© Axel Kirch, CC BY-SA 4.0
© Axel Kirch, CC BY-SA 4.0

Mallosus, Eliphius, Lüfthildis …

Unbekannte Heilige im Rheinland

Im Rheinland war die Heiligenverehrung im Mittelalter besonders ausgeprägt. Unüberschaubar wie der römische Götterhimmel ist auch die Anzahl der christlichen Heiligen. Eine Unterscheidung dieser schützenden und manchmal auch strafenden Patrone war seinerzeit bereits unmöglich.

Leistungen

Der Preis für die Erkundung beträgt 120,00 € und umfasst:

  • Busreise ab Bensberg und Köln sowie zurück;
  • Zwei-Gänge-Mittagessen im Restaurant Zum Treppchen in Bonn;
  • Führungen und Eintritte.
Ablauf

Mittwoch, 3. April 2019
Busreise ab Bensberg (8.30 Uhr) und Köln (9.15 Uhr) nach Groß St. Martin.

Eliphius und Brigida – Groß St. Martin
Um 1070 soll der hl. Eliphius Erzbischof Anno II. erschienen sein. Die Pest sollte ihn heimsuchen, wenn er nicht die Verehrung des Heiligen wiederbelebte. Nur 100 Jahre zuvor waren seine Reliquien nach Köln über­führt worden, gerieten aber schnell in Vergessenheit. Besser erging es der hl. Brigida von Kildare, Patronin der Viehzucht im Rheinland. Eine Statue befindet sich im Westen der Kirche. Den hl. Märtyrer Eliphius zeigt im Diakonsornat gekleidet eine Holzstatue über dem südlichen Nebenaltar.

Mallosus – St. Maria und Clemens in Bonn-Schwarzrheindorf
Der hl. Mallosus war bereits Propst Gerhard von Are (gest. 1169) nur noch aus der Literatur bekannt.  Welch Wunder, dass der Bonner Kirchenmann anlässlich des Baus des neuen Münsterchores die Reliquien des Heiligen fand. So besaß Bonn drei Thebäerhauptleute und damit gegenüber den konkurrierenden Stiften in Köln und Xanten einen und gar zweie mehr. Eine gemalte Darstellung dieses fast völlig unbekannten Heiligen ist in der Oberkirche zu sehen.

Adelheid von Vilich – St. Peter und  St. Adelheid in Bonn
Als Äbtissin wirkte Adelheid in dem im Jahr 983 gegründeten Benediktinerinnenkloster im rechtsrheinischen Vilich. In der durch Dürren und schweren Hungersnöten gezeichneten Region wurde Adelheid durch die Verteilung von Gaben an Arme geehrt. Der nach ihr benannte 650 Jahre alte Brunnen auf dem Pützchens Markt ist heute noch Ziel von Wallfahrten.

Lüfthildis – St. Petrus in Meckenheim-Lüftelberg
Bei der heiligen Lüfthildis vermischen sich Aschenputtel- und Dornröschenmotive mit Frau Holle sowie Sequenzen der Elisabeth-Legende. Bezüge zur nordischen Gottheit der Liebe, Freya, sind ebenso erkennbar wie zu den antiken Moiren oder Parzen. Demut, Liebe, Zauber und Schrecken sind die Attribute dieser mysteriösen Gestalt. In der Kirche St. Petrus wird die Grabstätte der hl. Lüfthildis verehrt.
Rückreise nach Köln (ca. 18.45 Uhr) und Bensberg (ca. 19.30 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.