© Hans-Peter Schaefer, CC BY-SA 3.0
© Hans-Peter Schaefer, CC BY-SA 3.0

Papier macht Geschichte

Die Stadt Düren

Lange Zeit wurde Düren als „Stadt der Millionäre“ bezeichnet, die mit ihrer florierenden Industrie zahlreiche Arbeiter anlockte. Düren galt kurz vor dem Ersten Weltkrieg als Stadt mit den wohlhabendsten Bürgern des deutschen Reiches. Seit über 400 Jahren wird die Stadt von der Papierindustrie geprägt. Das Papier ist nicht nur bedeutender Wirtschaftsfaktor, sondern auch ein wichtiger kultureller Motor. Schon Anfang des 20. Jh. gründete man das Leopold-Hoesch-Museum in einem prächtigen Neorokokogebäude, das den Zweiten Weltkrieg in der fast vollständig zerstörten Stadt überstand. Die ursprüngliche Sammlung wurde durch eine Kollektion der Klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst ersetzt. Das Papiermuseum Düren verdeutlicht die ausgeprägte Spezialisierung der gegenwärtigen Papierproduktion der Stadt.

Leistungen

Der Preis für die Erkundung beträgt 126,00 € und umfasst:

  • Busreise ab Bensberg und Köln sowie zurück;
  • Zwei-Gänge-Mittagessen in der Cafeteria des Leopold-Hoesch-Museums;
  • Führungen und Eintritte.
Ablauf

Donnerstag, 11. April 2019
Busreise ab Bensberg (9.00 Uhr) und Köln (9.45 Uhr) nach Düren.

Leopold-Hoesch-Museum
Bis heute ist Düren eng mit Leopold Hoesch verbunden. Im Gedenken an den Industriellen, der sich äußert großzügig für seine Heimatstadt ein­gesetzt hat, wurde der prächtige Museumsbau im Jahre 1905 eingeweiht und beheimatet heute eine bemerkenswerte Sammlung der Moderne.

St. Anna Düren
Ein Emblem für den modernen Wiederaufbau ist die durch den Luftangriff auf Düren 1944 völlig zerstörte gotische Annakirche. Architekt Rudolf Schwarz entwickelte einen Neubau, in dem Trümmer aus der alten Kirche eingesetzt wurden.

Papiermuseum Düren
Die Stadt-, Kultur- und Industriegeschichte der Stadt wird im Papiermuseum präsentiert. Die Sammlung erläutert die Geschichte und Herstellungsverfahren des Materials und zeigt Papierschablonen, Schattentheater, Prägestempel und Papierkunst der Gegenwart. Bausteine des dualen Museumskonzepts des Papiermuseums und des Leopold-Hoesch-Museums sind interdisziplinäre Ausstellungen zur Kunst der Gegenwart und Kulturgeschichte des Papiers.

Schloss Burgau
Erst nach 1988 wurde das im Jahr 1944 zerstörte Schloss wiedererichtet. Die Hauptburg wurde Anfang des 14. Jh. durch die Grafen von Heinsberg erbaut und als Lehen an Wilhelm von Burgau vergeben. Später wurde es im Besitz der Familie von Elmpt zu einem romantischen Wasserschloss ausgebaut. Vom 1551 stammt der großzügige, reich mit Reliefs verzierte Erker.
Rückreise nach Köln (ca. 18.45 Uhr) und Bensberg (ca. 19.30 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.