Künstlerkolonie Worpswede

Maler, Landschaften, Wirkungen

Als intensive Begegnung mit den Protagonisten der „Künstlerkolonie Worpswede“ – mit Fritz Mackensen, Hans am Ende, Otto Modersohn, Fritz Overbeck, Heinrich Vogeler und selbstverständlich auch mit Paula Modersohn-Becker – ist diese Ferienakademie konzipiert. So werden bei Rundgängen in Worpswede und Fischerhude, bei Besuchen der herausragenden Museen in diesen kleinen Orten sowie in Bremen Inspirationsquellen und Akzentsetzungen der Künstler jener Zeit ebenso deutlich wie ihr Miteinander. Warum eigentlich wurde Worpswede innerhalb weniger Jahre zu einer Pilgerstätte für Künstler und Sinnsucher? Wie wirkten sich die besonderen Stimmungen der Moorlandschaft auf das künstlerische Schaffen aus? Diese Fragen werden ebenso erläutert wie das Beziehungsgeflecht zwischen den Kunstschaffenden.

Leistungen

Der Preis für die Ferienakademie beträgt 938,00 € pro Person im Doppelzimmer und umfasst:

  • Busreise von Köln und Bensberg nach Worpswede und zurück von Fischerhude sowie Tagesfahrt nach/von Bremen am 12.10.2019;
  • 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad im Hotel Buchenhof**** in Worpswede;
  • Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
  • Kaffeetafel am 9.10.2019;
  • Drei-Gänge-Abendmenü an allen Tagen in verschiedenen Restaurants;
  • Führungen, Eintritte und Gebühren laut Programm;
  • Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
  • Torfkahnfahrt am 10.10.2019;
  • Reiseleitung der Thomas-Morus-Akademie Bensberg ab/bis Köln;
  • Reiseinformationen;
  • Reisepreissicherungsschein.

Hotel
Das Haus, in dem heute das Hotel Buchenhof**** eingerichtet ist, erbaute Hans am Ende, einer der ersten Maler, die nach Worpswede kamen. Das Hotel mit 28 individuell eingerichteten Zimmern empfängt die Gäste mit einem Interieur im Stil der frühen 1900er Jahre. Zeichnungen und Gemälde des ersten Hausherrn zieren die Wände.

Einzelzimmerzuschlag: 60,00 €

Hinweis
Am 11.10.2019 ist ein Atelierbesuch beim Maler und Objektkünstler Heinz Cymontkowski im Dorf Teufelsmoor vorgesehen.

Ablauf

Mittwoch, 9. Oktober 2019
Busreise von Köln (7.30 Uhr) und Bensberg (8.15 Uhr) nach Worpswede zum Hotel Buchenhof****; das Haus erbaute einst der Künstler Hans am Ende. Programmeinführung bei einer Kaffeetafel.
Aufbruch ins Teufelsmoor: Der Ort Worpswede
Ein erster Spaziergang führt zum Museum „Haus im Schluh“, einem malerischen Hofensemble, das vom Jugendstil geprägte Kunstwerke aus der Sammlung des Ehepaares Vogeler zeigt und wo noch immer nach Vorlagen von Heinrich Vogeler gearbeitet wird.

Donnerstag, 10. Oktober 2019
Worpswede: Auf den Spuren der Künstlerkolonie
Am Vormittag richtet sich der Blick auf den nahen, wunderschönen Barkenhoff, einst Wohn- und Atelierhaus von Heinrich Vogeler: Es ist ein Gesamtkunstwerk des Jugendstils und war ab 1900 gesellschaftliches Zentrum der Künstlerkolonie. Das sogenannte Hoetger-Ensemble umfasst gleich mehrere Einheiten: einen Skulpturengarten, das Kaffee Worpswede, im hiesigen Sprachgebrauch auch gerne „Café Verrückt“ genannt, und die Große Kunstschau, in der Werke der Worpsweder Künstler den Blick auf die jeweiligen Eigenheiten der Maler lenken. Da sich die Künstler immer wieder von der einzigartigen Landschaft des Teufelsmoores inspirieren ließen, bietet die Fahrt mit einem Torfkahn interessante Eindrücke. Denn: Mit Torfkähnen lieferten in früheren Zeiten die Bauern Torfbriketts nach Bremen, um ihre kargen Einkünfte zu verbessern, so wurden die Schiffe mit ihren dunklen Segeln zum Wahrzeichen.

Freitag, 11. Oktober 2019
Fischerhude: Vater und Sohn Modersohn
Nach dem tragischen Tod seiner Frau Paula Modersohn-Becker und angesichts der zunehmenden Spannungen innerhalb der „Künstlervereinigung Worpswede“ siedelte Otto Modersohn 1908 ins kleine Fischerhude über. Das nach ihm benannte Museum mit seiner Ansammlung von alten und neuen Fachwerkhäusern liegt idyllisch etwas abseits inmitten der Wümmewiesen – jener Landschaft, mit der er sich künstlerisch so intensiv auseinandersetzte. So ist hier, am Entstehungsort vieler seiner Werke, eine Begegnung mit Otto Modersohn in besonderer Weise möglich, zumal sein Sohn Christian, selbst Künstler, bis zu seinem Tod im Jahr 2009 das Erbe des Vaters pflegte. Anschließend zeigt ein Spaziergang durch Fischerhude, dass im Ort viele von Modersohns Motiven erhalten sind und die beschauliche Siedlung auch andere Künstler anzog.

Samstag, 12. Oktober 2019
vormittags
„Paula – mein Leben soll ein Fest sein“ (2017)
Der Film fokussiert die Beziehung zwischen Paula Modersohn-Becker und Otto Modersohn und bietet auch einen anschaulichen Eindruck von der Situation der Künstlerkolonie um 1900 sowie von der Künstlerin, die gegen alle Widerstände ihre Vision von künstlerischer Selbstverwirklichung und von Ehe und Liebe lebt.
mittags I Fahrt nach Bremen
Bremen: Paula Modersohn-Becker
Unweit des Bremer Marktplatzes mit dem berühmten Roland ist in der Böttcherstraße das Paula Modersohn-Becker-Haus nicht nur als Hauptwerk expressionistischer Architektur interessant, es ist auch das weltweit erste Museum für die außergewöhnliche Künstlerin von Worpswede: Hier werden dauerhaft zahlreiche Meisterwerke gezeigt, sodass hier in besonderer Weise eine weitere Beschäftigung mit der Künstlerin möglich wird. Ein Spaziergang durch das beschauliche Schnoor-Viertel und die Gelegenheit zum Besuch eines katholischen Gottesdienstes runden die Eindrücke in Bremen ab.

Sonntag, 13. Oktober 2019
Worpswede: Referenz an Paula
Zum Abschluss der Spurensuche steht der Besuch bei den Modersohns im Museum am Modersohnhaus. Hier lebten Otto und Paula Modersohn und hier starb Paula nach der Geburt ihrer Tochter. Die Einrichtung des Hauses und die Sammlung des Ehepaares Kaufmann geben weitere Einblicke in die hohe Zeit der Worpsweder Künstler – von Fritz Mackensen bis Paula Modersohn-Becker. Ihrer sei auch in der Worpsweder Zionskirche und auf dem angrenzenden Friedhof gedacht.
Rückreise nach Bensberg (Ankunft ca. 18.45 Uhr) und Köln (Ankunft ca. 19.30 Uhr).

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.