© unsplash.com, N. Friesen, gemeinfrei
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Logik im Widerstreit gegen Weisheit?

Das Aufeinandertreffen von westlichem und östlichem Denken

Durch das Zusammenwachsen der unterschiedlichen Kultursphären treffen Philosophien und Weltsichten aufeinander, die sich vorher weitgehend unabhängig voneinander entwickeln konnten. Daraus entstehende Spannungen wirken sich oft fruchtbar aus, weil sie zur Entstehung neuer Akzentsetzungen im eigenen Weltverständnis beitragen – sie können aber auch zu Konflikten führen.

In dieser Hinsicht hat das weisheitliche östliche Denken des Konfuzianismus, Buddhismus oder Daosmus schon in der Vergangenheit eine besondere Rolle im Verhältnis zur europäischen Philosophie gespielt. Vordenkern wie Arthur Schopenhauer oder Friedrich Nietzsche gab es im 19. Jahrhundert neue Impulse, um die völlig neue Situation des Menschen in der Moderne zu beschreiben; und in der Gegenwart nimmt es dort einen hohen Stellenwert ein, wo es einen Kontrapunkt zur an der Vernunft und der Wahrheit orientierten Philosophie westlicher Prägung zu setzen gilt. Allerdings sind auch Konflikte zu benennen: So behaupten etwa einige östliche Philosophen im Blick auf die Menschenrechte deren Unvereinbarkeit mit ihrem Denken, weil sie Ausdruck der individualistischen westlichen Philosophie seien.

Ist der Gegensatz von Logik und Weisheit aber tatsächlich das zentrale Unterscheidungsmerkmal zwischen den Philosophien des Ostens und des Westens? Wo ergänzen sich beide gewinnbringend, wo müssten sie voneinander lernen? Welche Rolle spielen sie für das unterschiedliche Weltverhältnis zwischen Ost und West? Zeichnet sich womöglich sogar die Entwicklung einer interkulturellen Philosophie ab?

Leistungen

Der Preis für die Akademietagung beträgt 80,00 € und umfasst:

  • Tagungsbeitrag,
  • Mittagessen als Buffet,
  • Mineralwasser im Tagungsraum,
  • Kaffee- und Teepausen.
Ablauf

Samstag, 13. Januar 2018

Ankommen bei Kaffee, Tee und Gebäck ab 9.30 Uhr

10.00 Uhr    
Begrüßung

Konfuzianismus, Daoismus, Legalismus …
Kerngehalte und zentrale Perspektiven östlicher Philosophien

Prof. Dr. Heiner Roetz,
Sektion Geschichte und Philosophie Chinas, Fakultät für Ostasienwissenschaften, Ruhr-Universität Bochum

12.00 Uhr     
Mittagessen

13.30 Uhr     
Kreative Missverständnisse
Arthur Schopenhauer, seine „Schüler“ und ihre Spuren in der Rezeption des Buddhismus
    
Michael Gerhard,
Philosophisches Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
 
15.00 Uhr  
Kaffee- und Teepause

15.30 Uhr    
Vom Seinsdenken zur Nichtserfahrung
Philosophische Anmerkungen zur Weltendifferenz und die Frage nach der Universalität der Menschenrechte

Dr. Niels Weidtmann,
Wiss. Leiter des Forum Scientiarum der Eberhard Karls-Universität Tübingen

17.00 Uhr    
Ende des Veranstaltungstages

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.