© Kay-Riechers
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Museen im Norden

Emden, Bremerhaven, Osnabrück

Sowohl die Henri Nannen-Kunsthalle in Emden als auch das Deutsche Auswandererhaus, das Klimahaus in Bremerhaven und das Felix Nussbaum-Museum in Osnabrück lohnen einen Besuch – einerseits mit Blick auf die Konzeptionen und Exponate, andererseits auf die Architektur. All dies nehmen Sie mit dem Kunsthistoriker Dr. Andreas Baumerich in Augenschein.
Sie beginnen mit dem Besuch der Kunsthalle Emden, die den Schwerpunkt auf Werke des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit legt. Dagegen sehen Sie in Bremerhaven die Chancen der Revitalisierung eines alten Hafengebietes: Hier setzen das Deutsche Auswandererhaus und das Klimahaus städtebauliche wie thematische Akzente. Den Schlussakkord dieser Ferienakademie setzt das von Daniel Libeskind entworfene Felix-Nussbaum-Museum in Osnabrück. Das Schicksal von Felix Nussbaum als Emigrant verbindet ihn mit den Auswanderern, für die der Norden ein Durchgangsgebiet nach Übersee war. Deren Reise führte sie wiederum über das Meer, das ganz wesentlich das aktuelle und zukünftige Klima in Norddeutschland und darüber hinaus prägt und prägen wird.

Leistungen

Der Preis für die Ferienakademie beträgt 476,00 € pro Person im Doppelzimmer und umfasst:

  • Busreise von Köln und Bensberg sowie zurück;
  • 2 Übernachtungen im Doppelzimmer der Comfort-Kategorie mit Bad im Upstalsboom Landhotel Friesland****s;
  • Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
  • Drei-Gänge-Abendmenü oder -buffet im Hotelrestaurant an beiden Tagen;
  • Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren laut Programm;
  • Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
  • Reiseleitung der Thomas-Morus-Akademie Bensberg ab/bis Köln;
  • Reiseinformationen;
  • Reisepreissicherungsschein.

Hotel
Nur wenige Autominuten vom Jadebusen entfernt, empfängt das Upstalsboom Landhotel Friesland****s mit 105 Zimmern die Gäste. Das Hotel verfügt auch über einen 2 500 qm großen Wellnessbereich mit Pool- und Saunalandschaft.

Einzelzimmerzuschlag: ohne Aufpreis; Doppelzimmer zur Einzelnutzung 

Ablauf

Dienstag, 16. Juli 2019
Busreise von Köln (7.15 Uhr) und Bensberg (8.00 Uhr) nach Emden.
Expression und Sachlichkeit – Kunsthalle Emden und Sammlung Ziegler
„Ein lebendiger Ort der Begegnung zwischen Menschen und Bildern“ sollte die Kunsthalle Emden nach dem Wunsch ihrer Stifter Eske Nannen und dem Stern-Gründer Henri Nannen werden. Sammlungsschwerpunkt des im regionaltypischen Backstein gehaltenen Hauses ist der deutsche Expressionismus – mit Werken von Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein, Emil Nolde u. a. – sowie die Neue Sachlichkeit. Die aktuelle Sonderausstellung widmet sich der Sammlung Ziegler, eine der wichtigsten Sammlungen des Expressionismus und der Klassischen Moderne in Deutschland; vertreten sind hier u. a. Künstler wie Macke, Marc, Mueller, Nolde, Schmidt-Rottluff und Feininger.

Mittwoch, 17. Juli 2019
Bremerhaven: Museen im Neuen und Alten Hafen
Das Deutsche Auswandererhaus
Ein- und Auswanderung braucht beides: Zuversicht und den Mut zur Entbehrung. Diese Eigenschaften spiegelt bereits die Architektur des Deutschen Auswandererhauses wider, das 2005 direkt am Neuen Hafen in Bremerhaven eröffnet und bereits zwei Jahre später als bestes Museum in Europa ausgezeichnet wurde. Hier, wo einst Millionen deutscher Auswanderer in die Neue Welt starteten, begeben sich heute die Besucher auf eine historische Zeitreise und tauchen inmitten detailgetreuer Rekonstruktionen in die Welt der Auswanderung  ein; seit 2012 wird auch die Einwanderungsgeschichte Deutschlands thematisiert.
Die Architektur des Klimahauses Bremerhaven ist einem großen Boot nachempfunden, befindet sich gleich nebenan am Alten Hafen und ist in die „Havenwelten“ integriert. Als große Wissens- und Erlebniswelt thematisiert das Haus in drei Ausstellungsbereichen den Themenkomplex Wetter, Klima und Klimawandel: Neun Reisestationen führen in acht Länder und fünf Kontinente, stellen die unterschiedlichen Klimazonen dar und erörtern Perspektiven des Klimas.
 
Donnerstag, 18. Juli 2019
Osnabrück: Felix-Nussbaum-Museum
Einzigartiger Ausstellungsort für Felix Nussbaums Werke ist das 1998 vom amerikanischen Architekten Daniel Libeskind entworfene Haus. Eindrucksvoll wird hier deutlich, dass der 1904 in Osnabrück geborene und 1944 in Auschwitz ermordete Maler wie kein Anderer in der ersten Jahrhunderthälfte an den Entwicklungen in der Kunst nach dem Ersten Weltkrieg Teil hatte. Denn er hielt Zeitgeschichte in seinen Bildern fest und reflektierte sie als Teil seiner persönlichen Situation. Dies umso mehr und drängender als er aufgrund seiner jüdischen Herkunft im nationalsozialistischen Deutschland verfolgt wurde: So war Nussbaum gleichermaßen Protokollant dieser Zeit und ihr Opfer.

Rückreise nach Bensberg (Ankunft ca. 20.30 Uhr) und Köln (Ankunft ca. 21.15 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.