Prächtige Villen, reizvolle Gärten

Venetien – Venedigs schönes Hinterland

Einst schätzten Adelige und Mächtige – ein wenig abseits ihres Machtzentrums Venedig – die Region Venetien für ihre Sommeraufenthalte. Sie beauftragten daher Architekten wie Palladio und Maler wie Tiepolo ihre „Landhäuser“ prächtig auszustatten – und prägten so eine über Jahrhunderte in ganz Europa und Amerika nachwirkende Villenkultur. Daneben gab es vor und neben Venedigs Herrschaft auf der „terra ferma“ bereits berühmte Städte wie Verona, Padua oder Vicenza, aber auch Kleinstädte wie Arqua Petrarca, Castelfranco oder Monselice, die bis heute Besuche lohnen.
Herzlich laden wir Sie ein, mit Dr. Andreas Thiel den Spuren des venezianischen Adels zu folgen und prächtige Villen sowie eindrucksvoll ausgestaltete Kirchen durch eine der kulturell reichsten Regionen Italiens zu folgen – und auch Johann Wolfgang von Goethe zu „begegnen“.

Leistungen

Der Preis für die Ferienakademie  beträgt 1.686,00 € pro Person im Doppelzimmer und umfasst:

  • Flug mit Eurowings von Düsseldorf nach Venedig sowie zurück inkl. Steuern sowie Gebühren u. a. für ein Gepäckstück bis 23 kg, das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich möglicher Änderungen; andere Flughäfen auf Anfrage und ggf. gegen Aufpreis);
  • 7 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad im Hotel Villa Tacchi****;
  • Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
  • Mittagsimbiss am 17.9.2019 im Hotelrestaurant;
  • Mittagessen am 21.09.2019 in Arquà Petrarca; 
  • Drei-Gänge-Abendmenü im Hotelrestaurant an allen Tagen;
  • Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren (u. a. für die Nutzung eines Tagungsraumes/der Technik) laut Programm;
  • Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
  • Transfers und Ausflüge mit einem Reisebus laut Programm;
  • Reiseleitung der Thomas-Morus-Akademie Bensberg ab/bis Düsseldorf;
  • Reiseinformationen;
  • Reisepreissicherungsschein.

Hotel
Das Hotel Villa Tacchi**** befindet sich in einer im 18. Jahrhundert im Palladio-Stil erbauten Villa mit Hofgut und eigener Kapelle und ist von einem weitläufigen Park umgeben (Swimmingpool). Die Villa verfügt über 49 individuell eingerichtete Zimmer, die teilweise nur über Treppen erreicht werden. In den ehemaligen Stallungen ist das Restaurant eingerichtet.

Einzelzimmerzuschlag: 175,00 € (Doppelzimmer zur Einzelnutzung )

Vortragsthemen am 17.9.2019
Die Arenakapelle Giottos – ein Meilenstein der Malerei
Donatellos Bronzen für San Antonio zu Padua
Antiker Form sich nähernd – Andrea Palladios Architektur

Ablauf

Sonntag, 15. September 2019
„Heute Abend hätte ich können in Italien sein …“
Flug mit Eurowings von Düsseldorf (13.20 Uhr) nach Venedig (14.55 Uhr). Auf dem Weg zum Hotel Villa Tacchi**** liegt in den Hügeln des Weinanbaugebietes Soave die Villa Cordellina Lombardi: Sie ist ein Hauptwerk von Giorgio Massari  mit bedeutenden Fresken Tiepolos.

Montag, 16. September 2019
„Ich ging auf der Kante des amphitheatralischen Kraters …“
Verona kann seine römische Vergangenheit nicht leugnen: Die Arena genießt Weltruhm, die Triumphbögen, Brücken und Stadttore sind edel gestaltet. Auch mächtige romanische Kirchen schmücken die Stadt, allen voran der Dom mit herrlichem Baptisterium und die Basilika San Zeno Maggiore mit ihrem bedeutenden Bronzeportal und dem Hauptaltar von Mantegna. Auch an gotischen Burgen und Palästen sowie feinster
Renaissancearchitektur rund um die Piazza delle Erbe macht sich hier deutsche Italiensehnsucht fest.

