La Biennale di Venezia

58. Internationale Kunstausstellung in Venedig

Am 16. Juli 2018 gaben der Präsident der Biennale, Paolo Baratta, und der Kurator Ralph Rugoff den Titel der Biennale 2019 bekannt: „May You Live in Interesting Times“ ist die Internationale Kunstausstellung, die am 11. Mai 2019 beginnt, überschrieben. Ein Titel, der einem alten chinesischen Fluch folgt, der sich auf Zeiten von Krise und Aufruhr bezieht – wie jene, in denen wir heute leben …: „In einer Zeit“, so Rugoff, „in der die digitale Verbreitung gefälschter Meldungen und ‚alternativer Fakten‘ den politischen Diskurs und das Vertrauen, von dem dieser abhängt, zersetzt, sollten wir innehalten, wann immer dies möglich ist, um unsere Aufgabenstellung zu überdenken. Die 58. Internationale Kunstausstellung wird kein Thema an sich haben, sondern eine allgemeine Herangehensweise an das Machen von Kunst und einen Blick auf die soziale Funktion von Kunst, die sowohl Freude als auch kritisches Denken umfasst, betonen. Kunstschaffende, die auf diese Weise denken, bieten Alternativen zur Bedeutung der sogenannten Fakten, indem sie andere Wege der Verbindung und Kontextualisierung vorschlagen. … ‚May You Live in Interesting Times‘ soll sein Publikum zu einer erweiterten Erfahrung des tiefen Engagements, der Absorption und des kreativen Lernens, das Kunst ermöglicht, anregen.“

Leistungen

Der Preis für die Ferienakademie beträgt 1.179,00 € pro Person im Doppelzimmer und umfasst:

  • Flug mit Eurowings von Köln/Bonn nach Venedig sowie zurück inkl. Steuern und Gebühren u. a. für ein Gepäckstück bis 23 kg, das aufgegeben wird (Fluggesellschaft und -zeiten vorbehaltlich möglicher Änderungen; andere Flughäfen auf Anfrage und ggf. gegen Aufpreis);
  • 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad im Hotel Villa Pannonia****;
  • Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
  • Drei-Gänge-Abendmenü inkl. Tischgetränke in einem örtlichen Restaurant am 19., 20. und 22.5.2019;
  • 2-Tages-Ticket für die Biennale di Venezia 2019;
  • Führungen, Eintritte und Gebühren laut Programm;
  • Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
  • Privatboottransfer vom und zum Flughafen Venedig;
  • 3-Tages-Karte für die Nutzung der Linienboote;
  • Stadtsteuer;
  • Reiseleitung der Thomas-Morus-Akademie Bensberg ab/bis Köln/Bonn;
  • Reiseinformationen;
  • Reisepreissicherungsschein.

Hotel
Das Hotel Villa Pannonia**** befindet sich mit 30 individuell gestalteten Zimmern auf dem Lido di Venezia in einem ehemaligen Sommersitz osteuropäischer Adelsfamilien, die ihren Urlaub an den venezianischen Stränden verbrachten. Die historische Fassade des Hauses ist im typisch venezianischen Rot gestrichen. Das Hotel liegt nur wenige Gehminuten vom Fähranleger entfernt, von wo aus mit Wassertaxen die Ausstellungsorte der Biennale schnell und bequem erreicht werden.

Einzelzimmerzuschlag: 260,00 € (Doppelzimmer zur Einzelnutzung)

Ablauf

Sonntag, 19. Mai 2019
Benvenuti a Venezia!
Eurowings-Flug von Köln/Bonn (15.00 Uhr) nach Venedig (16.30 Uhr), Transfer mit einem privaten Wassertaxi zum Lido. Spaziergang zum Hotel Villa Pannonia****.

Montag, 20. Mai 2019
Galleria dell’Accademia
Diese Galerie ist ein wunderbarer Einstieg, sich der Lagunenstadt und ihrer Kunst zu widmen. Sind die frühen Werke noch byzantinischen Traditionen verhaftet, so ist ab dem zweiten Drittel des Quattrocento ein immer stärkerer Einfluss der toskanischen Renaissancemalerei und des norditalienischen Humanismus festzustellen. Von den Flamen lernen die Venezianer jener Epoche das Licht einzufangen, das hier golden und leicht jenseitig wirkt. Von gotischer Malerei bis zu den fantastischen Lichtwelten Bellinis, von Carpaccios Ursulageschichten in einem detailrealistischen Venedig des späten Mittelalters bis zu den mit Camera Obscura gemalten Veduten Canalettos erstrahlt die Stadt.
Punta della Dogana und Palazzo Grassi
Nicht weit entfernt befindet sich die Punta della Dogana, die ehemalige Zollstation der Republik Venedig. In die ehemalige Halle integrierte der Architekt Tadao Ando einen zweigeschossigen Ausstellungsraum aus Sichtbeton und akzentuiert ihn mit der Holzbalkendecke und mit Außenmauern aus Ziegeln. Das Museum lädt mit den Exponaten ein, sich mit weiteren Werken zeitgenössischer Kunst auseinanderzusetzen und spannt so den Bogen zur Biennale di Venezia 2017. Der zweite Ausstellungsort ist der spätbarocke Palazzo Grassi, der sich direkt am Canale Grande befindet.

