Idarvol (CC BY-SA 3.0)/wikimedia

Küste des Lichts. Küste der Maler.

Renoir, Chagall, Picasso … an der Côte d’Azur

Azurblau strahlt das Wasser des Mittelmeeres vor grünen Hängen der Seealpen, in Schattierungen von Gelb über Ocker bis Rot leuchten Wände und Dächer in Dörfern und Städten an der Côte d’Azur. Die Sonne taucht hier die Landschaft mit ihren Strahlen in ein sanftes, goldenes Licht. Wer sollte sich da nicht angezogen fühlen von den Facetten der Farben und Formen und dem alles überstrahlenden Licht? Bezeichnend ist, dass immer wieder Kunstschaffende die „Küste des Lichts“ gerade dann entdecken, wenn sie sich vom Realismus der visuellen Wahrnehmung verabschieden und die Farbe zur gestaltenden Kraft der Kunst erheben: Renoir, Matisse, Chagall oder Picasso sind nur die bekanntesten Namen dieser künstlerischen Hinwendung zum Süden Frankreichs.
Wie lohnend ist es daher, ihren Spuren in dieser eindrucksvollen Region und ihnen in „ihre“ Museen zu folgen. Abstecher in die zauberhafte Landschaft der Seealpen sowie die Weinregion runden die Eindrücke ab.

Montag, 20. April 2020
Flug mit Eurowings von Köln/Bonn (10.10 Uhr) nach Nizza (11.55 Uhr).
Bienvenue à Nice!
Treffpunkt der mondänen Welt, ein Stück Frankreich mit italienischem Flair zwischen schmalen Gassen und großzügigen Platzanlagen und immer wieder das azurblaue Meer: Das ist Nizza! Ein erster Spaziergang führt über die berühmte Promenade des Anglais, durch die Altstadt zur Place Masséna …

Dienstag, 21. April 2020
Gärten, Villen, Kunst in Èze, Saint-Jean-Cap-Ferrat
Während die Villa Kerylos in phantastischer Lage am Meer Inbegriff des Traums von griechischer Antike ist, umgeben Gärten verschiedener Stilrichtungen die italienisch-orientalisch anmutende Villa Ephrussi de Rothschild in Saint-Jean-Cap-Ferrat. Sie bildet den eindrucksvollen Raum für die Sammlung der leicht exzentrischen Baronin Ephrussi de Rothschild. Reizvoll ist dann auch ein Spaziergang durch Èze in phantastischer Lage auf einer Klippe. Malerische steile Gassen winden sich hier bis auf den 427 m hohen Bergkegel hinauf, auf dessen Spitze sich von den Jardins Exotiques grandiose Blicke auf die Riviera und die Dächer des Ortes bieten (wetterabhängig, fakultativ).

Mittwoch, 22. April 2020
Cocteau: Menton und ein Abstecher in die Seealpen
Der Surrealist, Schriftsteller, Regisseur und Maler Jean Cocteau lebte bevorzugt in Menton, hier entstanden auch einige seiner bedeutenden Werke. So pflegt die Stadt sein Werk und Erbe: Die futuristisch wirkende Jean Cocteau Collection Séverin Wunderman geht auf die Schenkung des gleichnamigen Kunstsammlers zurück (Außenbesichtigung). Das Hafenkastell birgt das von Cocteau geschaffene Mosaik „Die Liebenden von Menton“, auch den Hochzeitssaal im Rathaus gestaltete er. Reizvoll ist später ein Abstecher zum Ort Breil-Sur-Roya in den Seealpen, der wunderschön am Fluss Roya liegt. Die Eindrücke des Tages werden mit der Betrachtung eines wunderbaren Freskenzyklus des 15. Jahrhunderts in einer äußerlich unscheinbaren Kapelle abgerundet.

Donnerstag, 23. April 2020
Matisse und Chagall: Nizza
Der Blick von den Gärten von Cimiez über die Stadt und die „Küste des Lichts“ ist eine wunderbare Einstimmung auf den Besuch des Musée Matisse. Das Haus bietet einen guten Überblick über das Werk des Malers, der fast 40 Jahre in der Nähe der Villa des Arènes lebte und arbeitete. Nachmittags beeindruckt das Musée National Marc Chagall: Seine 17 Ölgemälde „Le Message Biblique“ sind farbenprächtige Beispiele der Auseinandersetzung Chagalls mit der Bibel und werden hier mit vielen anderen des Künstlers gezeigt.

Freitag, 24. April 2020
Kunst der Moderne in Nizza
Nach Gelegenheit, das Flair der Mittelmeerstadt bei eigenen Erkundungen zu genießen, richtet sich nachmittags der Blick auf die Kunst der Moderne: Das Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain zeigt neben den blauen monochromen Werken von Yves Klein, der in Nizza geboren wurde, auch solche der französischen und amerikanischen avantgardistischen Bewegungen seit den 1960er Jahren. Den Vorplatz zieren Skulpturen von Niki de Saint Phalle, Alexander Calder und Max Cartier. Mit diesen Eindrücken startet die Fahrt ins hügelige Weinanbaugebiet.

Samstag, 25. April 2020
Matisse und Renoir: Saint-Paul-de-Vence und Cagnes-sur-Mer
Ein großes, sehenswertes Vermächtnis des späten Henri Matisse ist die Chapelle du Rosaire der Dominikanerinnen in Vence. In Saint-Paul-de-Vence schuf der Architekt Josep Lluís Sert nach den Vorstellungen des Sammlerpaares Maeght ein spektakuläres Gebäude als Begegnungsstätte für moderne Kunst und legte mit 6 000 Werken von Künstlern wie Chagall, Giacometti oder Miró den Grundstock der Fondation Maeght. Zauberhaft eingebettet zwischen einem Hanggarten und alten Olivenbäumen und dem Blick auf das Meer liegt die Villa des Collettes in Cagnes-sur-Mer. Hier verbrachte Pierre-Auguste Renoir seine letzten Lebens- und Schaffensjahre.

Sonntag, 26. April 2020
Auf der Île Saint-Honorat
Still liegt die Île Saint-Honorat vor dem geschäftigen Cannes. Durch den Heiligen Honoratus im 4. Jahrhundert wurde die Insel besiedelt und zu einer Keimzelle westlicher Klosterkultur. Heute wachen Zisterzienser über das Idyll im Mittelmeer mit Kiefern, Steineichen, Weinfeldern und einer mittelalterlichen Klosterfestung. Hier bietet sich Gelegenheit, den Gottesdienst in der Klosterkirche zu besuchen.
Picasso in Antibes und Valauris
Nach einer Schaffenskrise während des Zweiten Weltkrieges schuf Pablo Picasso in Antibes in nur einem Jahr unzählige, sehr verschiedene Werke. Von diesen schenkte er 23 der Stadt, die heute im Musée Picasso im Chateau de Grimaldi gezeigt werden; zu sehen sind hier auch Arbeiten von Miró und Max Ernst. Auch das Städtchen Vallauris ist mit Picasso verbunden, denn er verhalf hier den Töpfereien zu einer neuen Blüte. Zudem schenkte er der Stadt das Gemälde „Krieg und Frieden“ für die romanische Burgkapelle.

Montag, 27. April 2020
Au revoir Nice!
Flug mit Eurowings (12.40 Uhr) nach Köln/Bonn (14.25 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

.