Dienstag, 17. September 2019
„So verweil ich auch gern in der Kirche …“
Nach Einführungsvorträgen am Vormittag Fahrt ins nahe Padua, auch berühmt durch den Heiligen Antonius. „Seine“ Kirche ist die gotisch-venezianische, mit Fresken reich ausgestattete Basilika del Santo. Hier schuf Donatello den herrlichen Hauptaltar und das Reiterstandbild auf dem Vorplatz.
„Es ist erfreuend und belehrend, unter einer Vegetation einherzugehen, die uns fremd ist.“
Nach einem Besuch der Kapelle des Heiligen Antonius mit der Arca di Sant‘Antonio und wunderbaren Marmorreliefs führt der Spaziergang durch den ältesten Botanischen Garten Europas und zu einer Palme mit „literarischer Lizenz“: Diese inspirierte Goethe zu den Überlegungen über die Metamorphose der Pflanzen, als er sich 1786 für wenige Stunden in Padua aufhielt.

Mittwoch, 18. September 2019
„Besonders muss ich die Vicentiner loben …“
Zahlreiche Stadtpaläste, die riesige Basilika und nicht zuletzt das Teatro Olimpico sind in Vicenza Zeugnisse der Ideen, Prinzipien und Schaffenskraft des Architekten Andrea Palladio: Wohl proportioniert und vornehm wirkt die Basilika, das Teatro Olimpico wurde von ihm aus Holz und Stuck nach antiken Vorbildern errichtet.
„Inwendig kann man es wohnbar, aber nicht wöhnlich nennen.“
Vor den Toren der Stadt strahlt Palladios „Villa Rotonda“, die längst eine Ikone der Weltarchitektur ist. Vicenza ist aber auch mit Meisterwerken der Malerei z. B. solchen von Giovanni Bellini und Paolo Veronese sowie mit Tiepolos herrlichen Fresken in der Villa Valmarana ai Nani gesegnet.

Donnerstag, 19. September 2019
„So entwickelte sich die Kunst nach der barbarischen Zeit“
Von der altehrwürdigen Universität von Padua führt der Weg zum riesigen Stadtpalast mit seinen Marktplätzen, zum berühmten Caffè Pedrocchi und vor allem zur Kapelle an der römischen Arena, die Giotto um 1305 ausmalte: Die 39 Fresken der Heilsgeschichte markieren – einhundert Jahre vor der Renaissance – den Beginn einer neuen Epoche der Malerei. In der nahen Chiesa degli Eremitani spiegeln selbst die Reste der Fresken, die einst Andrea Mantegna schuf, seine visionäre Kraft wider.
„Die Fahrt auf der Brenta ist anständig und angenehm …“
Ziel des Nachmittags ist die einstige Sommerfrische der Venezianer: die Villenlandschaft am Brenta-Kanal. Vor allem die grandios-imposante Villa Pisani hat mit ihrem Garten schon den Charakter eines absolutistischen Schlosses.

Freitag, 20. September 2019
„Es lässt sich denken, dass Palladio auch diesmal an allen Orten und Enden war.“
An den ersten Ausläufern der Alpen liegt Maser mit der Villa Barbaro, deren Ruhm weniger die Architektur Palladios als die Innenausstattung von Paolo Veronese begründet. Im nahen Asolo erheben sich vielleicht die meisten Villen auf den Hügeln, eine perfekte Sommerfrische des Fin de Siècle. Die Villa Emo präsentiert in besonders reiner Form Palladios Gedanken zur Gestalt eines adeligen Hofgutes um die Mitte des 16. Jahrhunderts.
„Der venezianische Maler muss alles klarer und heiterer sehen als andere Menschen.“
Im nahen Castelfranco Veneto verwahrt die Domkirche ein Juwel der venezianischen Hochrenaissance: Giorgiones „Madonna von Castelfranco“. Sein Geburtshaus neben der Kirche ist heute ein Museum.

Samstag, 21. September 2019
„Heut Abend setzt ich mich in einen Winkel und hatte meine stille Betrachtung.“
In den Euganeischen Hügeln liegt Arquà, der Alterssitz des Dichters Petrarca, der als die erste Villa des Veneto gilt. Später gönnten sich in der Nähe auch Kirchenfürsten ihren Landsitz, so die phantasievolle Villa Duodo von Scamozzi mit einem Pilgerweg en miniature am Burgberg von Monselice.
„Der Po, ein freundlicher Fluss, zieht hier durch große Plainen.“
Auf der Fahrt gen Süden zwischen den Hügeln Vicenzas und Paduas lohnt ein Besuch in Fratta Polesine. Denn hier schuf Palladio mit der Villa Badoer ein weiteres, herrlich proportioniertes Meisterwerk.

Sonntag, 22. September 2019
Flug mit Eurowings von Venedig (15.35 Uhr) nach Düsseldorf
(17.15 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.