© pixabay, gemeinfrei
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Religion betrifft mich!?

Bausteine zur Identitätsbildung im Religions­unterricht

Bekanntlich bildet das Begriffspaar „Heterogenität“ und „Identität“ eine systematische Klammer mit Blick auf die Zukunft des Religionsunterrichts. Während in einschlägigen bischöflichen Verlautbarungen zum Thema stets auch die unerlässliche Konfessionalität des Religionsunterrichts betont wird, um junge Menschen überhaupt mit der christlich-religiösen Selbst- und Weltdeutung vertraut zu machen, findet dieses Anliegen in religionspädagogischer Forschung jedoch eine andere Akzentuierung. Dort wird verstärkt von der notwendigen „konfessorischen“ Ausrichtung des Religionsunterricht gesprochen, in dem Sinne, dass die Konfessionalität primär auf die individuelle Bekenntnisfähigkeit und religiöse Standpunktfähigkeit der Schüler zu beziehen sei.
Von einer konfessionellen Identifikation der Schülerinnen und Schüler ist oftmals nicht mehr auszugehen. Ist daher die religiös-konfessionelle Identität der jungen Menschen noch ein realistisches Ziel des Religionsunterrichts? Auf welche Weise trägt der Religionsunterricht zur religiösen Identitätsbildung der Schüler bei? Inwiefern ist im Religionsunterricht eine „Entfaltung des Konfessorischen im Rahmen des Konfessionellen“ möglich oder gar notwendig? Die Fachtagung versucht, Brücken und Verbindungen zwischen den verschiedenen didaktischen und (religions-)pädagogischen Positionen zu schaffen.

Leistungen

Der Preis für die Veranstaltung beträgt 25,00 € pro Person und umfasst:

  • Tagungsbeitrag;
  • Mittagessen als Drei-Gänge-Buffet;
  • Mineralwasser im Tagungsraum;
  • Kaffee- und Teepausen mit Gebäck bzw. Kuchenangebot.

Tagungsort
Die Veranstaltung findet statt im Kardinal-Schulte-Haus, Sitz der Thomas-Morus-Akademie Bensberg. Das Kardinal-Schulte-Haus ist ein modernes Konferenzhotel des Erzbistums Köln, ruhig gelegen in einer 8 ha großen Parkanlage, auf einer kleinen Anhöhe in Bensberg (20 km östlich von Köln). Bei klarem Wetter beeindruckt der Panoramablick vom „Bergischen Balkon“ über die Kölner Bucht. Das Haus verfügt über insgesamt 44 Einzelzimmer sowie 106 Doppel- und Zweibettzimmer, jeweils ausgestattet mit TV und Radio, Safe, kostenfreiem WLAN und Bad mit Dusche/WC und Fön. (www.k-s-h.de)

Ablauf

Mittwoch, 6. Februar 2019

10.00 Uhr    
Begrüßung und Einführung
Christoph Westemeyer, Abteilungsleiter, Erzbistum Köln, Generalvikariat, Hauptabteilung Schule/Hochschule
Andreas Würbel, Referent für Kunst, Kultur und Schule, Thomas-Morus-Akademie Bensberg

10.30 Uhr    
Wie viel Konfession braucht der Mensch?
Der Religionsunterricht und sein Beitrag zu einer konfessionellen Identität

Prof. Dr. Volker Ladenthin,
Professor für Allgemeine und historische Erziehungswissenschaft, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

11.00 Uhr    
Konfessionelles, konfessionskundliches oder konfessorisches Lernen?
Ein Klärungsversuch

Prof. Dr. Jan Woppowa,
Professor für Religionsdidaktik, Institut für Katholische Theologie, Kulturwissenschaftliche Fakultät, Universität Paderborn

11.30 Uhr    
Kaffee- und Teepause

11.45 Uhr    
Heterogen und konfessionell ...
Der Religionsunterricht und seine Möglichkeiten
Diskussion mit den Referenten, Teilnehmerinnen und Teilnehmern

12.45 Uhr    
Mittagessen

14.00 Uhr    
Religiöse Identitätsbildung im RU
Unterrichtspraktische Impulse zum Tagungsthema

Fokus Primarstufe:
Biographisches Lernen anhand von biblischen Gestalten
Christiane Mauritz, Katholische Grundschule Blücherstraße, Troisdorf

Fokus Förderschule/Inklusion:
„Ich habe dich bei deinem Namen gerufen“ (Jes 43,1). Spiritualität mit Kindern und Jugendlichen erfahrbar machen
Madeleine Stüttem, Sonderpädagogin, Gesamtschule Brühl, Universität zu Köln

Fokus Sekundarstufe I:
Das Problem der Jungen ist, dass sie Jungen sind.
Jungen und religiöses Lernen
Pater Dr. Jürgen Langer/Bodo Schwarz, Collegium Josephinum Bonn

Fokus Sekundarstufe II:
„Hat Gott eigentlich eine MAC-Adresse?“ Glauben finden im Spektrum der Identitäten – Praxis und Theorie eines Religionsunterrichts im Digitalzeitalter
Jochen Hill, St. Ursula Gymnasium, Düsseldorf

15.45 Uhr    
Kaffee- und Teepause

16.15 Uhr    
Der Religionsunterricht als Ermöglichungsraum des Lernens in der Gegenwart des Anderen
Rückblick und Ausblick

Prof. Dr. Hubertus Roebben, Lehrstuhl für Religionspädagogik, religiöse Erwachsenenbildung und Homiletik, Katholisch-Theologische Fakultät, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

17.00 Uhr    
Ende der Tagung

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.