© Rolf Heinrich (CC BY-SA 3.0)
© Rolf Heinrich (CC BY-SA 3.0)

Sachlich, herzlich und sozial

Der Architekt Wilhelm Riphahn

Großvater und Vater Wilhelm Riphahns (1889-1963) waren Bauunternehmer. Vielleicht erklärt dies, warum der studierte Architekt stets auf das bautechnisch Machbare und die Funktionalität seiner Entwürfe achtete. Einer seiner frühesten Entwürfe, Haus Deutzer Freiheit/Ecke Justinianstraße von 1914 in Köln, nimmt Elemente des späteren Bauhauses vorweg. In der Weimarer Zeit sah Riphahn den sozialen Wohnungsbau als wichtigste Aufgabe der Architekten an. Der Ufa-Palast (1931) auf dem Hohenzollernring ist einer der ersten verschweißten Stahlskelettbauten überhaupt. Und mit dem Luftschutzbunker an der Domstraße schuf er Kölns ältestes Parkhaus.

Leistungen

Der Preis für die Erkundung beträgt 119,00 € und umfasst:

  • Busreise ab Köln und Bensberg sowie zurück;
  • Zwei-Gänge-Mittagessen im Riphahn Café & Restaurant in Köln;
  • Führungen und Eintritte.

Hinweis
Einige Wege werden auch zu Fuß zurückgelegt.

Ablauf

Mittwoch, 6. November 2019
Busreise ab Köln (9.00 Uhr) und Bensberg (9.45 Uhr) zum Haus Riphahn.

Bensberg
1919 baute sich Wilhelm Riphahn in Bensberg sein erstes eigenes Wohnhaus. Im Haus am Hackberg empfing der gesellige Architekt seine Gäste. Die Ortsansässigkeit führte zu Kontakten mit dem Lederfabrikanten Offermann, dem Riphahn in den Folgejahren mehrere Wohnhäuser, darunter eine im Heimatstil variierte fränzösische Maison de plaisance, und Arbeiterhäuser baute. An der Fassadengestaltung und der expressiven Stuckdecke im Treppenhaus der Villa Offermann war auch der Kölner Architekt und Bildhauer Franz Brantzky beteiligt.

Blauer Hof und Weiße Stadt
Mit den Siedlungen Blauer Hof (1926/27) und Weiße Stadt (1928-32) in Köln-Buchforst legte Riphahn gemeinsam mit seinem Kollegen Caspar Maria Grod und im Fall des Blauen Hofes zusätzlich mit den Kölner Künstlern Heinrich Hoerle und Franz Wilhelm Seiwert („Die Progressiven“) zwei der wichtigsten Beiträge zum sozialen Wohnungsbau in der Weimarer Zeit vor. Beide Siedlungen wurden zentral auf die Bedürfnisse der darin lebenden Menschen ausgerichtet. Kölns einzige echte Bauhauskirche St. Petrus Canisius geht eine Einheit mit den umgebenden Wohnbauten ein.

Köln-Innenstadt
Die von den Nationalsozialisten als Aufmarschschneise angelegte Hahnenstraße wurde von Riphahn nach 1945 in humaner Maßstäblichkeit bebaut. Der dezente Variantenreichtum der Wohn- und Geschäftshäuser besticht. Zur gleichen Zeit war Riphahn von den Siegermächten mit dem Bau des British Council („Die Brücke“) und dem Institut français Cologne betraut worden. Überregional bekannt wurde er mit dem Bau der Bastei (1924/27) und der Kölner Oper (1954-57).

Rückreise nach Köln (ca. 17.30 Uhr) und Bensberg (ca. 18.15 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.