Dienstag, 21. Mai 2019
Giardini: Biennale di Venezia
Nach kurzer Vaporetto-Fahrt beginnt die Erkundung des Ausstellungsgeländes: In zentraler Lage befindet sich der Deutsche Pavillon, der von der Frankfurter Künstlerin Anne Imhof (*1978) gestaltet wird. Sie verweist in ihren Arbeiten immer wieder auf die Themen Gewalt, Kontrolle, Identität, Verlust, Scheitern und plant für den Pavillon eine „raum- und zeitgreifende Arbeit“: Performer sollen sich auf Matten und Schlafsäcken mit Boxsäcken, Baseballschlägern und Rasierern in einer Art Trainingscamp bewegen. Auch weitere Länder-Pavillons fokussieren überraschende Akzente zeitgenössischer Kunst.
Im Kontrast: Alte Meister
Santa Maria Gloriosa dei Frari oder kurz Frari – im venezianischen Dialekt „Brüder“ – ist neben San Zanipolo die größte und bedeutendste gotische Kirche der Lagunenstadt. Sie befindet sich am Campo dei Frari in San Polo, ist der Himmelfahrt Mariens geweiht und birgt hervorragende Kunstwerke, darunter Hauptwerke Tizians und Bellinis.

Mittwoch, 22. Mai 2019
Arsenale: Biennale di Venezia
Die ehemaligen Schiffswerften von Venedig sind auch 2019 wieder ein Hauptschauplatz der Kunstausstellung. Auf dem Gelände stehen rund 50 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung, die unter anderem von Ländern ohne eigenen Pavillon in den Giardini genutzt wird. Imposant ist die 316 m lange ehemalige Corderie (Seilerei), die Platz für großformatige Kunstprojekte bietet. Außerdem sollen hier – mit einer von verschiedenen Kuratoren konzipierten Themenausstellung – vor allem junge Künstler gezeigt werden.  
Im Kontrast: Scuola Grande di San Rocco
Sie ist die am Besten erhaltene der sechs großen Bruderschaften und berühmt für ihre reiche Marmorarchitektur und für ihre Ausstattung: Hier ist ein Bilderzyklus von 56 Gemälden Tintorettos zu betrachten, die zu seinen herausragenden Meisterwerken zählen. Der größte zeitgenössische Konkurrent Tizians in Venedig hat sich den Großauftrag auf listige Weise erschlichen – und dies, obwohl er für viele als Enfant terrible der Malerei galt.

Donnerstag, 23. Mai 2019
Alt und Neu im Dialog
Der venezianisch-gotische Palazzo Fortuny war über 40 Jahre Residenz von Mariano Fortuny, der sich als Maler, Bildhauer, Bühnenbildner, Beleuchtungstechniker und Dekorateur betätigte. Nach seinem Tod schenkte die Witwe den Palast 1956 der Stadt Venedig. In dem Museum, das einem Theaterset gleicht, lässt sich die facettenreiche Arbeit und Sammlertätigkeit bewundern. Zu jeder Biennale wird eine neue Sonderausstellung gezeigt, die durch den belgischen Kurator Axel Vervoordt kuratiert wird.
Peggy Guggenheim Collection
Die exzentrische Erbin und Galeristin Peggy Guggenheim sammelte seit 1938 Werke von Zeitgenossen, eröffnete die Galerie Guggenheim Jeune in London, später folgte „Art of this Century“ in Manhattan. Nach Schließung der Galerie kehrte sie nach Europa zurück und zog nach Venedig, wo sie 1948 ihre Kunstwerke auf der Biennale zeigte. Den unvollendeten Palazzo Venier dei Leoni (18 Jh.) am Canal Grande erwarb sie 1949, nutzte ihn als Ausstellungsraum – und lebte dort bis zu ihrem Lebensende. Das Haus zeigt auch Kunstwerke von Max Ernst, mit dem sie verheiratet war, von Picasso, Kandinsky, Mondrian und Arp. Neben der ständigen Kollektion werden auch immer wieder Sonderausstellungen präsentiert.
Abschied von der Biennale
Flug mit Eurowings (20.25) nach Köln/Bonn (21.55 Uhr)

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.