historischen Schlossgebäude empfängt seit 2014 das Boutique-Hotel Schloss Fischbach**** die Gäste.  Die 20 individuell eingerichteten Zimmer verteilen sich auf mehrere Etagen und sind über Treppen zu erreichen. Die ursprüngliche Schlossausstattung ist liebevoll restauriert und ermöglicht eine Reise durch die vergangenen Epochen. (3 Übernachtungen)

Einzelzimmerzuschlag: 205,00 € (Doppelzimmer zur Einzelnutzung)

Hinweis
Auch die ausgiebigen Spaziergänge durch Breslau erfordern Ausdauer und Gehfreude.

Ablauf

Montag, 10. Juni 2019
Witamy na Śląsku!
Willkommen in Schlesien!
Flug mit Eurowings von Düsseldorf (11.15 Uhr) nach Breslau (13.10 Uhr) und Transfer mit dem Reisebus ins Stadtzentrum zum The Granary - La Suite Hotel*****.

Dienstag, 11. Juni 2019
Breslau: Schlesiens Hauptstadt
Dank der günstigen Lage an der Oder, am Schnittpunkt der Bernsteinstraße und der Hohen Straße (vom Rhein bis nach Preßburg) entwickelte sich die Stadt seit dem 13. Jahrhundert zum Handelsplatz und erhielt 1261 das Stadtrecht. Der Rundgang führt daher zum Zentrum des Handels über den Ring mit Breslaus Wahrzeichen, dem gotischen Rathaus. Die an der Oder gelegene Universität verdankt ihre Entstehung dem gegenreformatorischen Geist der Jesuiten: Ihre Schule wurde von Kaiser Leopold I. 1702 in den Rang einer Hochschule erhoben, die Aula Leopoldina gehört heute zu den bedeutendsten profanen Barockbauten Europas. Besuche auf der Sand- und der Dominsel mit ihren wertvollen Ensembles mittelalterlicher Kirchenarchitektur runden den Spaziergang ab.

Mittwoch, 12. Juni 2019
Breslau: auf den Spuren des 19. und 20. Jahrhunderts
Im sogenannten Vier-Tempel-Stadtbezirk befinden sich auf engstem Raum Gotteshäuser der jüdischen Gemeinde und der drei christlichen Konfessionen: Die ehemalige Hofkirche, heute Kirche der Göttlichen Vorsehung, ist das Gotteshaus der evangelisch-augsburgischen Gemeinde, in der Nähe befinden sich die Synagoge zum Weißen Storch und die römisch-katholische Kirche des Heiligen Antonius aus Padua, an die sich die orthodoxe Kathedrale anschließt. Ein Kontrastprogramm bietet dann der Besuch der Jahrhunderthalle: Dieser spektakuläre Kuppelbau aus Stahlbeton wurde zur Weltausstellung errichtet (1911-1913) und ist Teil eines weitläufigen Ensembles mit dem Scheitniger Park sowie der nahen Werkbundsiedlung mit Bauten namhafter Bauhaus-Architekten. Frühabends wird das Schlosshotel Fischbach**** im Hirschberger Tal erreicht.

Donnerstag, 13. Juni 2019
Fischbach und Hirschberg
Prinz Wilhelm von Preußen machte Fischbach zur ersten Sommerresidenz der Hohenzollern im Hirschberger Tal. Die Parkanlage, an deren Gestaltung Wilhelms Ehefrau Prinzessin Marianne und vermutlich Peter Joseph Lenné beteiligt waren, bezog malerische Spazierwege, Aussichtspunkte und zahlreiche Bauwerk mit persönlichem Charakter ein. Ausgehend von einem Besuch der Altstadt und der Gnadenkirche in Hirschberg erschließen sich im Laufe des Tages einige Beispiele für die vielfältigen Bauten des Hirschberger Tals. Dazu gehören u. a. das Schloss Schwarzbach (Dwór Czarne), das im 16. Jahrhundert erbaut wurde und ein Beispiel für den schlesischen Schlossstil darstellt. In Bad Warmbrunn (Cieplice Zdrój), Stadtteil von Hirschberg und berühmter Kurort, beeindruckt das Palais Schaffgotsch, das die berühmte schlesische Familie im 18. Jahrhundert erbaute.

Freitag, 14. und Samstag, 15. Juni 2019
Hirschberger Tal: preußisches Arkadien
Die Schlossanlagen von Schildau (Wojanów), Lomnitz (Łomnica) und Erdmannsdorf (Mysłakowice) zählen zu den schönsten Beispielen der ehemaligen Adelssitze im Hirschberger Tal. Das Wasserschloss Schildau, eine auf das 13. Jahrhundert zurückgehende Anlage, wechselte mehrmals die Besitzer und wurde schließlich von König Friedrich Wilhelm III. als Geschenk für seine Tochter Prinzessin Luise erworben. Das angrenzende Schloss Lomnitz zählt zu den bekanntesten in der Gegend und ging im 19. Jahrhundert in den Besitz von Carl Gustav Ernst von Küster über; seine Nachkommen erwarben und restaurierten die Anlagen 1992. Unter den königlichen Sommerresidenzen nahm Erdmannsdorf eine herausragende Stellung ein. König Friedrich Wilhelm III. kaufte 1831 das barocke Schloss und ließ es als Familiensommersitz einrichten. Karl Friedrich Schinkel zeichnet für einigen Modernisierungsarbeiten verantwortlich und Peter Josef Lenné gestaltete den Landschaftspark. Der Neuhof (Nowy Dwór) in der Stadt Schmiedeberg (Kowary) gehörte kurze Zeit Friedrich dem Großen und im Schloss Ruhberg (Ciszyca) residierte eine der bekanntesten polnischen Adelsfamilie, die Radziwiłłs.

Sonntag, 16. Juni 2019
Do widzenia! Auf Wiedersehen!
Fahrt mit dem Reisebus zum Flughafen Breslau und Flug mit Eurowings (13.55 Uhr) nach Düsseldorf (15.45 Uhr).
.

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.