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Geschaffen für die Bühne

Goethes „Faust“ für Theateraugen

Goethes „Faust“ ist kein Lesedrama, auch nicht der zweite Teil. Er ist für das Theater gemacht und braucht dessen Mittel. Wie falsch man nur mit dem Text liegen kann, hat vor allem Fausts Schlussmonolog gezeigt: Wer ihn zukunftsoptimistisch versteht („Auf freiem Grund mit freiem Volke …“), übersieht die bittere Ironie der szenischen Situation: blind vor dem eigenen Grab. Es gibt wohl kein zweites Theaterstück, das so reich und so kontraststark auf die verschiedensten sinnlichen Bühnenwirkungen setzt. Wir werden uns das mit drei unterschiedlichen Theateraufzeichnungen vergegenwärtigen: mit der asketisch intellektuellen von Gustaf Gründgens, der sinnlich schrillen von Dieter Dorn und der enzyklopädisch bühnenzauberischen von Peter Stein. Der Text kommt dabei nicht zu kurz. Er soll jedoch mit szenisch geweiteten Augen gelesen werden. Wie von selbst ergibt sich dabei auch eine Übersicht über die europäischen Theatergattungen: von der griechischen Tragödie über das katholische geistliche Spiel, das bürgerliche Drama und die Posse bis zur romantischen Oper.

Das ausführliche Einzelprogramm erscheint ca. vier bis sechs Wochen vor Veranstaltungsbeginn.
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Änderungen im Programmverlauf und in der Organisation bleiben vorbehalten.

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