Ins blaue Land

Auf den Spuren der „Blauen Reiter“

Vor der malerischen Kulisse der bayerischen Alpen verbinden sich zwischen Starnberger See, Staffel-, Ammer- und Kochelsee in besonderer Weise Naturerlebnis mit Kunstgenuss. Denn zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckten Künstler wie Franz Marc, Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Alexej Jawlensky oder Marianne von Werefkin diese Landschaft mit ihren wechselnden Lichtstimmungen und interpretierten sie in eindrucksvollen Gemälden.
Diese Ferienakademie lädt dazu ein, den Spuren der Künstler und ihrer faszinierenden Bildwelt zu folgen und vor Ort sowohl Originalmotive in Augenschein zu nehmen als auch die Motivation, Inspiration und Strahlkraft der damaligen Avantgarde nachzuvollziehen. Selbstverständlich darf dabei auch ein Besuch im „Stall des Blauen Reiters“, im Lenbachhaus in München, nicht fehlen

Leistungen

Der Preis für die Ferienakademie beträgt 845,00 € pro Person im Doppelzimmer und umfasst:

  • 4 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Bad im Hotel Griesbräu*** in Murnau;
  • Frühstücksbuffet im Hotelrestaurant;
  • Brauhausplatte am 21.10.2019 und Drei-Gänge-Abendmenü am 23.10.2019 im Hotelrestaurant;
  • Zwei-Gänge-Mittagsmenü in einem örtlichen Restaurant am 22.10.2019;
  • Drei-Gänge-Abendmenü in einem örtlichen Restaurant am 24.10.2019;
  • Vortrag, Führungen, Besichtigungen, Eintritte und Gebühren (u. a. für die Nutzung des Tagungsraumes/der Technik) laut Programm;
  • Bereitstellung eines Funk-Kopfhörersystems;
  • Transfers mit einem Reisebus von München-Hauptbahnhof nach Murnau am 21.10.2019 sowie zurück am 25.10.2019;
  • Ausflüge mit einem Reisebus laut Programm;
  • Reiseleitung der Thomas-Morus-Akademie Bensberg ab/bis München-Hauptbahnhof;
  • Reiseinformationen;
  • Reisepreissicherungsschein.

Einzelzimmerzuschlag: 66,00 € (Doppelzimmer zur Einzelnutzung)

Hotel
Das Hotel Griesbräu*** liegt im Zentrum von Murnau, pflegt bayerische Gastlichkeit, verfügt über ein Restaurant,
einen traditionellen bayerischen Biergarten und eine hauseigene Brauerei. Die 40 Zimmer befinden sich sowohl im Haupthaus als auch in zwei weiteren Gebäuden, die fußläufig voneinander entfernt sind.

Ablauf

Montag, 21. Oktober 2019
Indidviduelle Anreise nach München-Hauptbahnhof
14.00 Uhr
Fahrt mit dem Reisebus von München-Hauptbahnhof zum Hotel Griesbräu*** nach Murnau
17.30 Uhr I Vortrag
Die Künstlervereinigung „Blauer Reiter“
Ihre Motive. Ihre Protagonisten. Ihr Umfeld.

Dienstag, 22. Oktober 2019
Im „blauen Land“: Murnau
Fasziniert von der Landschaftskulisse des Voralpenlandes mit den wechselnden Lichtwirkungen wählten Wassily Kandinsky und seine Schülerin Gabriele Münter Murnau als Wohnort. Das heutige Gabriele Münter-Haus, in dem sie einst gemeinsam lebten, arbeiteten (1909-14) und ihre Freunde trafen, bietet ebenso wie das Schlossmuseum Murnau mit Originalexponaten und Werken der Künstler des „Blauen Reiters“ unverwechselbare Einblicke. Ein Spaziergang durch Murnau zu „Originalmalplätzen“ von Kandinsky und Münter lässt darüber hinaus die Landschaft mit „ihren Augen sehen“.

Mittwoch, 23. Oktober 2019
Ins „blaue Land“: nach Penzberg und Sindelsdorf
Heinrich Campendonk (1889-1957), jüngstes Mitglied des „Blauen Reiters“, schuf zwei Glasfenster für die Kirche Christkönig in Penzberg: Das „Passionsfenster“ entstand zu einer Zeit, als sein Werk von den Nationalsozialisten als „entartet“ bekämpft wurde. Das „Jesaja-Fenster“ (1954) war ursprünglich Teil eines Entwurfes für ein riesiges Nordfenster des Kölner Doms. Weitere Werke Campendonks zeigt das Stadtmuseum Penzberg, das sich seit 2002 diesem Künstler in besonderer Weise widmet. Ein Spaziergang auf dem „Sindelsdorfer Malerweg“ führt zu Stätten, wo die Künstler lebten, ihre Motive fanden und Franz Marc seine bedeutendsten Werke schuf. „Den Namen ‚Der Blaue Reiter‘ erfanden wir am Kaffeetisch in der Gartenlaube in Sindelsdorf. Beide liebten wir Blau, Marc Pferde, ich Reiter. So kam der Name von selbst“, wie Kandinsky in seiner Autobiographie notiert.

Donnerstag, 24. Oktober 2019
Im blauen Land: Kochel am See
Nur kurz konnte Franz Marc sein Haus am Kochelsee genießen, denn schon bald erhielt er den Gestellungsbefehl und fiel mit nur 36 Jahren im März 1916 in Verdun. Das in moderner Architektur im Jahr 2008 malerisch über dem See eingerichtete Museum widmet sich seinem Werk und stellt dieses immer wieder in neue Kontexte, ebenso das Werk seiner Malerfreunde.
Eldorado des Expressionismus: das „Museum der Phantasie“
Malerisch am Ufer des Starnberger Sees errichtete der Architekt Günter Behnisch für die umfangreiche Sammlung des Malers, Fotografen und Buchautoren Lothar-Günther Buchheim das „Museum der Phantasie“. Zentrum des Hauses ist Buchheims berühmte Expressionisten-Sammlung, andere Abteilungen widmen sich der Völkerkunde, dem Kunsthandwerk aus aller Welt, bayerischer Volkskunst oder auch Kultgegenständen aus Afrika – alle bestückt aus Buchheims Sammlung.

Freitag, 25. Oktober 2019
Fahrt mit dem Reisebus nach München.
Der „Stall des Blauen Reiters“: die Galerie Lenbachhaus
Unvollständig bliebe eine Reise auf den Spuren der Künstlervereinigung ohne den Besuch des Lenbachhauses, denn hier wird die größte Sammlung zur Kunst des „Blauen Reiters“ mit Werken von Franz Marc, Wassily Kandinsky, August Macke, Marianne von Werefkin, Paul Klee oder Gabriele Münter gezeigt; ihr ist diese Sammlung zum Großteil zu verdanken. Interessant ist auch, wie der Stararchitekt Norman Foster die einstige Villa des „Malerfürsten“ Franz von Lenbach mit einem Neubau verband.

Transfer mit dem Reisebus zum Hauptbahnhof München (Ankunft ca. 15.00 Uhr) und Verabschiedung.

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.