© Klaus Littmann (CC BY-SA 3.0)

Leben in höfischer Eleganz

Wasserburgen und Schlösser am Niederrhein

Keine andere Landschaft besitzt auf vergleichbar engem Raum eine so große Anzahl von Wasserburgen und -schlössern wie die Region zwischen Bonn, Aachen und Köln. Rund 120 dieser Anlagen geben Kunde von Leben und Herrschen in der Feudalgesellschaft des Mittelalters bis zum Absolutismus.

Mittwoch, 4. September 2019
Busreise ab Bensberg (8.15 Uhr) und Köln (9.00 Uhr) nach Wachtberg.

Schloss Dyck
Die seit dem 14. Jh. im Besitz der Familie zu Salm-Reifferscheidt-Dyck zum Barockschloss ausgebaute mittelalterliche Wasserburg ist eine der größten Anlagen ihrer Art. Erst nach vielfachem Übergang wird das Herrenhaus über den äußeren Wassergraben, dann über den Wirtschaftshof und die jeweils wieder von Wassergräben geschiedene äußere und innere Vorburg erreicht. Der Landschaftsgarten wurde 1794 nach englischem Vorbild u. a. von Thomas Blaikie oder Peter Joseph Lenné gestaltet. 1999 wurde das Anwesen zum Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur.

Schloss Myllendonk
Seit rund 190 Jahren befindet sich die wasserumwehrte Anlage, bestehend aus einer Hauptburg und zwei Vorburgen, im Besitz der Freiherren von Wüllenweber. Eine im Jahre 1166 erstmals bezeugte Wasserburg wurde unter den Herren von Mirlaer-Myllendonk und Bronkhorst zwischen 1591-1630 zu einem Renaissanceschloss umgebaut. Schloss Myllendonk steht exemplarisch für den kulturhistorischen Übergang von der wehrhaften Burg zum repräsentativen Schlossbau.

Schloss Rheydt
Schloss Rheydt ist das einzige komplett erhaltene Renaissanceschloss am Niederrhein. Der Umbau der mittelalterlichen Burg erfolgte ab 1533 unter Freiherr Adrian von Bylandt. Um 1559/60 begann Freiherr Otto von Bylandt mit dem Komplettausbau des Herrenhauses. Die ständige Sammlung des Schlossmuseums vermittelt authentische Eindrücke vom adeligen Leben in Renaissance- und Barockzeit.

Schloss Wickrath
In Schloss Wickrath befinden sich heute ein Restaurant und ein Gestüt. Der Umbau der mittelalterlichen Wasserburg erfolgte 1746-72 unter Reichsgraf Wilhelm Otto von Quadt-Wickrath. Die doppelflügelige Vorburg weist Elemente des westfälisch beeinflussten sogenannten Zopfstils auf. Einzigartig ist die kronenförmige Verbindung von barocker Achsensymmetrie und irregulärer englischer Landschaftsgartenart im Schlosspark.

Rückreise nach Köln (ca. 19.15 Uhr) und Bensberg (ca. 20.00 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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