© Elisabeth Jansen
© Elisabeth Jansen

geschnitten, gerissen, geklebt …

Arbeiten auf Papier von Elisabeth Jansen

„Kunst kommt nicht von Können, sondern von Müssen“ äußerte einmal der Komponist Arnold Schönberg (1874-1951). Eine Künstlerin, die beides leidenschaftlich miteinander verband, war Elisabeth Jansen (1940-2009). Ihr Oeuvre ist facettenreich, ist inhaltlich und formal dicht sowie in jeder Phase von ungewöhnlichen Einfällen geprägt. Können war selbstverständlich und vorgegeben, der Ausdruckswille durch künstlerisches Schaffen war selbst in gesundheitlich schwieriger Situation ungebrochen, Kunst war für sie eine Obsession. Mit ihrer Kreativität, mit ihrer hohen kunsttechnischen Begabung von der Zeichnung bis zur Collage und mit ihrer unverwechselbaren Handschrift hat sie ein Werk hinterlassen, das es in vielen Teilen noch zu entdecken gilt. Diese Ausstellung bietet in ihrer Vielheit wie Geschlossenheit einen konzentrierten Blick auf eine außergewöhnliche Künstlerpersönlichkeit.

Leistungen

Dauer der Ausstellung
28. September bis 30. November 2017
täglich 9.00 bis 18.00 Uhr

Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei.

Ablauf

Donnerstag, 28. September 2017

19.00 Uhr
Begrüßung
Dr. Wolfgang Isenberg
Thomas-Morus-Akademie Bensberg

Einführung
Prof. Dr. Frank Günter Zehnder,
Kunsthistoriker, Euskirchen

Musik
Elizaveta Panarina, Violine
Larissa Illenseer, Klavier

Empfang

Über die Künstlerin Elisabeth Jansen
1940     geb. in Balve/Sauerland, lebte und arbeitete in Bergisch Gladbach
1975     Beginn der künstlerischen Arbeit
1985     Beginn der Ausstellungstätigkeit „Collagen“, Galerie Glockengasse 4711, Köln (erste Ausstellung)
1988     Mitglied des Arbeitskreises der Künstler Bergisch Gladbach e. V.

Chronologie der Werkphasen,
1975 bis 2009
1975 bis 1985    Collagen: Bildcollagen, Figur und Grund, abstrakte Collagen, Decollagen
1987 bis 1989    Verknüpfung der Collagen mit der Malerei
1990 bis 1999     reine Malerei, Lackmalerei auch als Übermalungen auf Papier, Leinwand, Karton
1992 bis 1994     „Zwischenspiele“: Arbeiten aus Pappen, Schnitte, Decollagen/Häutungen
1992 bis 1994     Aktionen im Rahmen von „Eingriffe vor Ort“, Odenthal, „Um Baum Schutz“-„Um Welt Schutz“, „Innen-Außen“, zwei Installationen, Aktion gegen Gewalt und Fremdenhass, „Zwei Fahnen“, Bergisch Gladbach
1994 bis 1999    Lackmalereien, Zeichnungen, Buchmalereien und Buchübermalungen; abstrakte Collagen
1999 und 2000    erste Arbeiten zum Werkblock „Sprachraum“
2001 bis 2008    verstärkte Ausformung des Werkblocks „Sprachraum“; Wortcollagen
2008 und 2009    Weiterführung des zeichnerischen Werks, Punktzeichnungen, Zeichnungen in Büchern

Ausstellungstätigkeit
Mitte der 1980er Jahre beginnt die Künstlerin ihre Arbeiten auszustellen und führt diese Tätigkeit kontinuierlich fort. Ihre frühen Arbeiten „Collagen“ werden 1985 in einer ersten Einzelausstellung von der Galerie Glockengasse 4711 in Köln gezeigt. „EINHALT“ hieß 2009 die letzte noch von ihr selbst verantwortete Präsentation. Die Galerie „Schröder und Dörr“, Bergisch Gladbach, stellte damals Lackmalereien, Arbeiten aus dem Werkblock „Sprachraum“ und Zeichnungen vor. 2011 übernimmt das Städtische Kunstmuseum Villa Zanders in Bergisch Gladbach Arbeiten von Elisabeth Jansen in seine ständige Sammlung. Das Museum sammelt schwerpunktmäßig zeitgenössische Kunst auf und aus Papier.

Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.